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Das Bewusstsein

Physik und Leben auf Basis von Regelprozessen


Eine Überlegung, wie wir uns Bewusstsein ganz grundsätzlich physikalisch vorstellen können und wie Leben zu verstehen ist


Notizen

(• Der Text ist oft sehr technisch. Es wäre schön, ihn etwas einfacher verständlich zu schreiben und die technischen Detals in ein Extrakapitel oder auf eine Seite der FrQFT zu bringen.)
(• Die Materie kann hier auch als Rückgrat, als auskristallisierte Knochen — auskristallisiertes Bewusstsein —, im Zusammenspiel zwischen Seele und Materie gesehen werden. Durch die auskristallisierte Materie ist erst ein intensives Wechselspiel möglich. Siehe auch Körperliche und seelische Existenz.)
(• Hier wird der ›Dualismus vom Teil und vom Ganzen‹ deutlich sichtbar, siehe Ordner. Ein fraktaler Dualismus, der dem Djet-Neheh-Dualismus ähnelt oder gleicht.)
(Bewusstsein und Wissen im Achtsamkeitsprozess:)
(• Auf der Seite Der Achtsamkeitsprozess führe ich das Bewusstsein inspiriiert durch seine Synonyme, wie Wissen, Information und Klarheit, ein. Es vermittelt die Übergänge zwischen den Etappen des Achtsamkeitsprozesses.)
(Bewusstsein und Resonanz:)
(• Auf der Seite Quantenmechanik — De-Broglie-Bohm-Theorie wird vermutet, dass alle Elementarprozesse und wohl auch alle untergeordneten Regelprozesse des Lebens mit den entsprechenden Schwingungsfrequenzen des Vakuums in Wechselwirkung stehen. Dadurch sind alle Regelprozesse gleicher Frequenz miteinander verbunden.)
(Bewusstsein und Physik:)
(• Panpsychismus: Es gibt große Nähe zwischen dem ›Spannungsspiel des Lebens‹ und der FrQFT auf der einen Seite und der Prozessphilosophie und der ›Integrated Information Theory‹ (IIT) auf der anderen Seite.
(— Einen kurzen Artikel dazu hat Tam Hunt verfasst: Siehe On Solidity.)
(• Zweifel am Panpsychismus: Vergleichen wir Sabine Hossenfelders Äußerungen dazu, das Elektronen kein Bewusstsein hätten, mit dem Inhalt dieser Seite, dann erkennen wir, dass die Definition davon, was Bewusstsein wohl ist und ob es unterschiedliche Stufen des Bewusstseins gibt, entscheidend für das Ergebnis einer Untersuchung ist. Weiterhin ist entscheidend, ob wir ein Elektron als strukturellen Regelprozess sehen oder als Punkt mit Eigenschafts-Labeln. Siehe Hossenfelder, Sabine — Electrons don’t think.)
(— Ebenso interessant ist, dass Sabine Hossenfelder Bewusstsein mit Denken gleich setzt. Ich würde hingegen die Wahrnehmung als das Zentrale Element des Bewusstseins sehen. Nach dem Yoga-Sutra ist Yoga das Zur-Ruhe-Bringen/Kommen der Gedankenbewegung im Geiste, also zu üben, weniger zu denken und mehr Bewusstsein zu entwickeln. Kurz, unseren Aufmerksamkeitsfokus von unseren Gedanken auf unser Sein im Hier und Jetzt zu lenken. Also entweder die Yogis wissen nicht wovon sie reden oder Frau Hossenfelder müsste ihre Definition von Bewusstsein überdenken.)
(Bewusstsein, Fokus etc.:)
(• Unser Unterbewusstsein, unser grundlegendes Bewusstsein, ist bei Elementarteilchen das gesamte Bewusstsein, weil sie annehmen müssen, was kommt, ohne filtern zu können, also einen Fokus zu haben.)
(• Lebewesen haben hingegen einen Fokus, der über Filter verfügt und damit eine weiter Bewusstseinsebene einführt. Sie kann einen Teil der Wahrnehmung ausblenden.)
(Aktuelle Diskussionen:)
(• Vorstellung und Diskussion der bekanntesten Ideen vom Bewusstsein: Siehe Blackmore, »Bewusstsein – Das Schwierigste Problem«.)
(— Der Forschertyp A in der Bewusstseinsforschnung sagt, Bewusstsein hat keine eigene Funktion, die vom Leben unabhängig wäre. Daher ist Bewusstsein nicht vom Leben zu trennen. Jedes Lebewesen hat es.)
(— Für Forschertyp B in der Bewusstseinsforschnung gilt: »Manche Fachleute sind davon[, dass alle Lebewesen Bewusstsein haben,] dennoch nicht überzeugt. Nach Ansicht des australischen Biologen Brian Key reagie­ren Fische vielleicht so, als ob sie Schmerzen hätten, aber diese Beobachtung beweise nicht, dass sie bewusst irgend­ etwas empfänden. Schädliche Reize, behauptet er, ›fühlen sich für einen Fisch wie gar nichts an‹. Das menschliche Bewusstsein, so seine Argumentation, basiere auf Signal­verstärkung und umfassender Integration; Fischen jedoch fehle die neuronale Architektur, die solche Verknüpfungen ermöglichten. Letztlich lehnt Key alle Indizien aus Verhal­tensforschung und Physiologie ab und stützt sich aus­ schließlich auf die Anatomie, um damit die Einzigartigkeit des Menschen zu verteidigen.«)
