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Psychosomatische Pole und Gradienten im Körper – unsere Selbstheilung

Der Achtsamkeitsprozess spiegelt sich in Polen und Verläufen – in Gradienten – unseres Körpers wider


Notizen

• Der Achtsamkeitsprozess spiegelt sich in Polen und Verläufen – Gradienten – in unserem Körper wider, siehe Notizen Hatha Yoga – Ha und Tha, Ra und Horus, Sonne und Mond.
• Die Polarisation unserer Körperhälften in Bezug auf die Frage, was unser Leben ist oder ausmacht, ist in meinen Augen nur ein Teil der Fascetten, in denen sich unser Leben in unserem Körper widerspiegelt. Im Sinne des Kundalini-Prozesses zeigt sich ein Verlauf der Persönlichkeitsentwicklung, ein Gradient. Seine Basis liegt in unserem Anus/Beckenboden, und verläuft bis in unser Drittes Auge und ins Kronen-Chakra.
Betrachten wir diesen Gradienten etwas detailierter, so setzt er sich in meinen Augen eigentlich aus zwei Gradienten zusammen, in denen sich tatsächlich die Pole unserer Körperhälften widerspiegeln:
Von unten nach oben – Beckenboden bis ins Kronen-Chakra oder sogar beginnend von den Füßen, auch in die Hände gehend – verläuft unser Handlungsgradient. Von hinten nach vorne verläuft unser emotionaler Gradient, vom Rücken bis zur Vorderseite unseres Rumpfes. Gleiches auch in den Gliedmaßen.
Demnach haben wir zwei Basen in unserem Körper, den Beckenboden und den Rücken. Beide vereinigen sich im Anus/Beckenboden. Dieser Umstand lässt sich durch folgende Bilder verdeutlichen:
Unser Handlungsgradient beginnt im Beckenboden, erweitert sich in die Füße, und richtet unseren Körper stolz auf, so das wir gut handeln können.
Unser Emotionsgradient ist unsere Basis, wenn wir auf dem Rücken liegen. Er beginnt am Rücken, erweiterter gesehen auch an den Rückseiten unserer Gliedmaßen, und steigert sich zu unserer Körpervorderseite hin. Dort sitzen all die sehr wahrnehmungssensiblen und emotionalen Bereiche unseres Körpers, wie das Gesicht, die Kehle, die Brustwarzen, der Solarplexus, der Bauch und Vagina/Penis.
Gemeinsam ergeben der Handlungs- und der Emotionsgradient den Persönlichkeitsentwicklungs-, Lern- und Wachstumsgradienten des Kundalini- oder Achtsamkeitsprozesses, der im Dritten Auge, dem dialonalen Maximum beider Gradienten, endet. Interessant dann auch ist die Frage, wo die jeweiligen Maxima der einzelnen Gradienten im Körper liegen. Ich würde mutmaßen, das Handlungsmaximum liegt in unserem Gehirn. Das Emotionsmaximum dürfte in unseren Keimdrüsen in den Genitalien liegen.

Der Achtsamkeitsprozess ist kein nur theoretisches Konstrukt. Wir beobachten ihn, repräsentiert durch seine Pole, in bestimmten Aspekten der Geometrie unseres Körpers. So wird deutlich, wie unsere Psyche, unser individuelles Erleben und Verhalten, mit unserem Körper und seinen Spannungen verwoben ist.

Psychosomatik ist genau diese Verwobenheit der Spannungen unserer Psyche und unseres Körpers.

Der Gefühlsgradient
Abbildung 1 New window: Wir finden die Entsprechung der Pole des Achtsamkeitsprozesses in der Spezialisierung unserer Gehirnhälften, links und rechts vertauscht zu den von der jeweiligen Hirnhälfte gesteuerten Körperhälften; die eine Seite mehr emotional und die andere eher auf die Handlung bezogen, oft rationale Seite genannt. Bei der überwiegenden Zahl der Menschen sind die Pole in Bezug auf unseren Körper wie im Bild angeordnet, kommen aber auch umgekehrt angeordnet vor.

Geschichte

Die Pole des Achtsamkeitsprozesses werden in Religionen, Mythen sowie im Yoga und Tantra auch Auge des Ra (oder Re) und Auge des Horus(Verweis) oder Ha und Tha(Verweis), also Sonne und Mond oder männlich und weiblich, genannt.

