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Die Psychosomatik

Psychosomatische Pole und Gradienten im Körper – unsere Selbstheilung


Der Achtsamkeitsprozess spiegelt sich in Polen und Verläufen – in Gradienten – unseres Körpers wider


Notizen

Wachen und Schlafen – Sympathikus und Parasympathikus
• Siehe Hatha Yoga – Ha und Tha, Ra und Horus, Sonne und Mond.
Persönliche Erfahrung
• Wenn ich beim Sex bezüglich des Sehens auf mein emotionales, linkes Auge umschalte – ich kann das bevorzugte Auge umschalten, es kann aber auch das Handlungsauge geschlossen werden –, dann werden meine Gefühle deutlich intensiver.

Der Achtsamkeitsprozess ist kein nur theoretisches Konstrukt. Wir beobachten ihn, repräsentiert durch seine Pole, in bestimmten Aspekten der Geometrie unseres Körpers. So wird deutlich, wie unsere Psyche, unser individuelles Erleben und Verhalten, mit unserem Körper und seinen Spannungen verwoben ist.

Psychosomatik ist genau diese Verwobenheit der Spannungen unserer Psyche und unseres Körpers.

Gefühls- und Handlungspol
Abbildung 1 New window: Wir finden die Entsprechung der Pole des Achtsamkeitsprozesses in der Spezialisierung unserer Gehirnhälften, links und rechts vertauscht zu den von der jeweiligen Hirnhälfte gesteuerten Körperhälften; die eine Seite mehr emotional und die andere eher auf die Handlung bezogen, oft rationale Seite genannt. Bei der überwiegenden Zahl der Menschen sind die Pole in Bezug auf unseren Körper wie im Bild angeordnet, kommen aber auch umgekehrt angeordnet vor.

Geschichte

Die Pole des Achtsamkeitsprozesses werden in Religionen, Mythen sowie im Yoga und Tantra auch Auge des Ra (oder Re) und Auge des Horus(Verweis) oder Ha und Tha(Verweis), also Sonne und Mond oder männlich und weiblich, genannt.

Sie begegnen uns in den zwei Schlangen und den beiden Flügeln am Hermesstab (siehe ) des griechisch-ägyptischen Gottes Thot-Hermes – Hermes Trismegistos –, der bei den Römern Mercurius genannt wird. Dessen Weisheit ist auf den sogenannten smaragdenen Tafeln(Verweis) und den hermetischen Schriften festgehalten und im ›Stein der Weisen‹ der Alchemie symbolisiert. Im Hexagramm(Verweis) (siehe ) sind diese Pole durch die beiden sich überlappenden Dreiecke dargestellt.

Bei diesem Wissen handelt es sich um eine uralte Weißheit unserer Vorfahren. Es offenbart die Verbindungen der Veda, dem alten, in Sanskrit formulierten Wissen, das dem Yoga, dem Hinduismus und dem Buddhismus zugrunde liegt, mit dem Glauben und den Mythen der alten Ägypter. Dieses Wissen ist in Teilen auch ins Judentum und ins Christentum wie wohl auch in den Islam übergegangen.

Mehr geschichtliche Details:
Hermesstab
Abbildung 2 New window: Der Hermesstab mit seinen Flügeln steht für Heilung, Weisheit, und wie ich vermute für Erleuchtung und die Beflügelung der Seele und des Geistes durch ein polares Yin-Yang-Prinzip. Im Hermes Trismegistos kommt durch die Verschmelzung des griechischen Gottes Hermes mit dem ägyptischen Gott Thot auch das Wissen und die Philosophie in seine Bedeutung.

Der Hermesstab

Der Hermesstab des Hermes Trismegistos zeigt, mit den beiden am Stab aufsteigenden Schlangen, eine Symbolik, die heute aus dem Kundalini-Prozess des Yoga bekannt ist. Mit einer einzelnen Schlange kennen wir diesen als Äskulap- oder Asklepiosstab, der seinem Sohn gehört. Dieses Symbol der Alchemie finden wir heute noch bei den Apothekern.

Die Tempelritter, der Heilige Gral und die Freimaurer

Es gibt Vermutungen, die ich spannend finde, die Tempelritter kamen im Mittelalter nach ihren Kreuzzügen mit dieser Weisheit, dem sagenumwobenen Heiligen Gral(Verweis), aus dem Heiligen Land zurück. Dies stieß bei den Kirchenfürsten nicht auf uneingeschränkte Begeisterung. Nach der Verfolgung der Tempelritter(Verweis) durch die Kirche überdauerte dieses Wissen offensichtlich und tauchte teilweise bei den Freimaurern wieder auf, bei denen es, auf die Spitze getrieben, im Baphomet(Verweis) wiederzuerkennen ist.

Das Hexagramm
Abbildung 3 New window: Das Hexagramm ist ein uraltes Symbol, dass im hinduistischen Tantra dafür steht, dass Gott alles umfasst, auch das Männliche und das Weibliche. Insofern ist es ein Symbol der Balance der Pole der Welt oder des Universums.

Das Hexagramm

Im Hexagramm werden die Pole oben und unten dargestellt. Teilweise in verwobener Form, wie beim Davidstern(Verweis), um ihre untrennbare Durchdringung zu versinnbildlichen. So ist es auch als Yin und Yang Symbolik zu verstehen. Es gibt auch Darstellungen, in denen das Hexagramm von einem Kreis eingefasst ist. Der Kreis zeigt in einigen Fällen zwei Schlangen, die als Symbol der Unendlichkeit – des unendlichen Kreislaufs – einander in den Schwanz beißen.

