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Gesichtshälften, Gesichtsausdruck und Gesichtsspiegelung

Erkenne deine beiden Gesichter, den Zustand und die Balance deiner Achtsamkeit


Deine Gesichtshälften spiegeln in ihrem Ausdruck den Gefühls-Pol und den Denk-/Handlungs-Pol deines Achtsamkeitsprozesses wider, die Spezialisierung deiner Gehirnhälften – die Lateralisation deines Gehirns


Notizen

(• Begriff verwenden(?): "doppelrechte" bzw. "doppellinke" split-half-Gesichter)
(• Auch das Erkennen der Augenstellung machen wir unserem Gegenüber leicht. Vermutlich dient dies der Bildung von Vertrauen durch die Transparentmachung dessen, was in uns vor geht. Dies ist also evolutionär tief verankert, so wie mit ziemlicher Sicherheit die Sichtbarmachung unserer Gefühle durch die Spannung unserer Gesichtsfaszien und Gesichtsmuskulatur, die mit unseren psychischen Spannungen gekoppelt sind.)
(• Ist die Stimmung Ausdruck eines guten oder schlechten Gefühls, die Resonanz mit sich selber, mit einem Gedanken und mit anderen Menschen? Bei guter Stimmung geht es nicht nur um Entspannung, sondern um Umspannung. Das ist sehr interessant in Bezug auf die Stimmungsspannung.)
(Literatur:)
(• Gesichtsausdruck und seine Wahrnehmung.)
(• Buch: Gesichter Fotografieren - 3. Kapitel Die unterschiedlichen Gesichtshälften. Meine Info Quelle, siehe Ort des Ordners gleichen Namens.)

Die Muskel- und Faszienspannung deines Gesichts ist diagonal mit deinen Gehirnhälften verbunden, dem rechten und linken Pol deines Gehirns, der eher fühlenden und der eher denkenden/handelnden (rationalen) Seite.

Was macht die Gesichtsspiegelung sichtbar?

Der Vergleich unserer beiden Gesichtshälften – am deutlichsten beim Vergleich unseres doppelrechten und doppellinken Gesichts (siehe und ) – kann uns sichtbar machen, wie gut der Gefühls-Pol und der Denk-/Handlungs-Pol unseres Achtsamkeitsprozesses funktioniert. Wir können möglicherweise erkennen, wie gut beide Pole unserer Achtsamkeit in Balance sind.

Toms doppellinkes Gesicht
Abbildung 1: Toms doppellinkes Gesicht
Toms doppelrechtes Gesicht
Abbildung 2: Toms doppelrechtes Gesicht

Was genau wird durch den Vergleich der gespiegelten Gesichtshälften sichtbar?

Diese Frage kann aus verschiedenen Perspektiven beantwortet werden.

Weil in meinen Augen der Achtsamkeitsprozess der zentrale Regelprozess unseres Lebens ist, halte ich die Beantwortung dieser Frage aus seiner Perspektive für am wichtigsten.

Unser Achtsamkeitsprozess spiegelt sich tatsächlich in unseren Gesichtshälften wider!

Was ist der Achtsamkeitsprozess und wie kommt das?

Der zentrale Regelprozess unseres Lebens wird vordergründig durch unser Bewusstsein gesteuert (siehe ), hat aber letztendlich auch viele unbewusste Komponenten im Hintergrund. Er verbindet unsere Lebenssituation mit unseren Gefühlen zu dieser. Diese Gefühle können in Antrieben münden, die schließlich zu Handlungen führen können, zu denen auch das Denken zählt. Aus unseren Handlungen resultiert unsere neue Lebenssituation und der Kreislauf unseres Achtsamkeitsprozesses beginnt erneut.

Unser Achtsamkeitsprozess regelt letztlich sogar unsere Evolution und unser Überleben.

