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Stein der Weisen (Lapis Philosophorum),
Heiliger Gral und
Phönix aus der Asche

Naturphilosophische Hintergründe und Verbindungen der Mythen und Sagen, ihrer Weisheiten, mit unserem Leben


Die drei Mythen und Sagen um den Stein der Weisen, den Heiligen Gral und den Phönix aus der Asche beinhalten wunderbare Weisheiten, Sehnsüchte und Motive, die alle drei miteinander verbinden. Auch sind alle drei mit unserer Geschichte, der Menschheitsgeschichte, über die Philosophien und Religionen der Welt verknüpft.

Hinter ihnen, hinter den Geweben unserer Geschichte, verbergen sich tiefgründige (natur-)philosophische Einsichten und Kritiken, denen Naturprinzipien zugrunde liegen, mit denen ich mich intensiv beschäftige.

Ich reklamiere nicht der Experte für die historisch-geschichtlichen Details dieser Mythologien zu sein, soweit diese überhaupt bekannt sind. Vielmehr versuche ich mich in die naturphilosophischen Hintergründe ihrer Zusammenhänge, Verbundenheit und Weisheiten hineinzufinden und interpretiere in diesem Sinne den gesamthistorischen Verlauf, wie er sich mir derzeit darstellt. Diese Zusammenhänge zeigen in meinen Augen ein tiefes intuitives und analytisches Verständnis unserer Vorfahren von der Natur unseres Lebens und unserer Welt sowie der menschlichen Sehnsucht der Erfüllung eines glücklichen, sinnvollen und gesunden Lebens wie auch unseres Wirkens darüberhinaus.

Stein der Weisen
Das Prinzip der Alchemie – der Wandlungen

Beim Stein der Weisen handelt es sich in meinen Augen um Lebensweisheiten, die sich um das naturphilosophische Prinzip des Lebens und der (physikalischen) Natur im Allgemeinen drehen:

Hinter dem Stein der Weisen des Hermes Trismegistos (Thot-Hermes) steckt die tiefe Erkenntnis, dass das Leben sowie unsere Natur und Welt ganz generell nach bestimmten Prinzipien funktioniert. Dies drückt sich unter anderem in der Alchemie des Steins der Weisen aus, die, aus der heute „modernen“, akademisch-naturwissenschaftlichen Perspektive betrachtet, sehr ungewohnt für viele Menschen ist.

Wir setzen heute diese Alchemie sehr gerne im Prinzip einfach mit unserer modernen Chemie gleich. Für die sogenannte äußere Alchemie – äußerer Stein der Weisen – kann beides, bis zu einem gewissen Grad, sicherlich gleichgesetzt werden. Für die sogenannte innere Alchemie – innerer Stein der Weisen – passt dies nicht.

Alchemie basiert auf einem Prinzip der Transmutation
Das Prinzip der Transmutation der Alchemie, wir können auch Transformationsprinzip sagen, besteht im Grunde aus zwei Stufen, die mit löse und verbinde, ›solve et coagula‹, beschrieben werden.

Es werden Verbindungen gelöst und neu verbunden, sodass sich etwas neues verwirklicht oder gar „materialisiert“. Diese Vorstellung können wir auch in unseren heutigen Denkmustern gut auf unsere moderne Chemie übertragen.

Etwas ungewohnter ist die Erkenntnis, dass diese Vorstellung ebenso auch für unsere Psyche beziehungsweise unsere Persönlichkeitsentwicklung zutrifft. Probleme lösen bedeutet eben auch, sich von alten Denkmustern zu lösen und neue zu entwickeln. Dazu müssen sich unsere Synapsen im Gehirn lösen und neu verbinden.

Wir finden die Worte lösen und verbinden heute noch entsprechend in unserem Sprachgebrauch. Unsere Vorfahren und Ahnen hatten also eine sehr gute Vorstellung davon, was in uns vor sich geht, wenn wir lernen und uns weiter entwickeln.

Glück, Heilung und ewiges Leben als Ziel der Transmutation
So macht auch das Wort entwickeln die Klugheit unserer Vorfahren und Ahnen deutlich, denn das Leben soll uns dadurch leichter fallen, uns von Hindernissen und Fesseln befreien, neue Möglichkeiten erschaffen.

Auf welche Art und Weise dies geschehen soll, konnte hingegen schon damals strittig sein, wie ich nachfolgend erkläre.

Wie innen, so außen
Bei der Alchemie handelt es sich vom Ansatz her folglich um eine Philosophie, die den Zusammenhängen unseres Lebens, unserer Natur und unserer Welt tiefer auf den Grund geht. So liegt diesem Prinzip dann auch die Einsicht ›wie innen, so außen‹ zugrunde.(Verweis)

In der Alchemie allgemein ähneln Grundkonzepte der inneren Alchemie – Grundkonzepte der Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung unseres Lebens – denen der äußeren Alchemie, also denen der Chemie. Wie weit diese Grundkonzepte in Bezug auf die Chemie tragen oder auch nicht, ist sicherlich in vielen Misserfolgen der äußeren Alchemie, beim Versucht der chemischen Herstellung des Steins der Weisen und seiner Verwendung zur Umwandlung von Materialien in Gold, zu erkennen. Ihr war kein Erfolg vergönnt.

Auf der anderen Seite ist den Alchemisten auch vieles Erstaunliche im Laufe der Zeit gelungen und endete schließlich nicht nur in der modernen Chemie, sondern auch in der modernen Physik, die sogar im Prinzip in der Lage ist Materialien in Gold zu verwandeln, und hat in nicht zu unterschätzender Weise ebenso die Entwicklung der modernen Mathematik gefördert.