(— Der Typ A wirft Typ B vor: »Die Mitglieder dieser Gruppe [B] zerbre­chen sich den Kopf über das schwierige Problem und postulieren einen ›philosophischen Zombie‹: ein hypotheti­sches Wesen, das sich von außen nicht von einem Men­schen unterscheiden lässt, aber kein Bewusstsein besitzt. Das bedeutet, dass andere Tiere zwar wohl sehen, hören, fressen und sich paaren — das aber ›in völliger Dunkelheit‹, ohne jegliches subjektives Erleben. Wenn das stimmt, muss Bewusstsein eine besondere, zusätzliche Eigenschaft sein, die wir hätten entwickeln können oder eben auch nicht, und wo wir, jedenfalls nach Ansicht der meisten, von Glück sagen können, dass wir sie besitzen.« Typ A »lehnt die Vorstellung von Zombies ab und sieht wie die kanadische Philosophin Patricia Churchland in Chalmers’ ›schwierigem Problem‹ nur eine Scheindebatte, die vom Thema ablenkt. Bewusst­sein ist entweder schlicht die Aktivität von Körper und Gehirn, oder es gehört zwangsläufig zu allem, was wir so offensichtlich mit anderen Tieren gemeinsam haben. Nach Ansicht dieser Wissenschaftler ist die Frage, warum das ›eigentliche Bewusstsein‹ in der Evolution entstanden ist oder worin seine Funktion besteht, einfach deshalb witzlos, weil ein ›eigentliches Bewusstsein‹ nicht existiert.«)
(— Ich sage, Typ B hat — vielleicht aufgrund von Selbstschutz — keine Empathie, damit eine eingeschränkte, behinderte Wahrnehmung und damit ein ebensolches Bewusstsein. Sonst würden sie sich selber in den leidenden Geschöpfen widergespiegelt sehen. Das Problem liegt hier also beim Beobachter und nicht beim angeblichen Tier ohne Bewusstsein. Die Frage, die sich stellt, ist, warum sollte ein Huhn sich so verhalten, als wenn es Schmerzen hätte, wenn es keine hat?)
(— Ich neige ganz klar zu Typ A und dem Ansatz, die Höhe des Bewusstseins mit der Komplexität und der genauen Art und Weise der Informationsverarbeitung ansteigen zu sehen: »Die alternative Theorie der integrierten Information (Integrated Information Theory) schlug ursprünglich der italienische Psychiater Giulio Tononi vor. Sie definiert eine Größe Φ (Phi) als Maß dafür, in welchem Umfang Informa­tion in einem System verarbeitet wird — genauer gesagt, in Teile zerlegt wie auch zu einem Ganzen vereinheitlicht wird. Verschiedene Messmethoden führen zu dem Schluss, dass sich ein großes, komplexes Gehirn wie das menschliche auf Grund des hohen Grads an Verstärkung und Integration der neuronalen Aktivität durch ein hohes Φ auszeichnet. Dagegen liegt bei einfacheren Systemen Φ niedriger, wie sich auch aus den unterschiedlichen Komplexitätsstufen der biologischen Arten ergibt. Im Gegensatz zur Theorie des globalen Arbeitsraums lässt die Theorie der integrierten Information ein Bewusstsein in einfacher Form auch bei niederen Lebewesen zu — genauso wie bei entsprechend or­ ganisierten Maschinen mit hohem Φ.«)
(— Die Funktion des Bewusstseins: »Hilft es vielleicht, wenn man herausfindet, wie, warum und wann Bewusstsein in der Evolution entstand? Wieder stoßen wir hier auf die Kluft zwischen den beiden wissenschaftlichen Lagern. Die Forscher von Team B argumentieren, da wir offensichtlich ein Bewusstsein besäßen, müsse es eine Funktion haben und beispielsweise unser Verhalten steuern oder uns vor natürlichen Feinden schützen. Doch wenn es um die Frage geht, wann das Bewusstsein entstanden ist, denken einige Wissenschaftler an Jahrmilliarden, während andere dieses Ereignis erst in historischen Zeiten ansiedeln.«
Hier kommt für mich der Achtsamkeitsprozess als Funktion des höheren Bewusstseins, als stabilisierender Regelprozess unseres Lebens, ins Spiel.)
(— Ist Bewusstsein eine Illusion? Sehr interessant!)
(• Dieter Broers erwähnt auf seiner Seite Jahrhunderte altes Rätsel gelöst — Bewusstsein oder Materie primär? ein Zitat der Physiker Vitali und Tatiana Tichoplav aus ihrem Buch „Physik des Glaubens“.)
(— Sie sagen »„Wenn man die Torsionsfelder als Bewusstsein anerkennt, schaffen wir die uralte Frage der Philosophie ab: Was ist primär — Bewusstsein oder Materie? Wenn die Dominante der Natur des Bewusstseins das materielle Torsionsfeld ist, dann sind Bewusstsein und Materie nicht voneinander zu trennen, und die Frage des „Primären“ ist ohne Sinn.“«.)