Bewusstsein, Wissen und Können im Achtsamkeitsprozess
Abbildung 3 New window: Der Übergang zwischen den Etappen des Achtsamkeitsprozesses ist in starker, gegenseitiger Wechselwirkung mit unserem Bewusstsein, Wissen und Können. Der Lernprozess unseres Könnens ergibt sich dabei durch den Vergleich der Etappen eines Zirkels mit denen vorheriger Zirkel.
Der Achtsamkeitsprozess
Abbildung 4 New window: Als zentraler Regelprozess unseres Lebens organisiert er unsere Balance aus Stabilität und Fortentwicklung.

Unser Achtsamkeitsprozess bekommt die Form einer Helixspirale, wenn wir unser körperliches und seelisches Erblühen oder Gedeihen mit einbeziehen – unseren Lernprozess und unsere Persöhnlichkeitsentwicklung, unsere Reife und unsere Erfüllung (siehe ).

Wieso spiegelt sich der zentrale Regelprozess unseres Lebens in unserem Gesicht wider?

Unsere Gehirnhälften sind jeweils auf einen wichtigen Aspekt unseres Achtsamkeitsprozesses spezialisiert, auf unsere Gefühle sowie auf unser Denken und Handeln. Dies nennen wir die Lateralisation unseres Gehirns.(Verweis)

Dass die Spezialisierung unserer Gehirnhälften mit zwei wichtigen Aspekten unseres zentralen Regelprozesses weitgehend übereinstimmt, ist sicherlich kein Zufall.

Unser Achtsamkeitsprozess schwingt zwischen seinen beiden Polen Gefühl und Denken/Handeln hin und her. Und dies drückt sich in der Funktion unseres Gehirns aus.

Wie kommt es, dass sich in unseren Gesichtshälften die speziellen Eigenschaften unserer Gehirnhälften zeigen?

In unseren Gesichtshälften werden die speziellen Eigenschaften unserer Gehirnhälften sichtbar, weil unsere Gehirnhälften diagonal – über kreuz – unsere Körperhälften durch die von ihnen ausgehenden Nervenbahnen steuern, jedenfalls bis auf ganz wenige Ausnahmen. Und die Nervenbahnen steuern nicht nur unsere Muskulatur, den kurzfristigen Ausdruck unseres Gesichts, sondern auch die Spannung unserer Faszien, die den langfristigen Ausdruck unseres Gesichts prägen.

Unsere Geschichte, unsere Erfahrungen und wie wir diese verarbeitet haben, werden in unserem langfristigen Gesichtsausdruck sichtbar. Auf diese Bedeutung komme ich noch zurück.

Dass unser Achtsamkeitsprozess in unseren Gesichtshälften auf diese Weise sichtbar wird, ist eine ganz besondere Erkenntnis!

Was konkret können wir beim Vergleich unserer Gesichtshälften möglicherweise erkennen?

Wir können möglicherweise erkennen, welche unserer Gesichtshälften – und damit auch die entsprechende Gehirnhälfte – mehr auf unsere Gefühle und welche mehr auf unser Denken und Handeln spezialisiert ist. Das ist nicht bei allen Menschen gleich, obwohl die Menschheit diesbezügliche Präferenzen hat.

Häufig stimmt die Denk-/Handlungsseite unseres Gesichts oder Körpers mit unserer Händigkeit überein, was eine gewisse innere Logik aufweist. Aber auch hier gibt es keine ganz festen Regeln, schon auch deshalb, weil manche Linkshänder zu Rechtshändern umerzogen wurden.

Welche Gesichtshälfte eher fühlend und welche eher handelnd ist, drückt sich tendenziell in Pärchen von Attributen ihres Aussehens aus

emotionaler – denkender, berechnender, kontrollierender

warmherziger, gütiger – strenger

privater – publiker, repräsentativer

Dies sind drei der Attribut-Pärchen, von denen das erste hier nahe liegt und das Paar privater oder publiker mir durch die Künstlerin , auf deren Werk ich noch zurückkomme, bekannt geworden ist.