Ein Veredlungsprozess – verbindende Gleichnisse der inneren und äußeren Alchemie
Sowohl in der inneren, wie in der äußeren Alchemie werden Verwandlungsprozesse beschrieben, deren Stufen mit unedlen Metallen oder Edelmetallen identifiziert werden. Es geht in der Alchemie um einen Veredlungsprozess.

Nach Zosimos aus Panopolis(Verweis) geht es zum Beispiel um die persönlichen Entwicklungsstufen der inneren Alchemie vom Kupfermenschen, zum Silbermenschen und schließlich zum Goldmenschen.(Verweis) In der äußeren Alchemie entsprechend von einem unedlen Metall zum Silber und schließlich zum Gold.(Verweis)

Hier stellt sich für mich die Frage, ob die Stufen unedler Mensch, unedles Metall, und schließlich edler Mensch, edel, wie Silber und Gold, ursprünglich als reine Gleichnisse, als Allegorien, gemeint waren. Für mich ist es gut vorstellbar, dass die Allegorien erst später wörtlich genommen wurden und sich daraus die äußere Alchemie, die Chemie, entwickelt hat. Dies wird sich vielleicht nie wirklich abschließend klären lassen. Ich sehe aber plausible Hinweise darauf.

Demnach wären Menschen, die mehr Wert auf und Hoffnung in das materielle legten, vermutlich aufgrund ihres chemischen Vorwissens, nachträglich zu der Überzeugung gekommen, dass die rätselhaften Beschreibungen der Alchemie eigentlich einen materiellen Schatz, in Form eines Geheimnisses um materielle chemische Prozesse, in sich tragen. Wie wir heute wissen sind es aber nukleare Prozesse, die chemische Elemente ineinander umwandeln, die vornehmlich in Sonnen und deren Explosionen ablaufen, den Supernovae(Verweis).(Verweis) Dies war diesen unseren Vorfahren offenbar nicht bekannt und so war ihr Tun und Streben von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Konflikt zwischen innerer und äußerer Alchemie – zwischen Spiritualität und Materialismus
Der in unserer historischen Geschichte schon lange vorhandene, sich entwickelnde Konflikt zwischen innerer und äußerer Alchemie findet sich interessanter Weise, und vermutlich in hohem Grad zugespitzt, in unserer heutigen Gesellschaft wieder:

Suchen wir unser Heil und unsere Glückseligkeit vornehmlich in unserer Persönlichkeitsentwicklung, unserer inneren Seelen- und Körperpflege, als auch im offenen Kontakt mit anderen Menschen?

Oder suchen wir danach vornehmlich im Konsum und Materialismus?

Dies ist in meinen Augen eine der zentralsten Fragen unserer Zeit, die sich jeder stellen sollte.

Während der Konsum und Materialismus immer ausgeprägter ausfällt, nimmt die Sehnsucht der Menschen nach Ruhe, Muße und Spiritualität sowie nach Verbindung und Zusammenhang mit anderen Menschen gleichfalls stetig zu.

Genau diesen Konflikt tragen die Menschen schon seit Jahrhunderten und wahrscheinlich seit Jahrtausenden ebenso in sich und untereinander aus. Die Unterscheidung zwischen innerem und äußerem Stein der Weisen und deren Personifizierungen ist ein Ausdruck dieser Spannung und Zerrissenheit.

Hermesstab
Abbildung 1 New window: Der Hermesstab mit seinen Flügeln steht für Heilung, Weisheit, und wie ich vermute für Erleuchtung und die Beflügelung der Seele und des Geistes durch ein polares Yin-Yang-Prinzip. Im Hermes Trismegistos kommt durch die Verschmelzung des griechischen Gottes Hermes mit dem ägyptischen Gott Thot auch das Wissen und die Philosophie in seine Bedeutung.

Was steht im Vordergrund?
Die Welt, die wir am unmittelbarsten erleben können, ist unsere Innenwelt. In ihr gespiegelt nehmen wir die uns umgebende Welt wahr.

Nur der innere Stein der Weisen kann
den äußeren Stein der Weisen zum Leuchten bringen,
ihn ›beleuchten‹. Nicht umgekehrt.

In einem flexiblen, klaren inneren Spiegel können wir uns selber und unsere Welt facettenreich sehen. Daher steht für mich der innere Stein der Weisen, unsere innere Alchemie, im Vordergrund.

Zosimos aus Panopolis beschreibt den Stein der Weisen so:

» Dieser Stein, der kein Stein ist,
dieses kostbare Ding, das ohne Wert ist,
dieses mehrgestaltige Ding, das keine Form besitzt,
dieses unbekannte Ding, das jeder kennt. «

Dies ist eine rätselhafte Umschreibung des, in meinen Augen inneren, Steins der Weisen. Jedenfalls passt sie für mich nicht auf einen materiellen Gegenstand.

Des Rätsels Lösung ist der Achtsamkeitsprozess oder Kundalini-Prozess, wie am Hermesstab und seinen Kundalini-Schlangen zu erkennen (siehe ). Die Darstellung dieses Entwicklungsprozesses durch aufsteigende Schlangen gab es entsprechend auch im alten Ägypten. Ich würde die vier Zeilen demnach so deuten:

»Dieser Stein, der kein Stein ist.«
Hermes kommt wohl von Herma, Stein, und war der Gott der Händler und Reisenden. Es wird angenommen, dass es um Landmarken aus Stein oder Steinen geht, die den Reisenden leiten; ihm Orientierung geben. Orientierung brauchen wir im Leben, in der Persönlichkeitsentwicklung, im Achtsamkeitsprozess, im Kundalini-Prozess. Es ist ein Stein, der kein Stein ist.