Im hinduistischen Tantra symbolisieren die beiden Dreiecke die Götter Shiva und Shakti. Diese stehen wiederum für die Pole des Universums, für das universelle männliche und weibliche Prinzip. Und sie finden sich auch im Kundalini-Prozess wieder.

Leben des Horus mit Hermesstab
Abbildung 4 New window: Abbild des Lebens, das sehr ähnlich in altägyptischen Darstellungen zu finden ist. Hier mit Hermesstab, im näherem Bezug zum Achtsamkeitsprozess mit zwei Schlangen, wie auch im alten Ägypten. Die beiden Schlangen stellen hier das Gefühl und die Handlung, das (Wahr-)Nehmen/Empfangen und das Geben/Senden des Achtsamkeitsprozesses dar. Lizenz: Eye of Horus

Die Mythologie der alten Ägypter

Schon die alten Ägypter kannten die Pole des Achtsamkeitsprozesses, die durch das Auge des Ra und das Auge des Horus verkörpert wurden. Das Auge des Ra steht hier auch für die Sonne, das männliche Prinzip, während das Auge des Horus für den Mond, das weibliche Prinzip, steht.

Gleichbedeutend finden wir dies im Tantra und Hatha Yoga. Ha heißt hierin Sonne und Tha heißt Mond. Beide stehen auch für männliches und weibliches Prinzip.

Auch die aufsteigenden Schlangen gehörten als Teil des Entwicklungsprozesses des Lebens zu dieser Symbolik. Das unten in zu sehende Ei der Metamorphose steht für den Schoß, den Anus/Beckenboden, in dem die Schlangen ruhen und hier erwachen und schlüpfen, bevor sie von dort aufsteigen, wenn der Mensch heran wächst und dabei klüger und weiser wird. Im Kundalini-Prozess des Tantra und Yoga steigen die Schlangen auf zum Dritten Auge und ins Kronen-Chakra.

Altes Wissen im biophysikalischen Modell

Das Modell des Achtsamkeitsprozesses überführt dieses Wissen in die naturwissenschaftliche Form eines biophysikalischen Regelprozesses, so dass es Teil der modernen Wissenschaft wird. Hierdurch findet auch unsere Psyche, unser individuelles Erleben und Verhalten, ihren biophysikalischen Ausdruck und damit, als essentielles Fundament des Lebens, Eingang in die Naturwissenschaft.

Der Gefühlsgradient und der Handlungsgradient im menschlichen Körper

Die Pole des Achtsamkeitsprozesses drücken sich nicht nur in der Spezialisierung unserer Gehirn- und Körperhälften aus. Wir finden sie auch als Verläufe oder Gradienten in den beiden zu unseren Körperhälften senkrechten Richtungen:

Der Handlungsgradient
Abbildung 5 New window: Die Basis des Handlungsgradienten ist der Anus/Beckenboden. Als erweiterte Basis des Handlungsgradienten können die Fußsohlen gesehen werden. Je weiter die Körperspannung nach oben steigt, je intensiver wir aufgerichtet – erigiert – sind, desto höher ist unsere Handlungsintensität.

Der Handlungsgradient des Achtsamkeitsprozesses ist entlang unseres Körpers vom Beckenboden zum Kopf hin ausgerichtet. Je aufgerichteter wir stehen, desto mehr ist der Handlungspol aktiviert.

Der Gefühlsgradient
Abbildung 6 New window: Die Basis des Gefühlsgradienten ist der Anus, der Rücken oder allgemeiner die Rückseite des Körpers. Bei Armen und Beinen die Außenseiten. Die wahrnehmungs- und gefühlsintensivsten und sensibelsten Stellen befinden sich überwiegend vorne im Körper und an den Innenseiten der Gliedmaßen: Die Handflächen, die vorderen Genitalien, der Bauch, das Dantien, der Solarplexus, die Brustwarzen, der Kehlkopf, das Gesicht, die Augen. Bedingte Ausnahme sind der Anus selber und die Fußsohlen.

Der Gefühlsgradient des Achtsamkeitsprozesses ist vom Rücken aus nach vorne zur Vorderseite unseres Körpers hin ausgerichtet. An den Armen und Beinen ist er von außen nach innen orientiert.

Je offener wir nach vorne sind, je feiner wir nach vorne wahrnehmen und fühlen, desto mehr ist der Gefühlspol aktiviert. Offen sein bedeutet bei den Gliedmaßen, die empfindlichen Innenseiten nach vorne zu drehen und empfangsbereit zu sein.

Der Achtsamkeitsgradient im menschlichen Körper

Der Gefühlsgradient und der Handlungsgradient können nur im Balancespiel miteinander, also gemeinsam, aktiviert werden.

Der Achtsamkeitsgradient
Abbildung 7 New window: Die Basis des Achtsamkeitsgradienten ist der Anus. Die Intensitätszunahme des Gefühlsgradienten und des Handlungsgradienten bedingen einander. Beide Gradienten können jeweils nicht ohne den anderen beliebig zunehmen. Im Achtsamkeits- oder Kundalini-Prozess können der Gefühlspol und der Handlungspol im mythischen Bild nur gemeinsam als die beiden Schlangen aus dem Schoß zum Dritten Auge hin aufsteigen. Entlang dieser Diagonalen baut sich auch die Atemspannung auf und findet die Atmung statt.