Fallen euch noch andere Attribut-Pärchen auf? Dann schreibt mir gerne.

Weitere polare Persönlichkeitseigenschaften

Mehr Attribut-Pärchen, die auch interessant sind, aber nicht unbedingt so nach Gefühl und Handlung verteilt sein müssen, wie wir es oft erwarten, warum auch immer, sind:

weicher – härter

männlicher – weiblicher

muskulöser – schmächtiger

breiter – schmaler (mit Vorsicht anzuwenden, weil auch sehr von der Bildperspektive abhängig)

Ha (Sonne) – Tha (Mond) (nach dem oder )

Vorstehende Attribut-Pärchen kitzeln weitere Facetten unserer auf unsere Körperhälften bezogenen, polaren Persönlichkeitseigenschaften heraus. Diese müssen nicht übertrieben gedeutet, sondern können als interessant betrachtet werden.

Fallen euch noch weitere Attribut-Pärchen in dieser Richtung auf? Dann schickt mir diese gerne zu.

Du wirst vielleicht Dinge entdecken, die dich überraschen, bei dir oder bei anderen.

Nimm was du siehst erst einmal so an, wie du es siehst, ohne zu erschrecken, dich zu ärgern oder gar vorschnell zu urteilen. Lass es auf dich wirken, dich von diesen Facetten unseres, deines Selbst faszinieren und inspirieren und gewöhne dich an sie. Mache einfach eine achtsame Bestandsaufnahme.

Erkläre dies auch anderen, von denen du eine Gesichtsspiegelung machst.

Wir können möglicherweise sehen, wie gut unser Gefühls-Pol und unser Denk-/Handlungs-Pol funktionieren und wie gut ausbalanciert beide sind

Der Zustand unseres Gefühls-Pols und unseres Denk-/Handlungs-Pols sowie deren Balance können durch folgende Attribut-Pärchen verglichen werden:

munterer – müder

fröhlicher – trauriger

aktiver – letargischer

belebter – verkümmerter

positiver – negativer

ausdrucksstärker – ausdrucksschwächer

friedfertiger, sanftmütiger – aggressiver

offenherziger – misstrauischer

sympathischer – unsympathischer

Auch hier gilt:

Spiele damit herum.

Fälle keine vorschnellen Urteile, sondern lass dich von diesen Facetten unseres, deines Selbst faszinieren und inspirieren. Nehme dich und andere in jedem Fall erst einmal so an wie du bist, wie sie sind!

Nutze diese neue Betrachtung der Facetten deines Gesichtsausdrucks, wenn du magst, um dir Intuitionen kommen zu lassen, was du vielleicht an deinem Leben ändern, wie du dich fortentwickeln und ein erfülltes, gedeihliches Leben führen kannst. Deine Fähigkeit, positive Veränderungen und Entwicklungen für dich zu bewirken, steckt von Natur aus in dir. Auch dir einen Rat zu holen, gehört zu deinen Fähigkeiten dazu.

Dein Achtsamkeitsprozess regelt auch deine Balance zwischen deiner Stabilität und deiner Fortentwicklung. Denn beides ist für dein Leben, dein Wohlbefinden – deine Reife und Erfüllung – wichtig.

Dein Gefühl wird dich leiten, dein Leben zu verbessern. Dafür ist es da. Dein Gefühl wird es dir danken, wenn du auf es hörst und dich um dich und auch um andere kümmerst.

Wenn du von anderen oder für andere Menschen eine Gesichtsspiegelung machst …

Solltest du andere mit ihrer Gesichtsspiegelung und dem Vergleich ihrer Gesichtshälften konfrontieren, dann beachte bitte auch folgendes:

Erkläre ihnen, was ich dir gerade über den Vergleich von doppelrechtem und doppellinkem Gesicht erklärt habe. Mache besonders darauf aufmerksam, dass vorschnelle Urteile oder gar Vorurteile völlig fehl am Platz sind!