»Dieses kostbare Ding, das ohne Wert ist.«
Diese Orientierung oder diese Persönlichkeitsentwicklung ist nichts, was wir kaufen können. Wir müssen sie selber durchleben. Aber kostbar ist sie.

»Dieses mehrgestaltige Ding, das keine Form besitzt.«
Der Achtsamkeits- oder Kundalini-Prozess ist mehrgestaltig: Er ist unser Leben. Er ist unser Gedeihen. Er ist unsere Heilung. Er ist unser Lernen und Lehren. Er ist unsere Persönlichkeitsentwicklung. Er ist die Suche nach uns selber, nach unserer Persönlichkeit. Er ist unser Zusammenhang und Zusammenhalt in der Gesellschaft. So besitz er aber keine Form im materiellen Sinn.

»Dieses unbekannte Ding, das jeder kennt.«
Wir sind uns selber unbekannt und deshalb auf der Suche nach uns. Doch kennen wir nichts besser, als uns selber.

Ein wunderbares Rätsel, dass den Leser zum Nachdenken anregt. Und genau das sollte es bezwecken, denke ich.

In dieser Umschreibung kann ich nur schwer etwas materielles erkennen, auch wenn ich weiß, dass es diesbezüglich Interpretationsversuche gibt.

Die Eigenschaften des Steins der Weisen werden auch folgendermaßen, ebenfalls in rätselähnlicher Form, geschildert:(Verweis)

erschaffen durch alchemische Transmutation

smaragdgrüne Farbe

unvergänglich

widerstandsfähig gegen alle Elemente und Substanzen

enthält uralte Weisheiten und Mysterien

reagiert auf Gedankenwellen

erzeugt mentale Schwingungen im Bewusstsein des Nutzers

steigert die Weisheit des Nutzers um das Hundertfache

Diese Eigenschaften interpretiere ich, in Bezug auf meine Annahme, dass es sich beim Stein der Weisen vordergründig um Persönlichkeitsentwicklung, den Achtsamkeitsprozess beziehungsweise den Kundalini-Prozess handelt, so:

erschaffen durch alchemische Transmutation
Die sehr alten Bedeutungen und Synonyme von „alchemisch“ (Alchemie) sind auch:
→ „kêmi“, „schwarz[e Erden]“, „Lehre des Gießens“(Verweis)
→ „Spagyrik“, „ich trenne und vereinige“, also ›solve et coagula‹(Verweis)
Hier soll etwas erweicht oder verflüssigt und geformt werden. Der Prozess ›solve et coagula‹ steckt auch im Atmen (Pranayama) des Yoga und im Kundalini-Prozess. Transmutation bedeutet Verwandlung. In meinen Augen hier Verwandlung durch ›löse und verbinde‹, also durch Atmung und Persönlichkeitsentwicklung.

smaragdgrüne Farbe
Warum smaragdgrün? Ich vermute, dass es hierbei um die Bedeutung der Farbe Grün im Sinne der restlichen Erklärung geht. Ich habe dazu recherchiert, für was grün in der Esoterik steht, und ziemlich übereinstimmend folgendes gefunden:
→ Gesundheit
→ Spiritualität
→ Entwicklung
→ Sicherheit
→ Harmonie
→ Produktivität
Diese Bedeutungen würden erstaunlich gut zur Persönlichkeitsentwicklung und zum Achtsamkeitsprozess passen.

unvergänglich
Der Achtsamkeitsprozess ist unvergänglich, weil er die Grundlage des Lebens ist. Er beinhaltet so auch die Fortpflanzung, wie wir noch beim ›Phönix aus der Asche‹ sehen werden.

widerstandsfähig gegen alle Elemente und Substanzen
Der Achtsamkeitsprozess ist ja unvergänglich, weil er das Leben selbst ist, und verleiht durch Klugheit Widerstandsfähigkeit gegen alle Elemente und Substanzen.

enthält uralte Weisheiten und Mysterien
Das Leben ist ein Mysterium und das Überleben gründet auf Weisheiten jeder Art, die schon vor langer Zeit uralt waren. Offenbar war das Leben, seine Persönlichkeitsentwicklung und sein Achtsamkeitsprozess immer schon ein Mysterium, schon vor Äonen.

reagiert auf Gedankenwellen
Gedankenwellen, auch Gedankenbewegung, ist ein Ausdruck, den es schon im Sanskrit(Verweis) des Yoga Sutra(Verweis) gab.(Verweis) Heute würden wir einfach Gedanken oder Fluss der Gedanken sagen. Unsere Persönlichkeitsentwicklung beruht auf dem was wir denken. Was wir denken meint hier im Besonderen, was wir darüber denken, also wie wir uns und unser Leben bewerten: »Du bist, was du denkst.«

erzeugt mentale Schwingungen im Bewusstsein des Nutzers
Unsere Persönlichkeitsentwicklung erzeugt gedankliche Schwingungen in unserem Bewusstsein, das unser Achtsamkeitsprozess selber ist.

steigert die Weisheit des Nutzers um das Hundertfache
Unsere Persönlichkeitsentwicklung steigert unsere Weisheit. Über den Faktor können wir uns sicherlich streiten … 😉

Die rätselhaften Gleichnisse, Schilderungen und Eigenschaften umschreiben so etwas, dass ich für den inneren Stein der Weisen halte. Diese Eigenschaften lassen sich aber auf verschiedene Art und Weisen auch im Sinne des äußeren Steins der Weisen interpretieren.