Sie begegnen uns in den zwei Schlangen und den beiden Flügeln am Hermesstab (siehe ) des griechisch-ägyptischen Gottes Thot-Hermes – Hermes Trismegistos –, der bei den Römern Mercurius genannt wird. Dessen Weisheit ist auf den sogenannten smaragdenen Tafeln(Verweis) und den hermetischen Schriften festgehalten und im ›Stein der Weisen‹ der Alchemie symbolisiert. Im Hexagramm(Verweis) des Davidsterns(Verweis) sind diese Pole durch die beiden sich überlappenden Dreiecke dargestellt. Die Dreiecke sind dabei oft verschlungen, was deutlich macht, dass die Pole untrennbar verwoben sind.

Bei diesem Wissen handelt es sich um eine uralte Weißheit unserer Vorfahren. Es offenbart die Verbindungen der Veda, dem alten, in Sanskrit formulierten Wissen, das dem Yoga, dem Hinduismus und dem Buddhismus zugrunde liegt, mit dem Glauben und den Mythen der alten Ägypter. Dieses Wissen ist in Teilen auch ins Judentum und ins Christentum wie wohl auch in den Islam übergegangen.

Mehr geschichtliche Details:

Der Hermesstab

Hermesstab
Abbildung 2 New window: Der Hermesstab mit seinen Flügeln steht für Heilung, Weisheit, und wie ich vermute für Erleuchtung und die Beflügelung der Seele und des Geistes durch ein polares Yin-Yang-Prinzip. Im Hermes Trismegistos kommt durch die Verschmelzung des griechischen Gottes Hermes mit dem ägyptischen Gott Thot auch das Wissen und die Philosophie in seine Bedeutung.

Der Hermesstab des Hermes Trismegistos zeigt, mit den beiden am Stab aufsteigenden Schlangen, eine Symbolik, die heute aus dem Kundalini-Prozess des Yoga bekannt ist. Mit einer einzelnen Schlange kennen wir diesen als Äskulap- oder Asklepiosstab, der seinem Sohn gehört. Dieses Symbol der Alchemie finden wir heute noch bei den Apothekern.

Die Tempelritter, der Heilige Gral und die Freimaurer

Es gibt Vermutungen, die Tempelritter kamen im Mittelalter nach ihren Kreuzzügen mit dieser Weisheit, dem sagenumwobenen Heiligen Gral(Verweis), wie ich vermute, aus dem Heiligen Land zurück, was bei den Kirchenfürsten nicht auf uneingeschränkte Begeisterung stieß. Nach der Verfolgung der Tempelritter(Verweis) durch die Kirche überdauerte dieses Wissen offensichtlich bei den Freimaurern, bei denen es im Baphomet(Verweis) wiederzuerkennen ist.

Die Mythologie der alten Ägypter

Leben des Horus mit Hermesstab
Abbildung 3 New window: Abbild des Lebens, das sehr ähnlich in altägyptischen Darstellungen zu finden ist. Hier mit Hermesstab, im näherem Bezug zum Achtsamkeitsprozess mit zwei Schlangen, wie auch im alten Ägypten. Die beiden Schlangen stellen hier das Gefühl und die Handlung, das (Wahr-)Nehmen/Empfangen und das Geben/Senden des Achtsamkeitsprozesses dar. Lizenz: Eye of Horus

Schon die alten Ägypter kannten die Pole des Achtsamkeitsprozesses, die durch das Auge des Ra und das Auge des Horus verkörpert wurden. Auch die aufsteigenden Schlangen gehörten als Teil des Entwicklungsprozesses des Lebens zu dieser Symbolik. Das unten in zu sehende Ei der Metamorphose steht für den Schoß, den Anus/Beckenboden, in dem die Schlangen ruhen und hier erwachen und schlüpfen, bevor sie von dort aufsteigen, wenn der Mensch heran wächst und dabei klüger und weiser wird. Im Kundalini-Prozess des Tantra und Yoga steigen die Schlangen auf zum Dritten Auge und ins Kronen-Chakra.