Wir müssen uns eventuell an die neuen Eindrücke, die dieser Vergleich in uns hinterlässt, gewöhnen. Es sind nur Facetten unseres Selbst, die wir bisher nicht so intensiv wahrgenommen haben!

Bitte beachte dabei immer die Persönlichkeitsrechte deiner Mitmenschen!

Wiederhole die Gesichtsspiegelung in Zeitabständen öfters …

Ein Bild deines Gesichts, oder des Gesichts eines Verwandten, Freundes oder Kollegen, ist in vielerlei Hinsicht eine Momentaufnahme. Die Qualität und Eignung eines Bildes für die Gesichtsspiegelung hängt unter anderem davon ab, wie gleichmäßig es ausgeleuchtet ist, wie frontal es in die Kamera guckt und wie die Frisur gestylt ist. Selbst der Hintergrund kann eine Rolle spielen.

Und natürlich kann deine, ihre Stimmung ganz unterschiedlich sein. Ganz schlechte Tage sind eher weniger zu empfehlen … ;-)

Ich empfehle dir also immer wieder mal eine Gesichtsspiegelung von dir und den anderen zu machen. Du bekommst so am besten ein Gefühl dafür, wie das funktioniert und wie es möglicherweise zu deuten ist. Und du, ihr bekommt so einen Querschnitt von Eindrücken des Gesichtsausdrucks deines, eures Selbst.

Und vielleicht siehst du, ihr sogar eine Entwicklung … ;-)

Ich habe eine App entwickelt, die mit einfachen Handgriffen die Gesichtsspiegelung ermöglicht

Es gibt verschiedene Apps, mit denen du Gesichtsbilder spiegeln kannst. Schau einfach im Internet nach.

Die von mir entwickelte für iPad und iPhone kannst du im Apple AppStore erwerben. Damit unterstützt du mit einem kleinen Betrag mein Projekt, wofür ich dir sehr dankbar bin.

In meiner App kannst du mit recht wenigen Handgriffen eine Gesichtsspiegelung erstellen und das doppelrechte und doppellinke Gesicht vergleichen. Du kannst die erstellten Bilder einfach mit deinen Freunden oder anderen Menschen teilen.

Notiz: Alter Text

Unser Achtsamkeitsprozess spiegelt sich in unserem Gesicht

Der Achtsamkeitsprozess ist im ›Spannungsspiel des Lebens‹ der zentrale Regelprozess jedes Lebewesens, sein Elementarprozess. Ein Zirkel aus unserer Lebenssituation, unserem Gefühl dazu, unseren Antrieben durch diese, unseren Handlungen aufgrund dieser, mündet schließlich wieder in einer neuen Lebenssituation.

Dieser Zirkel ist mit unserem Lernprozess verbunden: Wir lernen leben! Das heißt, wir lernen, wie unsere Lebenssituation, unsere Gefühle, unsere Antriebe und unsere Handlungen miteinander verknüpft sind. Wir lernen uns selber in unserer Umwelt besser kennen. Unsere tendenzielle Neigung hin zu besseren Gefühlen erweitert den Zirkel zu einer Helixspirale, die für unsere Persönlichkeitsentwicklung steht.

Unser Achtsamkeitsprozess ist demnach der Regelprozess unserer Psyche, der alle anderen Regelprozesse unserer Biologie regelt und koordiniert. Er organisiert unser Leben, unser Überleben, und ist daher so zentral, dass er sich sogar in unseren Gesichtshälften widerspiegelt. Denn eine bevorzugte Zuständigkeit für unsere Gefühle und unsere Handlungen, um den Zirkel etwas zu vereinfachen, ist in unseren Gehirnhälften wiederzufinden, im linken und rechten Pol unseres Gehirns, von denen jeder die gegenüberliegende Hälfte unseres Gesichts und unseres Körpers steuert.

Unsere Gehirnhälften sind Spezialisten

Wir haben zwei unterschiedliche Körperhälften. Nichts in unserem Körper ist absolut symmetrisch!