Ich bin davon überzeugt, dass der äußere Stein der Weisen, das Materielle, nicht ohne den inneren Stein der Weisen, das Spirituelle, von uns als das gesehen und erkannt werden kann, was er ist.

Gehen wir nicht durch eine intensive Persönlichkeitsentwicklung, dann überschätzen wir unseren materiellen Besitz gegenüber unserem spirituellen, unserer gut entwickelten Persönlichkeit, was unser Glück, unsere Heilung und unser ewiges Leben betrifft.

Dies ist das eigentliche Geheimnis des Steins der Weisen, warum er auch in Rätselform be- und umschrieben wird. Unser Leben ist in diesem Sinne ein Rätsel, was jeder nur für sich lösen kann, ein Mysterium. Das überlieferte Rätsel soll spätestens der Beginn unserer Suche sein, es soll zur Suche anregen.

Das materielle spielt in unserem Leben natürlich eine große Rolle. Steht es allerdings an vorderster Stelle, dann gerät unser Leben und unsere Gesellschaft aus der Balance.

Der Djet-Neheh-Dualismus verbindet innere und äußere Alchemie
Die Naturphilosophie des NaPhil-Yoga, auf Basis des ›Spannungsspiels des Lebens‹ und der ›fraktalen Quanten-Fluss-Theorie‹, basiert auf neu entdeckten dynamisch-strukturellen Prinzipien der Physik.

Diese dynamisch-strukturellen Prinzipien gehen davon aus, dass zwei sich ergänzende Bewegungsaspekte von Bestandteilen in Dingen bestimmen, ob sich die Dinge neu zusammenfügen, sie stabil sind oder sie zerfallen.

Bewegen sich die Bestandteile geradlinig zusammen, können sie neue Dinge formen.

Bewegen sich die Bestandteile im Kreis umeinander, sind die Dinge stabil.

Bewegen sich die Bestandteile geradlinig auseinander, zerfallen die Dinge.

Kombinationen dieser Bewegungsaspekte sind Transformationen der Dinge.

In der altägyptischen Mythologie gibt es zwei Zeitaspekte, die diesen Bewegungsaspekten, nach einem dynamisch-strukturellen Verständnis, entsprechen:

Djet-Zeit ist demnach geradlinige Bewegung.

Neheh-Zeit ist rotierende Bewegung.

Auf diesem dynamisch-strukturellen Prinzip basiert meine neue Physik und schließlich auch der Achtsamkeitsprozess als zentraler Regelprozess unseres Lebens.

Diese Bewegungsaspekte und ihre Kombinationen haben etwas prinzipielles mit ›löse und verbinde‹, mit ›solve et coagula‹, zu tun. Und dies gilt sowohl für die innere, spirituelle als auch für die äußere, materielle Alchemie.

Ähnliche Konzepte finden wir in den Trimurti(Verweis), den Göttern Brahma (Schöpfer), Vishnu (Erhalter) und Shiva (Zerstörer, Transformator).

Unsere Ahnen hatten von diesen Zusammenhängen also eine Ahnung. Hier geht es um Konzepte vom Schicksal unseres Lebens, unserer Gesellschaft und unserer Welt. Genau das, womit sich Religionen und Philosophien intensiv beschäftigen.

Heiliger Gral
In seine Mythologie des Verlusts kann der Verlust eines wesentlichen Pols unseres Lebens und unserer Gesellschaft hineininterpretiert werden

Notizen

• In der Hermetik ist das Androgyne der Ausgangspunkt der Schöpfung, dass sich später in die Geschlechter aufspaltet und so polarisiert.
Moderne Märchen
• Im Film ›Der Dunkle Kristall‹ geht es darum, etwas, dass zerbrochen wurde, symbolisiert durch den Kristall, dass fataler Weise getrennt wurde, hier das Gute und das Böse, wieder zusammenzubringen und dadurch die Welt zu heilen.
⋅ Bemerkenswerter Weise ist auch hier ein Inhalt, dass der Gelfling Jen glaubt der letzte seiner Art zu sein, ein männliches Wesen. Erst als er sein weibliches Gegenstück Kira findet, kommen die Dinge richtig in Bewegung, wieder in Balance, und die Welt kann gerettet werden – geheilt.
⋅ Auch hier geht es um die Suche nach Selbsterkenntnis und Welterkenntnis des Helden, nach Heilung des Schicksals und der Welt.
⋅ Die Heilung der Welt besteht darin, das Gute und das Böse wieder zu vereinigen, Normalität wieder herzustellen, zu erkennen, dass beides untrennbar zusammen gehört. Auch die Imbalance des Heiligen Grals kann so interpretiert werden, dass die Negierung – die Verdammnis – der Weiblichkeit und der Versuch ihrer Abspaltung ins Verderben der Welt führt und nur die Wiederherstellung der Balance die Welt retten kann.
⋅ Das Böse neigt dazu, nach absoluter Macht und ewigem Leben zu streben und dabei immer böser zu werden. Doch die führt zu einer Imbalance, die schließlich alles mit sich reißt.