Altes Wissen im biophysikalischen Modell

Das Modell des Achtsamkeitsprozesses überführt dieses Wissen in die naturwissenschaftliche Form eines biophysikalischen Regelprozesses, so dass es Teil der modernen Wissenschaft wird. Hierdurch findet auch unsere Psyche, unser individuelles Erleben und Verhalten, ihren biophysikalischen Ausdruck und damit, als essentielles Fundament des Lebens, Eingang in die Naturwissenschaft.

Der Gefühlsgradient und der Handlungsgradient im menschlichen Körper

Die Pole des Achtsamkeitsprozesses drücken sich nicht nur in der Spezialisierung unserer Gehirn- und Körperhälften aus. Wir finden sie auch als Verläufe oder Gradienten in den beiden zu unseren Körperhälften senkrechten Richtungen:

Der Handlungsgradient
Abbildung 4 New window: Die Basis des Handlungsgradienten ist der Anus/Beckenboden. Als erweiterte Basis des Handlungsgradienten können die Fußsohlen gesehen werden. Je weiter die Körperspannung nach oben steigt, je intensiver wir aufgerichtet – erigiert – sind, desto höher ist unsere Handlungsintensität.

Der Handlungsgradient des Achtsamkeitsprozesses ist entlang unseres Körpers vom Beckenboden zum Kopf hin ausgerichtet. Je aufgerichteter wir stehen, desto mehr ist der Handlungspol aktiviert.

Der Gefühlsgradient
Abbildung 5 New window: Die Basis des Gefühlsgradienten ist der Anus, der Rücken oder allgemeiner die Rückseite des Körpers. Bei Armen und Beinen die Außenseiten. Die wahrnehmungs- und gefühlsintensivsten und sensibelsten Stellen befinden sich überwiegend vorne im Körper und an den Innenseiten der Gliedmaßen: Die Handflächen, die vorderen Genitalien, der Bauch, das Dantien, der Solarplexus, die Brustwarzen, der Kehlkopf, das Gesicht, die Augen. Bedingte Ausnahme sind der Anus selber und die Fußsohlen.

Der Gefühlsgradient des Achtsamkeitsprozesses ist vom Rücken aus nach vorne zur Vorderseite unseres Körpers hin ausgerichtet. An den Armen und Beinen ist er von außen nach innen orientiert.

Je offener wir nach vorne sind, je feiner wir nach vorne wahrnehmen und fühlen, desto mehr ist der Gefühlspol aktiviert. Offen sein bedeutet bei den Gliedmaßen, die empfindlichen Innenseiten nach vorne zu drehen und empfangsbereit zu sein.

Der Achtsamkeitsgradient im menschlichen Körper

Der Gefühlsgradient und der Handlungsgradient können nur im Balancespiel miteinander, also gemeinsam, aktiviert werden.

Der Achtsamkeitsgradient
Abbildung 6 New window: Die Basis des Achtsamkeitsgradienten ist der Anus. Die Intensitätszunahme des Gefühlsgradienten und des Handlungsgradienten bedingen einander. Beide Gradienten können jeweils nicht ohne den anderen beliebig zunehmen. Im Achtsamkeits- oder Kundalini-Prozess können der Gefühlspol und der Handlungspol im mythischen Bild nur gemeinsam als die beiden Schlangen aus dem Schoß zum Dritten Auge hin aufsteigen.
Entlang dieser Diagonalen baut sich auch die Atemspannung auf und findet die Atmung statt.

Ihre gemeinsame Aktivierung läuft entlang des Achtsamkeitsgradienten, vom Anus bis zum Dritten Auge. Bei hoher Aktivierung des Achtsamkeitsgradienten wird eine intensive Spannung zwischen dem Anus und dem Dritten Auge im Körper aufgebaut. Dies geschieht durch eine starke Aktivierung der Anus-/Beckenbodenmuskulatur und durch das intensive Öffnen der Räume im Kopf hin zum Dritten Auge, bis zur Nasenspitze und hin zum Kronen-Chakra.

Dieser Zusammenhang war schon den alten Ägyptern, sowie vielen anderen alten Kulturen, bekannt, in deren Wandbildern sowohl die Pole des Achtsamkeitsprozesses als auch der Anus/Beckenboden, als Ei der Metamorphose, und das Dritte Auge zu finden sind (siehe ).