Auch unsere Gehirnhälften haben sich offenbar spezialisiert und bilden so zwei Pole: Eine Gehirnhälfte ist mehr auf unsere Gefühle spezialisiert, unsere emotionale Seite, und die andere mehr auf unsere Handlungen, unsere rationale Seite. Das sich der Achtsamkeitsprozess in unseren Gehirn- und Körperhälften zeigt, ist ein Hinweis auf die Realität seiner Existenz.

Die Faszien- und Muskelspannungen unseres Körpers und besonders in unserem Gesicht, bringen damit, meiner Meinung nach, ein Stück weit zum Ausdruck, in welchem Zustand sich der Gefühls- und Handlungsanteil unseres Achtsamkeitsprozesses befindet.

Die Differenz unserer Gesichtshälften – die Balance unserer Achtsamkeit

Der Unterschied, die Differenz, unserer Gesichtshälften zeigt im Besonderen, wie ausbalanciert unser Achtsamkeitsprozess in Bezug auf unsere Gefühle und Handlungen ist.

Demnach verraten unsere Gesichtshälften viel interessantes über unsere innere Verfassung, unseren Lebens- und Gemütszustand. Es werden Informationen über unsere längerfristige und unsere kurzfristige, aktuelle Verfassung mitgeteilt:

Die längerfristige Grundspannung unserer Faszien sagt etwas über unser allgemeines Wohlbefinden aus. Diese Grundspannung ist in unser Gesicht „eingraviert“.

Während die kurzfristige Muskelspannung etwas über unsere Gefühle im Hier und Jetzt verrät, über unsere aktuelle Stimmung.

Nehmen wir den Zirkel zwischen Gefühl und Handlung wortwörtlich, dann dürften unsere Gehirnhälften sich den „Ball“ ihrer Aktivität wellenförmig hin und her spielen. Unsere Gehirnhälften stehen im Rahmen ihrer Aktivität so in einer gewissen Konkurrenz zueinander. Je nach unserer psychischen und körperlichen Verfassung ist einer der beiden Aspekte des Zirkels, und damit die dazu gehörige Gehirn und Körperhälfte, in einem „besseren“ oder „weniger guten“ Zustand, als die andere Hälfte oder Seite.

Diese Balance oder Imbalance erscheint als Aspekt im Unterschied zwischen unseren Gesichtshälften. Der Unterschied zwischen unseren Gesichtshälften hat auf diese Weise verschiedene Anteile:

Die Aufgabe unserer Gehirnhälften ist vom Akzent her verschieden nach Gefühl und Handlung ausgerichtet.

Der Zustand oder die Verfassung der Gehirnhälften kann sich unterscheiden, zum Beispiel, weil wir mehr mit unserem Verstand unterwegs sind, als in unseren Gefühlen oder umgekehrt.

Die Unterschiede, die Differenzen, können besonders gut durch eine Gesichtsspiegelung herausgearbeitet werden, weil unsere bewusste Wahrnehmung sie interessanterweise tendenziell verschleiert. Bei der Gesichtsspiegelung kann die helfen, denn mit ihr können wir diese mit wenigen Handgriffen ausführen.

So können unseren Gesichtshälften etliche polarisierte Eigenschaften – Attribut-Paare – zugeordnet werden, wie zum Beispiel ›emotionaler‹ oder ›berechnender‹ sowie auch ›munterer‹ oder ›müder‹, die versuchen, die sichtbaren Differenzen zum Ausdruck zu bringen. Mehr Details dazu im Kapitel .

Über diese Attribut-Paare können wir allerdings nur eine Idee, eine Intuition, dazu bekommen, was los ist oder vielleicht auch, was getan werden kann, um mehr Balance herzustellen, falls gewünscht.