Was mir auffällt, wenn ich über den Heiligen Gral lese ist, dass er einige Parallelen zum Stein der Weisen aufweist:

Die möglichen Wortstämme von „Gral“ sind zum Beispiel Gefäß, Mischgefäß, Schüssel, Mörser, mörserförmiges Trinkgefäß oder Stein.(Verweis) Es geht bei der Gralssuche um:

Das heilige Gefäß soll Glückseligkeit, ewige Jugend oder ewige Lebenskraft spenden.(Verweis)

Der Heilige Gral fordert zur heldenhaften Suche, zum Heldenmut, heraus.

Der Held geht auf seiner Suche durch eine Persönlichkeitsentwicklung.

Die Suche kann nur gelingen, wenn der Suchende rein und edel ist oder wird.

Es geht um Heilung.

Es geht darum, Demut zu erlangen.

All dies hat auffällige Ähnlichkeiten zum Stein der Weisen.

Ein großer Verlust
Einer der wesentlichen Unterschiede ist, dass in diesem Mythos etwas verloren gegangen ist. Das verlorene hat die Form eines Gefäßes, möglicherweise einer Schale.

Wofür steht das Verlorene? Wofür steht dieser Verlust?

Zum einen angeregt durch Dan Browns Roman ›The Da Vinci Code – Sakrileg‹ und zum anderen durch meine Beschäftigung mit der Hermetik und der Geschichte der Religionen gelangte ich zu einer eigenen spekulativen Interpretation, was hier wohl eigentlich gemeint sein könnte.

Das weibliche Element, der weibliche Pol ging verloren oder wurde negiert
Schauen wir in die Geschichte, so stellen wir fest, dass unter anderem die christliche Kirche offenbar dafür verantwortlich zeichnet, Weiblichkeit verurteilt zu haben, sie zu negieren und zu unterdrücken.

Meine These ist also:

Die Weiblichkeit ist das Verlorene.

Dieser Verlust steht für eine gesellschaftlich-religiöse Imbalance der Pole des Weiblichen und des Männlichen.

Es ist allerdings nicht einfach ein Verlust, sondern in weiten Teilen eine Negierung des Weiblichen und ihre Verbannung. Diese war und ist so nachhaltig, dass sie bis heute noch existiert oder nachwirkt.

Welche bedeutenden symbolischen Veränderungen können dafür in Frage kommen?

Eine Schlange verschwindet
Auffällig ist, dass das Symbol des Hermesstabs heute noch für Alchemie zu finden ist, in Symbolen für Apotheken; heute als Äskulapstab oder Asklepiosstab.

Der hier bedeutende Unterschied ist, dass dieser Stab nur noch eine Schlange trägt. Steht das Verschwinden der zweiten Schlange möglicherweise dafür, die polare Symbolisierung zweier Geschlechter auf eines, das männliche, zu reduzieren?

Und wo ist die zweite Schlange hin?

Das Weibliche wurde und wird vielleicht immer noch von der Kirche als das Sündige und Böse interpretiert. Wo dies ist, ist für die christliche Kirche wohl keine Frage. Es ist in der Hölle anzutreffen. Wahlweise als Teufel, Dämon oder feuerspeiender Drache.

Die Schlangen, oder eine der Schlangen, wurden in unserer Historie immer wieder auch als Feuerdrachen identifiziert und symbolisiert. Es gab die Naturbeobachtung, dass Drachen oder Feuerdrachen gerne in den tiefen von Bergen und Erdspalten wohnen, in Vulkanen, in ihren Drachenhorten.

Das Weibliche, Schwache wurde allzuoft mit dem Bösen, Sündigen identifiziert und ist demnach in der Hölle anzutreffen.

Auf diese Weise ergibt sich also für den Fall der verschwundenen Schlange ein einigermaßen plausibles Bild.

Das Hexagramm
Abbildung 2 New window: Das Hexagramm ist ein uraltes Symbol, dass im hinduistischen Tantra dafür steht, dass Gott alles umfasst, auch das Männliche und das Weibliche. Insofern ist es ein Symbol der Balance der Pole der Welt oder des Universums.

Ein Kelch verschwindet
Eine weitere bedeutende symbolische Veränderung betrifft die Veränderung des Hexagramms als Zeichen der Alchemie (siehe ). Vermutlich noch viel älter ist dieses Symbol als Shiva-Shakti des hinduistischen Tantra.

Die beiden Dreiecke stehen hier für das Männliche (Spitze aufwärts, Phallus) und das Weibliche (Spitze abwärts, Kelch oder Vagina). Die Veränderung dieses göttlichen Zeichens hat im Christentum ebenfalls das weibliche Element verloren. (Von der Bedeutung dieses Symbols für das Judentum, für das es heute als Davidstern steht, möchte ich hier absehen, weil diese Zuordnung weltgeschichtlich jüngeren Datums zu sein scheint, wohl um das Jahr 1490.(Verweis))

Nur das männliche Dreieck mit der Spitze nach oben, das für die göttliche Trinität steht und auch das ›Auge der Vorsehung‹(Verweis) umgibt, blieb übrig. Der weibliche Kelch verschwand. Seine Spitze zeigte nach unten und dahin ging der Kelch oder das Gefäß dann scheinbar auch, in die Erde, in die Hölle, während der aufgerichtete Phallus sich in den Himmel erhöhte.

Dies mag alles reiner Zufall sein, jedoch erscheint auch dieses Bild in sich plausibel.