Ihre gemeinsame Aktivierung läuft entlang des Achtsamkeitsgradienten, vom Anus bis zum Dritten Auge. Bei hoher Aktivierung des Achtsamkeitsgradienten wird eine intensive Spannung zwischen dem Anus und dem Dritten Auge im Körper aufgebaut. Dies geschieht durch eine starke Aktivierung der Anus-/Beckenbodenmuskulatur und durch das intensive Öffnen der Räume im Kopf hin zum Dritten Auge, bis zur Nasenspitze und hin zum Kronen-Chakra.

Dieser Zusammenhang war schon den alten Ägyptern, sowie vielen anderen alten Kulturen, bekannt, in deren Wandbildern sowohl die Pole des Achtsamkeitsprozesses als auch der Anus/Beckenboden, als Ei der Metamorphose, und das Dritte Auge zu finden sind (siehe ).

In diesem Zusammenhang ist der eigentliche Grund für den aufrechten Gang des Menschen zu sehen: Zum einen haben wir hierdurch in mancherlei Hinsicht die Möglichkeit bekommen, besser, also vielfältiger, feiner und intensiver, in Handlung zu kommen. Zum anderen können wir auf diese Weise unsere sensible Informationsaustausch-Seite besser auf unsere Umwelt, auf unsere Mitmenschen richten.

Unser aufrechter Gang hat offenbar auf mehrererlei Art und Weise seine eigentliche Ursache in den Grundlagen des Lebens selbst, im Achtsamkeitsprozess. Fledermäusen und Vögeln geht es da ähnlich, denn sie haben sich zweibeinig aufgerichtet, um auf ganz andere Weise besser in Handlung zu kommen: Sie bekamen die vorderen Gliedmaßen frei, um schließlich fliegen zu können. So erkennen wir, dass der Achtsamkeitsprozess auch in der Evolution eine wesentliche Rolle spielt. Dies ist natürlich nicht wirklich verwunderlich, ist er doch aus der hier vorgestellten Perspektive die Grundlage des Lebens schlechthin.

Die Atmung läuft entlang des Achtsamkeitsgradienten

Auf der Spannung des Achtsamkeitsgradienten findet unsere Atmung statt. Sie ist stark mit der unseren Oberkörper in Richtung des Handlungsgradienten aufrichtenden Atemspannung und unserer Oberkörperbalancespannung verbunden. Gleiches gilt für unseren Gefühlsgradienten, in dessen Richtung uns unsere Atmung auch ausdehnt und aktiviert.

Atmung und Atemspannung
Abbildung 8 New window: Um die Atemspannung intensiv und optimal aufzubauen können wir uns vorstellen es ist als wenn wir die Schnur eines Flugdrachens mit dem Anus festhalten, beim Einatmen die Schnur bis ins Dritte Auge hoch führen und spannen und ihr durch öffnen der Kopf- und Nasenhöhlen so viel Führung und Flexibilität geben, das der Drache frei und flexibel geführt weiter aufsteigen kann.

Unsere intensive Atmung sorgt auch für eine bessere Durchblutung und Versorgung unserer Sinnesorgane, Nerven und Muskeln und macht diese so in ihrer Wahrnehmung und ihrem Gefühl sensibler und aktiviert sie in ihrer Handlung.

Wir können unsere Atmung umso intensiver, tiefer und mit mehr Leichtigkeit ausführen, desto stärker unser Achtsamkeitsgradient faszial und muskulär aktiviert ist. Dies scheint vollumfänglich allerdings nur möglich, wenn wir keine nennenswerten Verspannungen in unserer Psyche und im Körper haben.

Andersherum können durch eine intensive und tiefe Atmung Verspannungen in unserer Psyche und in unserem Körper gelöst werden.

Löse und verbinde — ›solve et coagula‹

Damit hat die Atmung eine wichtige Aufgabe bei unserer Entwicklung – unserer Veränderung, Transformation oder Neuordnung:

Eine Veränderung bedeutet immer, dass sich etwas löst und neu verbindet. So geht es beim Lösen von Blockaden eigentlich nicht um völlige Entspannung oder ähnliches, sondern es geht darum, eine neue Ordnung zu finden, um eine Umspannung, wie ich es nenne. Die Verspannung, als vorhergehende Ordnung, geht in geordnetes Chaos über und findet eine neue Ordnung. Dies passt damit zusammen, dass ich oft beobachtet habe, dass Verspannungen im Körper dazu neigen zu wandern. Es geht darum, sie richtig zu plazieren.

Mit der Atmung vollzieht sich das in kleinen oder kleinsten Schritten: Mit jeder tiefen, intensiven Einatmung kann es sich ein kleines Stück weit lösen – solve –, wenn wir dies bewusst in uns einspeisen, und findet mit der Ausatmung die neue Ordnung – coagula. So, dass auch insgesamt über einen längeren Zeitraum ein Veränderungsprozess stattfindet, auf den wir gleich kommen.

Die aus der Alchemie(Verweis) des Hermetismus(Verweis) stammende Bezeichnung ›solve et coagula‹ – löse und verbinde – hat also nicht nur eine wichtige Bedeutung in Bezug auf die (materielle) Chemie, sondern auch gerade in der Psychosomatik auf der psychischen wie auf der körperlichen Ebene.

Unsere Redewendung:

Meine Verspannung hat sich gelöst.

Oder:

Meine Probleme haben sich aufgelöst.

Ist sicherlich nicht rein zufällig in unseren Sprachgebrauch gelangt.