Die soziale Komponente
– wir verraten sehr viel darüber, wie es uns geht

Warum verraten wir unseren Mitmenschen so erstaunlich viel darüber, wie es uns geht? Die Evolution sorgt offenbar dafür, dass wir Menschen einen tiefen Einblick in die Stimmung und Psyche unseres Gegenübers erhalten. Unser Gegenüber verrät uns dies alles über seine Körperhaltung, seinen Gesichtsausdruck und seine Stimme. Und wir verraten ihm dies umgekehrt auch.

Wir können daraus schließen, dass wir Menschen überaus soziale Wesen sind. Unser Zusammenleben, unsere Gesellschaft, ist von diesem Informationsaustausch offenbar extrem bestimmt und abhängig. Wir verraten über die unterschiedlichen Kommunikationsebenen viel darüber, ob wir einander vertrauen können, wenn wir gelernt haben, diese gut zu interpretieren. Hierbei spielt auch unser Gesichtsausdruck und die Balance zwischen seinen beiden Seiten eine wichtige Rolle.

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Hatha Yoga und Tantra

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Die Balance der Körperhälften

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Dass die Balance unserer Körperhälften für unser Wohlbefinden und für unsere Gesundheit bedeutend ist, spielt auch im Yoga und im Tantra eine große Rolle. Daher handelt es sich hierbei nicht um eine grundsätzlich neue Erkenntnis.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Hatha Yoga, Tantra, altägyptischer und hinduistischer Mythologie, unserem Achtsamkeitsprozess und der Gesichtsspiegelung. Diesen beschreibe ich etwas ausführlicher auf der Seite Hatha Yoga – Ha und Tha, Ra und Horus, Sonne und Mond meines NaPhil-Yoga.

Der Achtsamkeitsprozess selber und seine Verbindung mit unseren Gehirn-, Körper- und damit auch Gesichtshälften ist in der im ›Spannungsspiel des Lebens‹ beschriebenen Konkretisierung allerdings bisher scheinbar unbekannt.

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Die soziale Komponente

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Wir verraten sehr viel darüber, wie es uns geht

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Notizen

(• XXX)

XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX

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Unbefelltes Gesicht?

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Notizen

(• Viele Männer haben von Natur aus einen Bart.)
(• Warum tragen BankräuberInnen ein Tuch über die Mundpartie oder eine Maske.)
(• Dass viele Primaten keine oder nur wenig Haare im Gesichtsfeld haben bedeutet, sie zeigen Gesicht. Ein Hinweis, dass die Hypothese stimmt, dass sie und wir darauf angewiesen sind, die Mimik des anderen lesen zu können, weil sich im Gesicht unsere aktuelle Stimmung und damit unser aller Achtsamkeitsprozess widerspiegelt.)

XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX

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Gesichtsausdruck und Psyche

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Muskelspannung und Psyche stehen in engem Zusammenhang

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Nach dem ›Spannungsspiel des Lebens‹ steht die Körperspannung in engem Zusammenhang mit der Psyche. Weil die Nervenströme im Gehirn die Psyche bestimmen und ebenso für die Faszien- und Muskelspannungen verantwortlich sind, also für die Körperspannung, handelt es sich in gewisser Hinsicht um Spiegelbilder voneinander. Dies gilt im besonderen Maße auch für den Einfluss der Psyche auf die Gesichtsspannung. Der Mensch bringt im Gesicht sein Wohlbefinden oder sein Unwohlsein zum Ausdruck, seine Stimmung. Das gilt letztendlich für die Haltung des ganzen Körpers.

Die geben einen Einblick in die Asymmetrie von Psyche und Körperspannung.

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Gesichtsausdruck, Stimme und Muskulatur

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Psyche, Stimme und Gesichtsmuskulatur stehen in engem Zusammenhang

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Die Gesichtsmuskulatur wird fast vollständig durch die Kiefer-/Kaumuskulatur bestimmt. Dazu kommt die Stirnmuskulatur(Link), die Ohrmuskulatur(Link) und die von innen an der Nasespitze ansetzende Nasenflügel-Stirnhölenmuskulatur(Link).