Sehr spekulativ sind meine Gedanken dazu, was es mit der blutenden Lanze aus der Sage vom Heiligen Gral auf sich haben könnte, wenn die vorstehenden spekulativen Eindrücke Wahrheitsgehalt haben sollten: Haben die Männer, für die die Lanze als Phallus-Symbol stehen könnte, an den Frauen eine Blutsünde begangen?

Auch wenn nicht all meine Gedanken stimmen sollten oder historisch nicht belegbar sind, so passt meine Interpretation zu den Geschehnissen doch zumindestens im Prinzip.

Große Tragweite der Abwertung und Verbannung des Weiblichen und vermeindlich Schwachen

Notizen

• Weiblich wurde vermutlich als mit dem Schlaf verbunden assoziiert, damit ruhig zu sein.
⋅ Ruhig sein wurde möglicherweise als sie hat die Schnauze zu halten interpretiert.

Es war und ist nicht nur eine Abwertung, Negierung und „Verbannung“ oder besser Diskriminierung von Menschen biologisch weiblichen Geschlechts. Es war und ist eine Abwertung, Negierung und Verbannung oder Diskriminierung von allem, was als weiblich oder schwach empfunden wurde und wird.

Mit der letzten Feststellung geht es nicht „nur“ um die Wertschätzung der unterschiedlichen Geschlechter und die Augenhöhe des Dialogs zwischen den Geschlechtern. Es geht auch um die Daseinsberechtigung und Wertschätzung unserer inneren Pole als auch um unseren sehr wichtigen inneren Dialog zwischen ihnen.

Zukunftsperspektive — Perspektivwechsel
Wir werden aus meiner Perspektive nur persönliche und gesellschaftliche Gesundheit und nur Glück erlangen, wenn wir diese Pole würdigen und sie in einen ausgleichenden Dialog bringen, der all ihre Bedürfnisse und Sorgen berücksichtigt und würdigt; ihnen durch Raum für Gefühle und Handlung Luft gibt und Entwicklungen ermöglicht.

Genau an dieser Stelle setzen Machtstrukturen seit Jahrhunderten und Jahrtausenden an:

Und dafür sind die Pole Männlich und Weiblich ein sehr wesentliches, aber nur eines der Beispiele. Mächtige Spieler spalten uns Menschen innerlich und verleiten uns dazu, Pole in uns selber, wie das Weibliche oder das Schwache, abzulehnen und zu unterdrücken. Dadurch verwickeln wir uns in einen endlosen Zirkel innerer Konflikte mit dem Ergebnis der chronischen Selbstbeschäftigung.

Dies lenkt unseren Fokus weg von den Mächtigen. Und es gibt ihnen mannigfaltige Möglichkeiten an die Hand, über Institutionen und Medien in das für uns in diesem Zustand schwer zu verstehende und sinnvoll zu lenkende Gewirr über diese Pole einzugreifen.

Sehr ähnliches geschieht in und mit unserer Gesellschaft. Das Prinzip:

Spalte und Herrsche.
Besser bekannt als: »Teile und Herrsche.«(Verweis))

Wir erleben es heute als ganz besonders intensiv, finde ich, aber es ist uralt. Gesellschaftliche Pole, die genutzt werden zur Befeuerung von Konflikten, nach belieben oft auch umgekehrt, sind:

Männer im Konflikt mit Frauen

jung im Konflikt mit alt

gesund im Konflikt mit krank

wohlhabend im Konflikt mit arm

mächtig im Konflikt mit hilfsbedürftig

politisch links im Konflikt mit politisch rechts

Bürger im Konflikt mit Politikern

Bürger im Konflikt mit Medien

Religionen im Konflikt mit anderen Religionen

Wissenschaft im Konflikt mit Religionen

Wissenschaft im Konflikt mit anderer Wissenschaft

gut im Konflikt mit böse (variabel definierbar und der Klassiker)

Und so weiter, to be continued …

Die Nutzung dieser Macht über die Pole führt uns in Situationen, wo wir hinterher nicht mehr wissen, wie wir in sie hineingeraten sind, weil der Konflikt solcher Pole unsere Gefühle und unser Handeln stark manipulierbar macht. So führt dieses Prinzip uns auch in Kriege; innere wie äußere.

Unsere Herausforderung — innerer und äußerer Frieden
Konflikte zu haben ist nun keine Kunst, wir können immer ein Haar in der Suppe finden. Konflikte schüren, besonders so, dass die Betroffenen dies nicht bemerken oder den Ursprung nicht erkennen, kann sicher als Kunstform verstanden werden. Zur Erlangung eines eigenen glücklichen und zufriedenen Lebens führt dies nach verbreiteter Meinung aber nicht, geschweige denn für andere Menschen.

Unsere Herausforderung ist, Konflikte beizulegen, frieden zu stiften:

» Frieden ist ein Nebenprodukt
unserer Bereitschaft zum Ausgleich. «
 ~aus dem Zen?(Verweis)

Das ist eine Kunst, die wir lernen können.

Oder etwas anders gesagt:

» Frieden kannst du nur haben,
wenn du ihn gibst. «
 ~Marie von Ebner-Eschenbach(Verweis)

Dieses scheinbare Paradox lässt sich mit dem Ausgangspunkt in uns selber lösen:

Nur wer in sich selber Frieden findet,
kann Frieden auch anderen Menschen geben.