Die Atmung läuft entlang des Achtsamkeitsgradienten

Auf der Spannung des Achtsamkeitsgradienten findet unsere Atmung statt. Sie ist stark mit der unseren Oberkörper in Richtung des Handlungsgradienten aufrichtenden Atemspannung und unserer Oberkörperbalancespannung verbunden. Gleiches gilt für unseren Gefühlsgradienten, in dessen Richtung uns unsere Atmung auch ausdehnt und aktiviert. Unsere intensive Atmung sorgt auch für eine bessere Durchblutung und Versorgung unserer Sinnesorgane, Nerven und Muskeln und macht diese so in ihrer Wahrnehmung und ihrem Gefühl sensibler und aktiviert sie in ihrer Handlung.

Wir können unsere Atmung umso intensiver, tiefer und mit mehr Leichtigkeit ausführen, desto stärker unser Achtsamkeitsgradient faszial und muskulär aktiviert ist. Dies scheint vollumfänglich allerdings nur möglich, wenn wir keine nennenswerten Verspannungen in unserer Psyche und im Körper haben.

Andersherum können durch eine intensive und tiefe Atmung Verspannungen in unserer Psyche und in unserem Körper gelöst werden.

Der Kundalini-Prozess

Aus der Kundalini(Verweis aufs Yogawiki Kundalini und Kundalini Yoga) Tradition des Tantra, auch Kundalini Yoga, ist ein Prozess bekannt, der zur Heilung durch Weisheit und Erleuchtung führen soll, der Kundalini-Prozess. Tradition, auch Kundalini Yoga, ist ein Prozess bekannt, der zur Heilung durch Weisheit und Erleuchtung führen soll, der Kundalini-Prozess.

Der Kundalini-Prozess
Abbildung 7 New window: Der Kundalini-Prozess kommt nach dem Yoga Vidja Kundalini Portal aus dem Tantra des Hinduismus und ist auch in den tibetanischen Buddhismus eingegangen. Die Darstellung bringt diesen Prozess mit dem Achtsamkeitsprozess in Zusammenhang, mit dem er, je nach Perspektive, identisch oder ein Teil von ihm ist.

Dieser Prozess trägt sowohl psychische Aspekte in sich, wie die Aussage ›Heilung durch Weisheit‹ oder in etwas abgemilderter Form ›Heilung durch Klugheit‹ schon zum Ausdruck bringt, als auch körperliche Aspekte, die sich in unserer intensiven Atmung und der Flexibilisierung unseres Körpers ausdrücken.

Mit Klugheit ist unter anderem die philosophische Einsicht gemeint, dass unser kurzfristiges Wohlgefühl und unser längerfristiges Wohlbefinden auch entscheidend davon abhängen, welche inneren Perspektiven wir auf unser Leben einnehmen und wie wir mit diesen umgehen.(Verweis auf Albert Kitzler, »Denken heilt!«)

Das kluge Spiel mit unseren Perspektiven

Hierbei ist die spielerisch neugierige und kluge Suche nach neuen Perspektiven in uns, die uns gut fühlen lassen können, aber nicht immer uns gut fühlen lassen sollten oder gar müssen, natürlich der Ausgangspunkt. Beim finden von neuen Perspektiven spielt folgende Erkenntnis eine besondere Rolle:

Wir können jeder Sache auch etwas Gutes abgewinnen …

Und umgekehrt gilt dies auch, in jeder Sache liegt auch etwas nicht so gutes. Damit kommen schnell viele kluge Perspektiven in unser Leben. Jede dieser Perspektiven erzeugt in uns andere Gefühle und damit auch andere mögliche Handlungen und so eine andere Zukunft. Unser ›Raum der Möglichkeiten‹ erweitert sich.

Der kluge Umgang mit diesen Perspektiven auf unser Leben bezieht sich dabei auf drei Möglichkeiten:

Wir können sie nebeneinander, in gewisser Widersprüchlichkeit, bestehen lassen. (Ambiguitätstoleranz(Verweis), Ambiguismus(Verweis))

Wir können sie durch Plausibilisierung verschmelzen, in ein gemeinsames plausibles Gedankengebäude einbauen. (Plausibilismus(Verweis))

Oder wir können uns zwischen ihnen entscheiden. (Discrimismus(Verweis))

Beim klugen Finden und beim klugen Umgang mit diesen Perspektiven spielt unser intuitives Gefühl und unsere intuitive Handlung eine wichtige Rolle. Klugheit meint hier, sich etwas „geniales“ einfallen zu lassen, dass uns insgesamt nützlich ist, uns weiter bringt (Ingeniumismus-Viabilismus(Verweis)). Krampfhaftes Im-Kreis-Denken und köperliche Verspannungen stehen dem intuitiven, kreativen Fluss dieses Prozesses eher im Weg.