Ich vermute, dass auch gerade dieses Heilen und Weise-Werden als sich transformieren durch lernen, dadurch, dass wir uns fortentwickeln, mit dem ›Stein der Weisen‹ der Alchemie des Gottes Hermes Trismegistos (Thot-Hermes) gemeint ist.

Der Kundalini-Prozess

Aus der Kundalini(Verweis aufs Yogawiki Kundalini und Kundalini Yoga) Tradition des Tantra, auch Kundalini Yoga, ist ein Prozess bekannt, der zur Heilung durch Weisheit und Erleuchtung führen soll, der Kundalini-Prozess. Tradition, auch Kundalini Yoga, ist ein Prozess bekannt, der zur Heilung durch Weisheit und Erleuchtung führen soll, der Kundalini-Prozess.

Der Kundalini-Prozess
Abbildung 9 New window: Der Kundalini-Prozess kommt nach dem Yoga Vidja Kundalini Portal aus dem Tantra des Hinduismus und ist auch in den tibetanischen Buddhismus eingegangen. Die Darstellung bringt diesen Prozess mit dem Achtsamkeitsprozess in Zusammenhang, mit dem er, je nach Perspektive, identisch oder ein Teil von ihm ist.

Dieser Prozess trägt sowohl psychische Aspekte in sich, wie die Aussage ›Heilung durch Weisheit‹ oder in etwas abgemilderter Form ›Heilung durch Klugheit‹ schon zum Ausdruck bringt, als auch körperliche Aspekte, die sich in unserer intensiven Atmung und der Flexibilisierung unseres Körpers ausdrücken.

Mit Klugheit ist unter anderem die philosophische Einsicht gemeint, dass unser kurzfristiges Wohlgefühl und unser längerfristiges Wohlbefinden auch entscheidend davon abhängen, welche inneren Perspektiven wir auf unser Leben einnehmen und wie wir mit diesen umgehen.(Verweis auf Albert Kitzler, »Denken heilt!«)

Ausgeglichenheit

Bei unserer Ausgeglichenheit geht es um eine angenehme Balance zwischen unseren Gefühlen – unserer Wahnehmung - und unseren Handlungen. Diese Balance zwischen den Polen zu finden ist ein wesentlicher Teil des Kundalini-Prozesses. Ich möchte sie in der noch einmal explizit darstellen, weil sie in der nicht direkt erkennbar ist.

Balance von Gefühl und Handlung
Abbildung 10 New window: Ausgeglichen und intensiv sein bedeutet hier, dass es sich für uns ausgeglichen und intensiv anfühlt. Niemand anders, außer wir selber, kann dies beurteilen. Daher ist es wichtig, dass wir unser Bewusstsein und unsere Achtsamkeit üben und die Filter unserer Wahrnehmung klug justieren.

Nur, wenn zwischen Anus/Beckenboden hoch zu unserem Dritten Auge stabile, flexible Leichtigkeit und Spannung hergestellt ist, können wir die Muskulatur der Ansätze unserer Gliedmaßen, wie Hals, Nacken, Schultern, Hüfte und ähnliche lösen und in einen Handlungsfluss bringen.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Intensität des Gefühls- und des Handlungspols und der Balance zwischen beiden. Nur, wenn wir intensiv und detailiert unsere Gefühle und Handlungen Wahrnehmen und dadurch fühlen, können wir auch ein Gefühl für diese Balance haben. Und auch nur dann können wir klug handeln, weil wir wahrnehmen und fein fühlen, was wir tun und was wir möglicherweise bewirken können und bewirken werden.

Denn:

Leben ist die Kunst des Wirkens.

Wirken können wir nur dann gut, wenn wir das Gegenüber oder allgemeiner, das, mit dem wir es zu tun haben, gut verstanden haben. Und zwar aus dem Grund, weil die Wirkung immer dort entsteht, wo wir wirken wollen, und das ist immer beim Empfänger dessen, was wir an Informationen oder Impulsen aussenden.

So wird deutlich, was es bedeutet unsere stabile Mitte zu finden. Diese wird hier durch den Fuß und den Ständer der Waage symbolisiert. Stehen Fuß und Ständer fest und stabil und sind flexibel gespannt, wird die Waage im Zentrum des Dritten Auges frei beweglich und leichtgängig gelagert. Unser Kopf – unser Geist und unser Bewusstsein – wird leicht, wach und ebenso flexibel.

So kann sich unsere Achtsamkeit entwickeln und zur Klugheit führen. Darum hab ich diesen grundlegenden Regelprozess unseres Lebens Achtsamkeitsprozess genannt. Was noch alles zur Klugheit gehört, dazu komme ich jetzt.

Das kluge Spiel mit unseren Perspektiven

Hierbei ist die spielerisch neugierige und kluge Suche nach neuen Perspektiven in uns, die uns gut fühlen lassen können, aber nicht immer uns gut fühlen lassen sollten oder gar müssen, natürlich der Ausgangspunkt. Beim finden von neuen Perspektiven spielt folgende Erkenntnis eine besondere Rolle:

Wir können jeder Sache auch etwas Gutes abgewinnen …

Und umgekehrt gilt dies auch, in jeder Sache liegt auch etwas nicht so gutes. Damit kommen schnell viele kluge Perspektiven in unser Leben. Jede dieser Perspektiven erzeugt in uns andere Gefühle und damit auch andere mögliche Handlungen und so eine andere Zukunft. Unser ›Raum der Möglichkeiten‹ erweitert sich.