Nach eigener Erfahrung und Recherche im Internet besteht offenbar eine Verbindung zwischen dem Schläfenmuskel, dem Wangenkaumuskel und den Stimmbändern. Ich vermute, dass die Stimmbänder in der selben Faszie sitzen, wie diese Kaumuskeln. Auch die Gegenmuskulatur dieser Kaumuskeln, die Muskeln zum Öffnen des Ober- und Unterkiefers, wozu unter anderem der Kopfnicker gehört, ist dann indirekt mit dem Gesicht und den Stimmbändern verbunden. Ist dem so, dann besteht offenbar ein enger Zusammenhang zwischen dem Gesichtsausdruck und dem Klang der Stimme.

Die Faszien des Kopfnickers gehen vermutlich den Rücken herunter, übers Gesäß und die Beine bis unter den Fuß in den großen Zeh. Demnach ist zu vermuten, dass der Stand eines Menschen, seine gesammte Körperhaltung, über diese Faszie, und sicher auch über viele andere Faszien, auf den Gesichtsausdruck und die Stimme einen Einfluss hat.

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Aufgabenteilung der Gehirnhälften

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Rationalität und Emotionalität, die Lateralisation des Gehirns

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Das Gehirn ist asymmetrisch ausgeprägt. Im Allgemeinen ist eine Gehirnhäfte grob gesagt mehr aufs Rationale, also aufs kontrollierte, ausgerichtet und die andere mehr aufs Emotionale, also aufs gefühlsmässig irrationale.

Ich vermute, dass das Gehirn auf diese Weise zwei Pole besitzt, die ein Spannungsfeld aufbauen, in dem das Gehirn schwingt und in dem unter anderem Entscheidungen stattfinden. Bei der Entscheidungsfindung wird dann im Spannungsfeld zwischen rationalen und irrationalen Informationen abgewogen.

Diese beiden Pole sind in der Körperspannung und im Besonderen im Gesichtsausdruck zu erkennen. Dies kommt, weil die linke Gehirnhäfte fast ausschließlich die rechte Körperseite steuert und umgekehrt. Die Gehirnhäften sind durch die Nerven also über Kreuz mit dem Körper verbunden.

Wenn man die gleiche und beide Seiten zu einem neuen Gesicht zusammen fügt und so aus den unterschiedlichen Gesichtshälften zwei neu Gesichter erstellt und diese vergleicht, dann kann man die Unterschiede am besten sichtbar machen.

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Gesichtsspiegelung

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Unterschiede im Ausdruck der Gesichtshälften

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Die Gesichtsspiegelung ist eine bekannte Methode, um die Unterschiede im Gesichtsausdruck der linken und rechten Hälfte sichtbar zu machen.

Toms originales Gesicht
Abbildung 5: Toms originales Gesicht
Toms gespiegeltes Gesicht
Abbildung 6: Toms gespiegeltes Gesicht
Toms doppellinkes Gesicht
Abbildung 7: Toms doppellinkes Gesicht
Toms doppelrechtes Gesicht
Abbildung 8: Toms doppelrechtes Gesicht

Wichtig dabei ist, das Gesicht frontal und gleichmäßig auf beiden Seiten beleuchtet aufzunehmen. Sonst ergeben sich Verfälschungen, die einen Vergleich stark beeinträchtigen. Bei einem nicht frontalen Gesicht wird eines der neuen Gesichter erheblich dicker, als das andere, obwohl dieser Effekt auch natürlicherweise vorkommen kann. Ein wenig sieht man dies im Beispielbild.

Die Pole, die sichtbar werden können, sind beispielsweise:

privater – publiker

emotionaler – berechnender

weicher – härter

fröhlicher – trauriger

munterer – müder

gütiger – strenger

männlicher – weiblicher

aktiver – letargischer

breiter – schmaler

muskulöser – schmächtiger

offenherziger – misstrauischer

ausdrucksstärker – ausdrucksschwächer

Die Liste kann fortgesetzt werden …

Eine wie auch immer geartete, meist psychologische oder astrologische Interpretation wurde teilweise versucht, stellt sich aber offensichtlich als nicht ganz so einfach dar.