Durch intensive Atmung, durch intensive meditative Körperübungen und natürlich durch ruhigere Meditation kann dieser Prozess der Klugheit in Gang gesetzt werden, der Geist und Körper lockert und so Verspannungen und Blockaden löst. Dies geschieht auch, indem wir über unsere intensive Atmung unser Bewusstsein mit unserem Unterbewusstsein in Kontakt bringen. Hiermit ist auch die Verschiebung der Grenze zwischen Bewusstem und Unbewusstem oder Unterbewusstem gemeint. In diesem Prozess wird die Steuerung des Fokus unseres Bewusstseins, unserer Konzentration, im Besonderen auch in Bezug auf unserer Selbstwahrnehmung, geübt. Dabei kann es auch möglich werden, unseren Fokus extrem zu weiten.

Dies bedeutet übrigens nicht ein Denkverbot, sondern eher eine Lockerung unseres Gedankenflusses, die auch in „Gedankenlosigkeit“ münden kann. Und dieser Prozess kann und sollte auch, so gut es geht und besser werdend, im Alltag eingeübt werden. Denn wir wollen ja nicht nur in außergewöhnlichen Momenten, in denen wir Zeit für uns haben, ein gutes, angenehmes und gesundes Leben führen, sondern gerade auch im Alltag.

Der innere Dialog unserer Pole, Chakras und Organellen

In einem Regelprozess, wie dem Achtsamkeitsprozess, geht es natürlich darum, etwas zu regeln. Dazu gehört immer eine Bestandsaufnahme des Zustandes des Prozesses, also des geregelten Systems, damit so geregelt werden kann, dass der Prozess gut weiter läuft. Dies geht nur mit einer Kommunikation, die im System selber stattfindet.

Hinter der wohl zentralsten Frage unseres Lebens steht ein innerer Dialog:

Wie geht es uns? Geht es uns gut?

Dieser Dialog findet zwischen Teilen von uns selber statt, die ich als Pole, Chakras oder Organellen bezeichne. Haben wir eine schmerzende Hand, dann ist uns bewusst, dass es diese Hand ist, die schmerzt. Sie teilt dies dem Rest unseres Körpers und insbesondere unserem Gehirn mit und diese Anderen hören zu.

In solchen Dialogen werden auch die möglichen Prioritäten und Entscheidungen geklärt, zum Beispeil die Ausschüttung schmerzlindernder Hormone. Die Vorstellung eines Dialogs in uns selbst wird dem Fascettenreichtum unserer Existenz gerecht. Sie ist wunderbar dazu geeignet, innere Perspektiven auf unser Leben zu kreieren, weil in uns viele Bedürfnisse miteinander spielen und im Wettbewerb stehen.

Wir haben nicht nur einen Körper, der aus verschiedensten Teilen und Organen besteht. Auch in unserem Gehirn gibt es verschiedenste Interessen, die auch mal ziemlich konträr zueinander verlaufen können.

Dazu gehören Pole und Aktivitätszentren, die für verschiedene, sich ergänzende Gegensätze – Symmetriebrüche – stehen. Zu diesen Polen gehören unter anderem auch die oben angegebenen Pole des Achtsamkeitsprozesses, der Gefühlspol und der Handlungspol. Und auch unsere verschiedenen „weiblichen“ und „männlichen“ Fascetten und unsere Chakras gehören zum Beispiel dazu.

Damit der Dialog gut funktionieren kann, ist es wichtig, wie auch im zwischenmenschlichen Dialog, dass keine Seite, also Fascette, prinzipiell unterdrückt wird. Es ist wichtig, dass alle in Ruhe zuhören, wenn einer was auf dem „Herzen“ hat! Denn sonst kann der Rest sich nicht mit dem oder der Betroffenen um das Problem kümmern. Nur so ist eine gute Abwägung der Entscheidungen möglich!