Der kluge Umgang mit diesen Perspektiven auf unser Leben bezieht sich dabei auf drei Möglichkeiten:

Wir können sie nebeneinander, in gewisser Widersprüchlichkeit, bestehen lassen. (Ambiguitätstoleranz(Verweis), Ambiguismus(Verweis))

Wir können sie durch Plausibilisierung verschmelzen, in ein gemeinsames plausibles Gedankengebäude einbauen. (Plausibilismus(Verweis))

Oder wir können uns zwischen ihnen entscheiden. (Discrimismus(Verweis))

Beim klugen Finden und beim klugen Umgang mit diesen Perspektiven spielt unser intuitives Gefühl und unsere intuitive Handlung eine wichtige Rolle. Klugheit meint hier, sich etwas „geniales“ einfallen zu lassen, dass uns insgesamt nützlich ist, uns weiter bringt (Ingeniumismus-Viabilismus(Verweis)). Krampfhaftes Im-Kreis-Denken und köperliche Verspannungen stehen dem intuitiven, kreativen Fluss dieses Prozesses eher im Weg.

Durch intensive Atmung, durch intensive meditative Körperübungen und natürlich durch ruhigere Meditation kann dieser Prozess der Klugheit in Gang gesetzt werden, der Geist und Körper lockert und so Verspannungen und Blockaden löst. Dies geschieht auch, indem wir über unsere intensive Atmung unser Bewusstsein mit unserem Unterbewusstsein in Kontakt bringen. Hiermit ist auch die Verschiebung der Grenze zwischen Bewusstem und Unbewusstem oder Unterbewusstem gemeint. In diesem Prozess wird die Steuerung des Fokus unseres Bewusstseins, unserer Konzentration, im Besonderen auch in Bezug auf unserer Selbstwahrnehmung, geübt. Dabei kann es auch möglich werden, unseren Fokus extrem zu weiten.

Dies bedeutet übrigens nicht ein Denkverbot, sondern eher eine Lockerung unseres Gedankenflusses, die auch in „Gedankenlosigkeit“ münden kann. Und dieser Prozess kann und sollte auch, so gut es geht und besser werdend, im Alltag eingeübt werden. Denn wir wollen ja nicht nur in außergewöhnlichen Momenten, in denen wir Zeit für uns haben, ein gutes, angenehmes und gesundes Leben führen, sondern gerade auch im Alltag.

Der innere Dialog unserer Pole, unser Selbstmitgefühl
Organe, Chakras und gedankliche Perspektiven

In einem Regelprozess, wie dem Achtsamkeitsprozess, geht es natürlich darum, etwas zu regeln. Dazu gehört immer eine Bestandsaufnahme des Zustandes des Prozesses, also des geregelten Systems, damit so geregelt werden kann, dass der Prozess gut weiter läuft. Dies geht nur mit einer Kommunikation, die im System selber stattfindet.

Hinter der wohl zentralsten Frage unseres Lebens steht ein innerer Dialog:

Wie geht es uns? Geht es uns gut?

Dieser Dialog findet zwischen Teilen von uns selber statt, die ich als Pole, Chakras oder Organellen bezeichne. Haben wir eine schmerzende Hand, dann ist uns bewusst, dass es diese Hand ist, die schmerzt. Sie teilt dies dem Rest unseres Körpers und insbesondere unserem Gehirn mit und diese Anderen hören zu.

In solchen Dialogen werden auch die möglichen Prioritäten und Entscheidungen geklärt, zum Beispeil die Ausschüttung schmerzlindernder Hormone. Die Vorstellung eines Dialogs in uns selbst wird dem Fascettenreichtum unserer Existenz gerecht. Sie ist wunderbar dazu geeignet, innere Perspektiven auf unser Leben zu kreieren, weil in uns viele Bedürfnisse miteinander spielen und im Wettbewerb stehen.

Wir haben nicht nur einen Körper, der aus verschiedensten Teilen und Organen besteht. Auch in unserem Gehirn gibt es verschiedenste Interessen, die auch mal ziemlich konträr zueinander verlaufen können.

Dazu gehören Pole und Aktivitätszentren, die für verschiedene, sich ergänzende Gegensätze – Symmetriebrüche – stehen. Zu diesen Polen gehören unter anderem auch die oben angegebenen Pole des Achtsamkeitsprozesses, der Gefühlspol und der Handlungspol. Und auch unsere verschiedenen „weiblichen“ und „männlichen“ Fascetten und unsere Chakras gehören zum Beispiel dazu.

Damit der Dialog gut funktionieren kann, ist es wichtig, wie auch im zwischenmenschlichen Dialog, dass keine Seite, also Fascette, prinzipiell unterdrückt wird. Es ist wichtig, dass alle in Ruhe zuhören, wenn einer was auf dem „Herzen“ hat! Denn sonst kann der Rest sich nicht mit dem oder der Betroffenen um das Problem kümmern. Nur so ist eine gute Abwägung der Entscheidungen möglich!

Wenn eine Fascette herumschreit, die von manch anderem nicht so gemocht wird, dann ist dies ganz besonders wichtig. Denn es stellt sich gerade auch für die, die eine ablehnende Haltung haben die ernsthafte Frage, warum sie ablehnen anstatt zu lieben? Einen Teil von uns herauszuschmeißen ist nicht ohne große Verletzung, ohne ein Blutbad quasi, möglich.

Hinzu kommt, dass es sich um sich ergänzende Gegensätze handelt. Da kann keiner gehen, denn sie gehören zusammen, weil sie ohne einander nicht funktionieren können. Genau wie die Kundalini-Schlangen, müssen sich die Gegensätze in einem Tanz in Ketten, auf ewig aneinander gefesselt, gegenseitig umspielen. Ein Ausbruchsversuch oder ein Herausschmeißen wird ziemlich sicher alles zerstören.