Im Umkehrschluss kommt Unfrieden durch unzufriedene Menschen. Unzufriedenheit wiederum kann im Inneren unseres Selbst liegen, aber auch im Äußeren, zum Beispiel verursacht durch andere Menschen. Unzufriedenheit im Inneren unseres Selbst, kann von außen durch Traumata und ähnliches ausgelöst werden. So landen wir oft doch wieder im Außen und damit in der Bereitschaft zum Verständnis anderer Menschen und zum Ausgleich mit ihnen

Damit sehen wir, dass es individuelle und gesellschaftlich eine Rückkopplung von innen und außen gibt. Haben wir das bei der Lösung der Friedensfrage nicht im Blick, landen wir schnell in falschen Schlüssen.

Frieden beinhaltet eine Rückkopplung zwischen unserem Innen und Außen.
Zeigen wir in Friedensfragen auf andere Menschen, zeigt deshalb unser eigener Finger immer auch auf uns selber zurück.
Frieden kann so nur in einem dauerhaften Prozess stabilisiert werden.
Der Mensch, auf den wir zeigen, kann ihn uns alleine, ohne unsere eigene, innere Hilfe, deshalb nicht geben.

Diese Friedensprinzipien sind in meinen Augen also missverstanden, wenn wir glauben, Konflikte sollten nie im anständigen Rahmen ausgetragen werden. Nur auf diese Weise können wir manchmal zum Verständnis der Situation des anderen Menschen oder von uns selber und damit zur Ausgleichsmöglichkeit und -bereitschaft kommen.

Für die Nachhaltigkeit ist es entscheidend, uns klug und gütig mit den Ursachen des Anstiftens von Konflikten zu beschäftigen, mit den Menschen, die hinter Anstiftungen stecken. Auch die Anstifter sind eben Menschen und haben menschliche Schicksale, was nicht bedeutet, ihr Verhalten zu tollerieren und sie gewähren zu lassen.

Brüche erzeugen Kräfte – Pole und Kräfte in der Naturphilosophie

Notizen

• Auf das prozesshafte der Naturphilosophie und ihrer Stabilisierung der Pole eingehen.
⋅ Ohne Pole keine Existenz und ohne Prozess keine stabilisierten Pole …

In der Naturphilosophie entstehen Pole, wenn Harmonie oder Symmetrie gebrochen wird:

Dies gilt sowohl in der Psychologie oder Spiritualität wie auch in der Physik. Das ist auch ein naturphilosophisches Prinzip, welches sowohl für unser Inneres und unser Äußeres gilt.

Solche Kräfte, die durch Brüche erzeugt werden, äußern sich zum Beispiel in persönlichen Traumata, die zu unseren inneren Konflikten führen, und in gesellschaftlichen Konflikten. Ihre Pole sind die Gegensätze dieser unserer Zerrissenheit.

Die Kräfte und Pole lassen sich also durch Brüche, wie Traumata, erzeugen und instrumentalisieren. Sie sind aber auch für jedes Leben völlig normal, sie erzeugen erst seine und damit unsere Existenz. Jeder muss lernen, mit ihnen umzugehen, sie zu schätzen wissen. Erst sie machen unser Leben bunt und kreativ.

Es geht in unserem Leben, in unserer Persönlichkeitsentwicklung, im Achtsamkeitsprozess darum, zu lernen mit ihnen umzugehen, eine kluge Harmonie (fast) wieder herzustellen.

Phönix aus der Asche

Notizen

• Den Phönix aus der Asche finden wir im Leben des Horus wieder. Das Ei des Phönix ist das Ei der Metamorphose. Nach dem das Leben gelebt ist kommen wir idealer Weise im Dritten Auge an, der Sonne, die uns verbrennt und das neue Ei gebiert. So wird der Phönix wieder geboren. Der Phönix wird hier im Gott Benu versinnbildlicht, wobei sein Feuer im Sonnenuntergang, sein feuriger Untergang als Falke, und in der Glut der Morgenröte, seiner Auferstehung als Reiher aus Aschenglut, zu finden ist.
• Der Phönix findet sich auch im Garuda der indischen Mythologie des Hinduismus: Garuda ist das halb mensch-, halb adlergestaltige Reittier des Vishnu, des Gottes der Erhaltung. Garuda kann damit als Symbol für den Zirkel der Wiedergeburt, der Erneuerung, verstanden werden. Dies drückt den Neheh-Aspekt des Lebens in einem Lebewesen und zwischen den Generationen aus.
Moderne Märchen
• In der ›Die Unendlichen Geschichte‹ geht es auch um einer Heldenreise, eine Suche, nach Selbsterkenntnis.
⋅ Hier steht das Selbstvertrauen, das Vertrauen in die Selbstwirksamkeit, und die Prüfung des Glaubens an die Wirksamkeit der eigenen Fantasie des Lesers im Zentrum. Hier ist die Wirksamkeit unserer eigenen Fantasie auf unsere eigene Realität gemeint, die allzuoft verkannt, vergessen oder gar verleugnet wird.
⋅ Mit dem ›Phönix aus der Asche‹ verbindet dieses Märchen, dass selbst dann, nachdem die eigene Fantasiewelt vollends zerstört und unwiederbringlich verloren scheint, nicht vergessen werden sollte, dass, solange wir selber noch leben, immer ein Saatkorn vorhanden ist, sie wieder aus ihrer vermeintlichen Asche entstehen zu lassen. Wir bleiben immer Kinder, die von ihrer Fantasie leben. Wir sind erst Tod, wenn dieses Saatkorn, dieser letzte Funke der Hoffnung, diese letzte Möglichkeit unsere Perspektive noch zu erweitern, in uns erlischt. Unser Glaube an diese Möglichkeit ist ein wesentlicher Teil unseres Lebenselixiers.