Wenn eine Fascette herumschreit, die von manch anderem nicht so gemocht wird, dann ist dies ganz besonders wichtig. Denn es stellt sich gerade auch für die, die eine ablehnende Haltung haben die ernsthafte Frage, warum sie ablehnen anstatt zu lieben? Einen Teil von uns herauszuschmeißen ist nicht ohne große Verletzung, ohne ein Blutbad quasi, möglich.

Hinzu kommt, dass es sich um sich ergänzende Gegensätze handelt. Da kann keiner gehen, denn sie gehören zusammen, weil sie ohne einander nicht funktionieren können. Genau wie die Kundalini-Schlangen, müssen sich die Gegensätze in einem Tanz in Ketten, auf ewig aneinander gefesselt, gegenseitig umspielen. Ein Ausbruchsversuch oder ein Herausschmeißen wird ziemlich sicher alles zerstören.

Wir haben alle unsere Probleme mit uns: Wir finden uns zu dick. Wir schlafen zu schlecht. Wir sehen nicht gut aus. Finden keine Freunde oder keinen Partner. Können kein Kind zeugen. Sind nicht gut in der Schule. Und vieles andere mehr …

Lasst uns uns selber gegenüber, für diese Fascetten in uns, Verständnis haben. Sie einfach erst mal wahrnehmen, wie sie sind. Gucken, warum sie vielleicht so sind. Wenn wir ihnen zuhören und diese Fascetten annehmen, dann findet sich vielleicht mal eine Lösung. Lehnen wir sie ab, dann betreiben wir Selbstzerstörung und verschlimmern alles nur. Nehmen wir sie an, dann verringert sich unser innerer Stress und das ist oft schon ein großes Stück des Wegs zu einer möglichen Lösung. Denn wir lösen eine Blockade auf. Und Bewusstwerdung ist der Anfang jeder Veränderung.

Die Psychotherapeutin Maria Sanchez (›Neue Psychologie‹, ›Sehnsucht und Hunger‹, ›EssentialCore‹) bringt das in einem Gespräch im folgenden Video wunderbar auf den Punkt, indem sie aufzeigt, dass unsere biographischen Wunden nur verheilen können, wenn wir „das ungeliebte Kind“ in uns in Liebe annehmen: Selbstliebe ist kein Zufall: Die revolutionäre Kraft des Fühlens

Wer ständig mit sich selber kämpft, wird verlieren

Zum Tod eines krebskranken, bekannten Schauspielers las ich auf der Titelseite einer Zeitung:

» Er hat den Kampf mit sich selber verloren! «

Im Sinne unseres inneren Dialogs stelle ich fest, dass der Krebs ein Teil unseres Körpers ist. In meinen Augen geht es nicht unbedingt darum, ihn operativ entfernen zu müssen. Dies ist nur eine Option, die in jedem Fall auch schädliche Seiten in sich trägt.

Es gibt nämlich auch Perspektiven auf viele Krebsarten, die davon ausgehen, dass der Krebs eine Organelle unseres Körpers ist, die unseren Körper in einer möglichst vorrübergehenden Notmaßnahme vor einer sehr schädlichen Stoffwechsellage schützt, einer schädlichen Überbelastung unserer Zellen mit Zucker. Diese Stoffwechsellage hätte dann mit Stress oder anderen inneren Zuständen zu tun, die auch von außen, beispielsweise durch Gifte, ausgelöst sein kann.

Sollte diese Perspektive einen Wahrheitsgehalt haben und wir entfernen den Krebs, ohne die Ursache dieser schädlichen Stoffwechsellage unseres Körpers zu beseitigen, dann entfernen wir gar das Organisationszentrum unseres körpereigenen Not- und Rettungsprogramms. Demnach würden wir mit der Entfernung des Krebses unserem Körper nicht nur eine möglicherweise problematische Narbe zufügen, sondern ihn auch sogleich wieder der schädlichen Stoffwechsellage aussetzen.

An diesem Beispiel können wir wunderbar erkennen, wie sehr unser kluges Verhalten vom Realitätsbezug unserer möglichen inneren Perspektiven abhängt. Unter Umständen erreichen wir mit einer Maßnahme genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich bezwecken wollten, nämlich unsere Heilung.