Wir haben alle unsere Probleme mit uns: Wir finden uns zu dick. Wir schlafen zu schlecht. Wir sehen nicht gut aus. Finden keine Freunde oder keinen Partner. Können kein Kind zeugen. Sind nicht gut in der Schule. Und vieles andere mehr …

Lasst uns uns selber gegenüber, für diese Fascetten in uns, Verständnis haben. Sie einfach erst mal wahrnehmen, wie sie sind. Gucken, warum sie vielleicht so sind. Wenn wir ihnen zuhören und diese Fascetten annehmen, dann findet sich vielleicht mal eine Lösung. Lehnen wir sie ab, dann betreiben wir Selbstzerstörung und verschlimmern alles nur. Nehmen wir sie an, dann verringert sich unser innerer Stress und das ist oft schon ein großes Stück des Wegs zu einer möglichen Lösung. Denn wir lösen eine Blockade auf. Und Bewusstwerdung ist der Anfang jeder Veränderung.

Die Psychotherapeutin Maria Sanchez (›Neue Psychologie‹, ›Sehnsucht und Hunger‹, ›EssentialCore‹) bringt das in einem Gespräch im folgenden Video wunderbar auf den Punkt, indem sie aufzeigt, dass unsere biographischen Wunden nur verheilen können, wenn wir „das ungeliebte Kind“ in uns in Liebe annehmen: Selbstliebe ist kein Zufall: Die revolutionäre Kraft des Fühlens

Wer ständig mit sich selber kämpft, wird verlieren

Zum Tod eines krebskranken, bekannten Schauspielers las ich auf der Titelseite einer Zeitung:

» Er hat den Kampf mit sich selber verloren! «

Im Sinne unseres inneren Dialogs stelle ich fest, dass der Krebs ein Teil unseres Körpers ist. In meinen Augen geht es nicht unbedingt darum, ihn operativ entfernen zu müssen. Dies ist nur eine Option, die in jedem Fall auch schädliche Seiten in sich trägt.

Es gibt nämlich auch Perspektiven auf viele Krebsarten, die davon ausgehen, dass der Krebs eine Organelle unseres Körpers ist, die unseren Körper in einer möglichst vorrübergehenden Notmaßnahme vor einer sehr schädlichen Stoffwechsellage schützt, einer schädlichen Überbelastung unserer Zellen mit Zucker. Diese Stoffwechsellage hätte dann mit Stress oder anderen inneren Zuständen zu tun, die auch von außen, beispielsweise durch Gifte, ausgelöst sein kann.

Sollte diese Perspektive einen Wahrheitsgehalt haben und wir entfernen den Krebs, ohne die Ursache dieser schädlichen Stoffwechsellage unseres Körpers zu beseitigen, dann entfernen wir gar das Organisationszentrum unseres körpereigenen Not- und Rettungsprogramms. Demnach würden wir mit der Entfernung des Krebses unserem Körper nicht nur eine möglicherweise problematische Narbe zufügen, sondern ihn auch sogleich wieder der schädlichen Stoffwechsellage aussetzen.

An diesem Beispiel können wir wunderbar erkennen, wie sehr unser kluges Verhalten vom Realitätsbezug unserer möglichen inneren Perspektiven abhängt. Unter Umständen erreichen wir mit einer Maßnahme genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich bezwecken wollten, nämlich unsere Heilung.

Bevor wir also schicksalhafte Entscheidungen und Maßnahmen ergreifen, ist es klug, mit sich in einen inneren Dialog zu gehen; gegebenenfalls auch mit unserem eigenen Krebs. Wir sind klug, wenn wir versuchen zu verstehen, wie die Dinge – in uns selber – liegen, und das natürlich auch durch externen Rat. Dies schließt die Entscheidung für eine Chemotherapie und eine Operation oder jede andere Maßnahme ausdrücklich mit ein, denn es ist unser Leben.

Wenn wir allerdings in einem ständigen Kampf mit uns selber sind, zerstören wir uns selbst und wir werden so verlieren.

Unsere Vorfahren haben überlebt, weil wir erstaunliche Möglichkeiten der klugen Selbstheilung in uns tragen

Mit den folgenden Aussagen lohnt es sich zu beschäftigen:

Jede Heilung ist eine Selbstheilung.

Bei der Heilung gibt es von außen nur unterstützende Maßnahmen. Dazu gehört eine Beratung genauso wie eine Medikation oder eine Operation:

Bei einer Beratung scheint dies für uns offensichtlich.

Bei einer Medikation heilt ohne unsere gut ablaufenden Körperfunktionen nichts. Ein Antibiotikum beispielsweise kann große Teile der schädlichen Bakterien stark schwächen oder gar töten. Den Rest muss unser Körper selber besorgen; die übrigen Bakterien töten und aufräumen zum Beispiel.

Selbst nach einer Operation muss unser Körper die entstandenen Wunden heilen und mit den Narben umgehen. Auch die möglichen psychischen Folgen müssen wir selber verarbeiten, ob mit oder ohne Rat.

Vollkommene Heilung gibt es nicht. Es wird nie wieder so, wie es war.

Heilung kann nie wieder den Zustand herstellen, in dem wir einmal waren. Sie ist immer mit einer Narbe, einem Lernprozess – und wenn unser Immunsystem lernen muss – oder einer Persönlichkeitsentwicklung verbunden. Dies alles sind Folgen der Selbstheilung.