Kunst

Die Künstlerin Bilbo Calvez hat sich, unter anderen, intensiv mit Gesichtsspiegelungen auseinandergesetzt und dazu verschiedene Ausstellungen gemacht und interessante Interviews gegeben:

Bilbo Calvez – Ausstellung – FACES OF LOVE

KenFM – Gespräch – Ken Jebsen im Gespräch mit Bilbo Calvez

Bilbo Calvez – Ausstellung – PUBLIK - PRIVAT

CamFM #12 – Interview – Ken Jebsen im Interview mit Bilbo Calvez und Herr von Grau – Face to face!

Bilbo Calvez – Ausstellung – ASYMMETROPHOBIE

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FaceYourFace App (Face Your Face App)

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Eine App um schnell Gesichtsspiegelungen zu erstellen

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Mit der FaceYourFace iPhone und iPad App kann man mit wenigen Handgriffen Gesichtsspiegelungen für mehrere Personen erstellen und als Bilder abspeichern oder versenden. Damit kann man einfach herumspielen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Gesichtsspiegelungen funktionieren und was sie aussagen könnten.

→   FaceYourFace iPhone, iPad App

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Fußnoten

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1. Internet:
Vgl. Spektrum Akademischer Verlag, Gesicht, Neurologie.
2. Internet:
Vgl. Spektrum Akademischer Verlag, Gesicht, Biologie.
Vgl. Spektrum Akademischer Verlag, Gesicht, Neurologie.
3. Wir können vermuten, dass wir Lebewesen den anderen dann als unseren Partner bevorzugt auswählen, wenn wir von ihm diesen Einblick gewährt bekommen, ihn so beurteilen dürfen und wir uns so gegenseitig vertrauen zeigen. Dadurch wird diese Ebene der Kommunikation dann als Erbinformation in die Fortpflanzungslinie getragen. Wer dazu mehr weiß, melde sich bitte bei mir.
4. Internet:
Vgl. Schumann, Die Kaumuskulatur: Wie sind die Kaumuskeln aufgebaut?
5. Internet:
Vgl. Schumann, Die Kaumuskulatur: Wie sind die Kaumuskeln aufgebaut?, M. temporalis - Schläfenmuskel (1).
6. Internet:
Vgl. Schumann, Die Kaumuskulatur: Wie sind die Kaumuskeln aufgebaut?, M. masseter - Kaumuskel (2).
7. Die eigene, vieljährige Erfahrung wurde beim Singen und dem Üben von Gesangstechnik in Zusammenhang mit der Selbstmassage der Wangen- und Schläfenkaumuskulatur währendessen erworben. Zum einen verbesserte sich die Stimmbandkoordination während und nach der Massage erheblich, wenn die Muskeln verspannt waren. Waren die Muskeln locker zum Beginn des Singens und verspannten sich währenddessen, so wurde auch eine Verschlechterung der Stimmbandkoordination beobachtet. Dies ging soweit, dass die Stimmbänder bei der Massage buchstäblich zu spüren waren. Wer weitere Hinweise auf diesen Zusammenhang hat, melde sich bitte.
Internet:
Vgl. Fischer, Stimmbandentzündung, Ursachen Stimmbandentzündung.
8. Wer Hinweise auf diesen Zusammenhang hat, melde sich bitte.
9. Internet:
Vgl. Schumann, M. sternocleidomastoideus – Kopfnicker – Kopfwender.
10. Wer Hinweise auf diesen Zusammenhang hat, melde sich bitte.
11. Internet:
Vgl. Wikipedia, Lateralisation des Gehirns.
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Stand 24. September 2019, 19:00 CET.