Bevor wir also schicksalhafte Entscheidungen und Maßnahmen ergreifen, ist es klug, mit sich in einen inneren Dialog zu gehen; gegebenenfalls auch mit unserem eigenen Krebs. Wir sind klug, wenn wir versuchen zu verstehen, wie die Dinge – in uns selber – liegen, und das natürlich auch durch externen Rat. Dies schließt die Entscheidung für eine Chemotherapie und eine Operation oder jede andere Maßnahme ausdrücklich mit ein, denn es ist unser Leben.

Wenn wir allerdings in einem ständigen Kampf mit uns selber sind, zerstören wir uns selbst und wir werden so verlieren.

Unsere Vorfahren haben überlebt, weil wir erstaunliche Möglichkeiten der klugen Selbstheilung in uns tragen

Mit den folgenden Aussagen lohnt es sich zu beschäftigen:

Jede Heilung ist eine Selbstheilung.

Bei der Heilung gibt es von außen nur unterstützende Maßnahmen. Dazu gehört eine Beratung genauso wie eine Medikation oder eine Operation:

Bei einer Beratung scheint dies für uns offensichtlich.

Bei einer Medikation heilt ohne unsere gut ablaufenden Körperfunktionen nichts. Ein Antibiotikum beispielsweise kann große Teile der schädlichen Bakterien stark schwächen oder gar töten. Den Rest muss unser Körper selber besorgen; die übrigen Bakterien töten und aufräumen zum Beispiel.

Selbst nach einer Operation muss unser Körper die entstandenen Wunden heilen und mit den Narben umgehen. Auch die möglichen psychischen Folgen müssen wir selber verarbeiten, ob mit oder ohne Rat.

Vollkommene Heilung gibt es nicht. Es wird nie wieder so, wie es war.

Heilung kann nie wieder den Zustand herstellen, in dem wir einmal waren. Sie ist immer mit einer Narbe, einem Lernprozess – und wenn unser Immunsystem lernen muss – oder einer Persönlichkeitsentwicklung verbunden. Dies alles sind Folgen der Selbstheilung.

Da alle unsere Vorfahren natürlich bis zur Fortpflanzung überlebt haben, können wir uns sehr auf unsere Selbstheilungskräfte verlassen. Denn unsere Ahnen hatten offensichtlich schon diese Fähigkeit, selbst wenn es sich um die Organisation der Hilfe durch andere gehandelt hat. Es stellt sich also eher die Frage, wie wir unsere Selbstheilung fördern können.

Die Bedeutung des Placebo-Effekts

Bei der Selbstheilung spielt der Placebo-Effekt eine große oder gar entscheidende Rolle:

Glaube ich nicht an die Möglichkeit, dass ich mich im oben erklärten, weitesten Sinne selbst heilen kann, dann versuche ich es gar nicht erst. Darin liegt auf diese Weise eine relativ einfach erfüllbare selbsterfüllende Prophezeiung.

Glaube ich daran, dass es die Möglichkeit der Selbstheilung gibt, dann versuche ich mich selber zu heilen und habe so eine größere Chance auf meine Selbstheilung.

Aus dieser Perspektive macht es keinen Sinn, den Placebo-Effekt aus der Medizin völlig draußen zu halten. Wir sollten ihn differenziert betrachten und klug nutzen.

Die Psychosomatik bei gut funktionierendem Achtsamkeitsprozess

Bei gut funktionierendem Achtsamkeitsprozess XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX

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Die Psychosomatik bei Stress und Angst

Übermäßiger negativer Stress und Angst zeigen sich in unserer Psyche und so, nach den aufgezeigten Zusammenhängen, auch in unserem Körper. XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX

Zwerchfell, Stress und Psyche XXX psychosomatische Verspannungen, Rückenschmerzen XXX Bauchmuskeln dauernd angespannt XXX XXX XXX XXX XXX XXX

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In Arbeit … XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX XXX

→   Psychosomatik – unser kluger Umgang mit Entscheidungen


Fußnoten

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1. Internet:
Vgl. Wikipedia, Hermesstab.
2. Internet:
Vgl. Wikipedia, Äskulapstab.
3. (Primärliteratur einfügen!)
Internet:
Vgl. Jebsen, KenFM im Gespräch mit: Lothar Hirneise (Video).
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Stand 12. Januar 2020, 09:00 CET.


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