Da alle unsere Vorfahren natürlich bis zur Fortpflanzung überlebt haben, können wir uns sehr auf unsere Selbstheilungskräfte verlassen. Denn unsere Ahnen hatten offensichtlich schon diese Fähigkeit, selbst wenn es sich um die Organisation der Hilfe durch andere gehandelt hat. Es stellt sich also eher die Frage, wie wir unsere Selbstheilung fördern können.

Die Bedeutung des Placebo-Effekts

Bei der Selbstheilung kann der Placebo-Effekt eine große oder gar entscheidende Rolle spielen:

Glaube ich nicht an die Möglichkeit, dass ich mich im oben erklärten, weitesten Sinne selbst heilen kann, dann versuche ich es gar nicht erst. Darin liegt auf diese Weise eine relativ einfach erfüllbare selbsterfüllende Prophezeiung. Auch, wenn es natürlich in vielen Fällen sein kann, dass ich Heilung erfahre, ohne daran zu glauben.

Glaube ich daran, dass es die Möglichkeit der Selbstheilung gibt, dann versuche ich mich selber zu heilen und habe so eine größere Chance auf meine Selbstheilung.

Aus dieser Perspektive macht es keinen Sinn, den Placebo-Effekt aus der Medizin völlig draußen zu halten. Wir sollten ihn differenziert betrachten und klug nutzen.

Die Psychosomatik bei gut funktionierendem Achtsamkeitsprozess

Funktioniert mein Achtsamkeitsprozess gut, dann richte ich mich stolz auf. So kann ich geschickt und mit Leichtigkeit handeln; in mir und nach außen. Durch diese Aufrichtung öffne ich mich und richte meine sensible Vorderseite auf die Welt.

Ich bin in der Lage, mit meiner sensiblen Vorderseite intensiven Kontakt zu anderen Menschen und zu meiner Umwelt aufzunehmen. Meine Wahrnehmungs- und Emotionsfilter funktionieren flexibel und ich kann mit den auf mich einströmenden Informationen und Gefühlen klug umgehen.

Sollte ich bei meinen Handlungen und Emotionen Probleme haben oder erkennen, dann nutze ich diese, um zu lernen und daran zu wachsen. Dabei denke ich Kreativ und benutze meinen Verstand mit Leichtigkeit, um Lösungen zu finden.

Detailierter:

Bei gut funktionierendem Achtsamkeitsprozess bin ich in mir, in meinem inneren Dialog meiner Bedürfnisse und (Handlungs-)Möglichkeiten, recht gut orientiert und in der Lage, fascettenreich zu sehen und kluge Prioritäten zu setzen. Es gelingt mir, flexible Räume der Möglichkeiten zu erschaffen, indem ich und, gemessen an der emotionalen Nützlichkeit, zwischen diesen Perspektiven entscheide, sie nebeneinander stehen lasse oder sie durch Plausibilisierung vereinige.

Dadurch komme ich in die Lage, im genannten Sinne zu wachsen, zu lernen und mich weiter zu entwickeln. Dies erweitert wiederum meine Fähigkeit, zu handeln und kluge Perspektiven zu kreieren, und so erweitert es auch die Räume meiner Möglichkeiten. Dazu gehört, dass sich meine Selbstwahrnehmung übt, sich ihre Filter klüger justieren und durch bewusstes setzen meines Fokus flexibel steuern lassen.

Verspannungen in meiner Psyche und in meinem Körper gibt es keine oder nur sehr wenige. Tauchen Verspannungen auf, dann nutze ich meine Versuche ihrer Auflösung zum Lernen und zum Mich-Fortentwickeln. Dabei geht es nicht um die völlige Harmonisierung meiner inneren Pole, sondern um deren angenehm intensiv-spannende Balance. Im Besonderen betrifft dies die folgenden Pole:

Stabilität und Entwicklung/Flexibilität

Gefühl/Wahrnehmung und Handlung

Bewusstsein und Un-/Unterbewusstsein

Lernen/Merken/Verinnerlichen und Neulernen

linke und rechte Körperhälfte

männliche und weibliche Fascetten meiner selbst (aktive und passive Sexualität, Stolz und Selbstschutz/Niedergeschlagenheit, Gefühlskühle und Mitgefühl, Agressivität und Güte, Aktivität und Muße, Dominant und Devot, Unabhängigkeit und Liebe/Geborgenheit, Extrovertiertheit und Introvertiertheit etc.)

multipoles Chakren-System als Ganzes

„Dienst“ am Selbst und „Dienst“ am Anderen (mit „Dienst“ am Selbst durch „Dienst“ am Anderen und umgekehrt)

Wenn ich all dies bei hoher Intensität gut ausbalanciert habe, dann stellen sich Selbstvertrauen und Leichtigkeit ein.

Die Psychosomatik bei Stress und Angst
… geht mit einem nicht gut funktionierenden Achtsamkeitsprozess einher

Wenn ich chronische Angst oder Stress habe, dann lasse ich die Schultern hängen nach vorne und verliere eventuell auch meine Körperstabilität. Es zieht mich geradewegs nach vorne, nach unten. Meine Aufrichtung fällt mir schwer. Ich habe meine Leichtigkeit in meinen Handlungen und meiner Psyche verloren.