Der ›Phönix aus der Asche‹ steht für die Neuentstehung, die Geburt, durch Vergänglichkeit, Zerstörung und Tod. In milderer Form steht er für die Verwandlung, die Transformation, aber auch für die Metamorphose.

Der Prozess des Phönix hat eine starke Verbindung zum ›löse und verbinde‹, ›solve et coagula‹, der Alchemie. Hier ist der Entwicklungsprozess, die Verwandlung, aber nicht auf ein einziges Leben begrenzt, sondern wird auch Generationsübergreifend und gesellschaftlich betrachtet. Aber natürlich können wir auch in unserem Leben wie der Phönix aus der Asche neu entstehen. XXX XXX XXX

Metamorphose in der Persönlichkeitsentwicklung
Wenn wir aus einer „Niederlage“ wieder auf(er)stehen, dann erscheinen wir wie Phönix aus der Asche. Gewandelt und gestärkt haben wir dazugelernt, wie neu geboren.

Es gibt den ›Phönix aus der Asche‹ also auch in der Persönlichkeitsentwicklung, innerhalb eines Lebens. Hier als me­ta­mor­phische Verwandlung vom Ei bis zum ausgewachsenen Vogel. Also geht es um die Prüfungen, die das Leben uns stellt, und ob wir diese bestehen (überleben), bis zur Fortpflanzung.

Leben des Horus mit Hermesstab
Abbildung 3 New window: Abbild des Lebens, das sehr ähnlich in altägyptischen Darstellungen zu finden ist. Es entsteht unten im Ei der Metamorphose, dem aschefarbenen Dreiviertel-Mond, und entwickelt sich über den Aufstieg der Kundalini-Schlangen aus der Wurzel, dem mütterlichen Schoß, ins Licht der väterlichen Sonne, der Klugheit oder Weisheit, wo es verbrennt und wieder zur Asche wird. So gesehen stellt dieses Bild erstaunlich authentisch den Kreislauf des ›Phönix aus der Asche‹ dar.

Metamorphose zwischen Generationen
Die me­ta­mor­phische Verwandlung vom ausgewachsenen Vogel zum Ei hat beim Phönix offensichtlicher etwas mit ›löse und verbinde‹, ›solve et coagula‹, der Alchemie zu tun. Die Veraschung des erwachsenen Phönix entspricht dem Vorgang der Kalzination(Verweis) der Alchemie (siehe ).(Verweis)

Hier geht es um unsere Reinigung im Sinne von Läuterung und Reinheit – reinen Herzens sein oder werden –, ähnlich, wie im Fegefeuer. Es geht um das Mysterium der Fortpflanzung, um unser Vertrauen in dieses, um die Prüfung unseres Vertrauens, dass es weiter geht, die Saat aufgeht. Dies ist eine Prüfung unseres Glaubens. Den glauben wir nicht an dieses Mysterium, dass unsere Fortpflanzung gelingt, dann sind wir schon verloren.

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Mysterium der Ewigkeit über Generationen
Die Auferstehung aus der Asche des Phönix steht für die Ewigkeit der Existenz des Lebens und der Welt. XXX XXX XXX XXX XXX XXX

Symbol der Asche
Asche steht für Vergänglichkeit, Reinigung und Fruchtbarkeit. Weiter steht sie auch für Trauer, Buße oder Reue, und in diesem Sinne steht sie auch für die Anerkennung von Schuld, für Demut und Umkehr, wie in der Redewendung: »Asche auf mein Haupt.«

Reue, Anerkennung von Schuld, Demut und Umkehr weisen auf einen Lernprozess und eine Persönlichkeitsentwicklung hin. Es muss sich etwas ganz grundlegendes verändern. XXX XXX

Grundsätzliche Erneuerung und Auferstehung
Dieser Lernprozess und diese Persönlichkeitsentwicklung machen eine Erneuerung und deren Auferstehung erst möglich. XXX XXX XXX XXX XXX XXX

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Pflanzenwelt
Es gibt etliche Pflanzen, deren Samen Feuer brauchen, damit sie aus der Asche keimen können. XXX XXX XXX XXX XXX XXX

Naturphilosophie

Notizen

• Eine Verbindung zur Naturphilosophie besteht in der Erkenntnis, dass der Samen, der Keim, des Lebens in der Grundstruktur der Natur angelegt ist.
• Eine Verbindung zur Physik der fraktalen Quanten-Fluss-Theorie besteht auch in deren Einsicht, dass, aufgrund ihrer Fraktalität, mit der Entstehung jedes Schwarzen Lochs auch ein Kosmos, eine ganz neue Welt, in diesem entsteht.

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In Arbeit … XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX


Fußnoten

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1. (Primärliteratur einfügen!)
Internet:
Vgl. Wikipedia, Stein der Weisen.
2. (Primärliteratur einfügen!)
Internet:
Vgl. Wikipedia, Hermes Trismegistos.
3. (Primärliteratur einfügen!)
Internet:
Wikipedia, Stein der Weisen, Legende.
4. (Primärliteratur einfügen!)
Internet:
Vgl. Wikipedia, Hermesstab.
5. Vgl. Wikipedia, Hermetik, Die religiös-philosophischen Lehren, Der Poimandres.
6. (Primärliteratur einfügen!)
Internet:
Vgl. Wikipedia, Hermetik.
7. (Primärliteratur einfügen!)
Internet:
Vgl. Wikipedia, Äskulapstab.
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Stand 03. Oktober 2020, 20:00 CET.


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