Rolle ich mich nach vorne auf, schütze ich meine sensible Vorderseite. Ich krümme mich in Richtung Empryonalstellung; gebe mir selber Sicherheit und Geborgenheit. Die entsprechenden Muskeln spannen sich an und verspannen sich gegen ihre Gegenmuskulatur, die versucht mich aufrecht zu halten.

Sorgen mit Kreisgedanken bestimmen mich. Mein Körper und meine Psyche geraten in ein inneres und äußeres Ringen um die Lösung, in einen inneren und äußeren Kampf um Selbstschutz oder mich gerade und deutlich machen.

Meine Wahrnehmung ist eingeschränkt, denn die Filter meiner Wahrnehmung und Emotionalität sind unflexibel und nicht gut justiert. Meine Stimmung ist niedergeschlagen und dies drückt sich auch in meiner Stimme aus; und natürlich auch in meinem Gesicht.

Denn ein nicht gut funktionierender Achtsamkeitsprozess zeigt sich in einer Imbalance meiner psychosomatischen Pole. Und diese Pole spiegeln sich auch in meinen Gesichtshälften wider. Eine solche Imbalance kann in einer Gesichtsspiegelung sichtbar gemacht werden.

Detailierter:

Übermäßiger negativer Stress und Angst oder gar Not und Hilflosigkeit zeigen sich in unserer Psyche und so, nach den aufgezeigten Zusammenhängen, auch in unserem Körper. Auf Dauer, wenn sie chronisch sind, zeichnen sie uns.

Unsere Psyche verpannt sich und gerät in Unruhe und chronische Kreisgedanken. In unserrem Körper verpannen sich unsere Muskeln und Faszien auf Dauer chronisch. Beides erscheint mir im chronischen Zustand entzündlichen Prozessen ähnlich.

Das Immunsystem ist Teils hyperaktiv und neigt zu autoimmunreaktionen. Andererseits funktioniert es oft an anderer Stelle nicht gut, zum Beispiel gegenüber Erkältungen und anderen Infektionen. Es gerät aus der Balance.

Dabei kommunizieren wir meist erstaunlich genau nach außen, wie es uns geht, unsere Stimmung:

über unseren Gesichtsausdruck

über unsere Stimme

über unsere Körperhaltung

Diese Imbalancen unserer Körperhälften – zwischen rechts und links, vorne und hinten, oben und unten – sind über die unterschiedliche Funktion unserer Gehirnhälften mit dem Achtsamkeitsprozess verbunden.

Diese Imbalancen zeigen sich körperlich zum Beispiel in:

einem verspanten Zwerchfell

Atemunterdrückung

Bauchscmerzen

einer Verspannung in der Brustmuskulatur

Verspannungen des Nackens, der Schulter und der Arme

Rückenschmerzen

verspannter Bauchmuskulatur

Verspannungen der Hüft- und Beinmuskulatur

Diese Imbalancen zeigen sich psychisch in:

übermäßigem Selbstschutz

nicht gut funktionierender Selbstwahrnehmung/Fremdwahrnehung und nicht gut funktionierendem Selbstmitgefühl/Mitgefühl

mangelndem Selbstvertrauen

Auf diese Symptome komme ich auf den nachfolgenden Seiten noch genauer zu sprechen.

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Innerer Marionettenspieler

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In unserem Kopf sitzt ein psychomechanisches Kopf-Stimmungssystem

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Notizen

• Die Verlängerungen der Faszien unseres Körpers, die in unseren Kopf laufen, regeln eine Art Grundspannung auf vielen Hauptfaszien.
• Ähnlich, wie bei einer Geige im Wirbelkasten die Saiten gespannt werden, fungiert unser Kopf wie ein dynamischer „Wirbelkasten“ als unser körperliches Stimmungssystem.
• Die Dynamik dieses Kopf-Stimmungssystems hat etwas von einem inneren Marionettenspieler.
• Bei Aktivierung unseres Kopf-Stimmungssystems, öffnen sich die Räume im Kopf, und öffnen damit auch stark den Klang und die Möglichkeiten unserer Stimme, unserer Stimmungen.
• Unser Körper ist auf diese Weise ein kombiniertes Saiten-Blasinstrument.
⋅ Unser Kopf-Stimmungssystem ist tief mit unserer Atmung und Atemspannung verwoben.
⋅ Unser Kopf-Stimmungssystem kann uns bei intensiver Aktivierung das Gefühl vermitteln einen Drachen aus unserem Dritten Auge steigen zu lassen (siehe ) und so eine Verbindung zum Kosmos aufzubauen.
• Geht diese Grundspannung durch Sorgen und Ängste teils verloren, dann:
⋅ … gerät unser Körper in eine Spannungsimbalance,
⋅ … entwickeln sich Verspannungen, besonders im Hals- und Nackenbereich, aber auch im Rücken, an den Schulterblättern und so weiter, die versuchen die fehlende Grundspannung wieder auszugleichen. Diese Verspannungsketten laufen nach und nach durch den ganzen Körper bis in die Gliedmaßen.

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In Arbeit … XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX

→   Psychosomatik – unser kluger Umgang mit Entscheidungen

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Fußnoten

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1. (Primärliteratur einfügen!)
Internet:
Vgl. Wikipedia, Hermesstab.
2. Internet:
Vgl. Wikipedia, Äskulapstab.
3. (Primärliteratur einfügen!)
Internet:
Vgl. Wikipedia, Hermes Trismegistos.
4. (Primärliteratur einfügen!)
Internet:
Vgl. Jebsen, KenFM im Gespräch mit: Lothar Hirneise (Video).
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Stand 18. Juli 2020, 08:00 CET.


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