Es gibt ein esoterisches Sprichwort:

» Alles ist Bewusstsein — Bewusstsein ist alles. «

Doch wenn alles Bewusstsein ist, was ist Bewusstsein dann genau?

Ich hab über eine mögliche Struktur des Bewusstseins zu Beginn 2018 mit Matthias Galke diskutiert. Auf die Frage, was Bewusstsein denn genau sei, gelangten wir zu dem Schluss, dass Bewusstsein in jedem Fall etwas mit Wahrnehmung zu tun haben muss. Erinnerung muss nicht unbedingt zu elementarem Bewusstsein dazu gehören, gehört aber sicher zu „höherem“ Bewusstsein dazu.

Spitzfindig meinte ich: Wenn Bewusstsein alleine Wahrnehmung sei, aber es auch gleichzeitig alles sei, woher kommen dann die Informationen, die wahrgenommen werden? Mit anderen Worten, wer oder was sendet die Informationen? Matthias erwiederte, dass senden und empfangen vielleicht das Gleiche sei!?

Rückgekoppelte Systeme sind selbstwahrnehmend

Da erinnerte ich mich an Gedanken, die ich ähnlich schon mal vor geraumer Zeit hatte: Regelprozesse sind zugleich immer Sender und Empfänger. Die Elementarprozesse(Link) der Quanten-Fluss-Theorie, die jeder Existenz zugrunde liegen, egal ob Elementarteilchen, materielles Objekt oder Lebewesen, sind solche Regelprozesse. Regelprozesse sind rückgekoppelte Systeme, die durch ihre Rückkopplung geregelt werden. Durch ihre Rückkopplung geregelt werden bedeutet nichts anderes als durch ihre Selbstwahrnehmung stabilisiert werden, existent bleiben.

Beim Elementarprozess der Lebewesen handelt es sich hierbei um den von mir sogenannten Achtsamkeitsprozess. Auf diesen komme ich später noch zu sprechen.

Regelprozesse als Grundlage des Bewusstseins
— Selbst- und Fremdwahrnehmung

Jeder Regelprozess ist durch mindestens zwei gegenläufige Kräfte oder Wechselwirkungen bestimmt; durch einen Gradienten, der ein Tal hat, ähnlich dem Sombrero-Potenzial des Higgs-Mechanismus. Das, was im Regelprozess geregelt wird, also auf Spur im Tal gehalten wird, schwingt dort immer etwas hin und her. Dies kommt durch die Regelungskräfte selbst. Diese Schwingung oder Regelung ist zwangsläufig gleichbedeutend mit der Abgabe, Abstrahlung oder eben Sendung von Informationen. Denn die Kräfte oder Wechselwirkungen, die regeln, hinterlassen ihre Spuren in der Welt.

Gleichzeitig muss jenes, was auf Spur gehalten wird, für genau diese Informationen empfänglich sein, denn diese beeinflussen es ja. Entsprechen diese Informationen doch den Kräften oder Wechselwirkungen, die es auf Spur halten. Also reagiert ein Regelprozess auch darauf empfindlich, wenn der gleiche Regelprozess in der Nähe abläuft. Ein Regelprozess nimmt einen gleichen oder ähnlichen Regelprozess in seiner Nähe wahr, wie er auch von dem anderen wahrgenommen wird. Er beeinflusst diesen also ebenso wie er selber beeinflusst wird.

Der Elementarprozess — (Eigen-)Resonanz in Regelprozessen

Stabile, rückgekoppelte Systeme sind in Resonanz mit sich selber; so etwas wie stehende Wellen, die in Eigenresonanz sind.(Verweis auf Wikipedia, Stehende Welle, Stehende Wellen zwischen zwei Reflektoren) Dies hat etwas mit Selbstwahrnehmung zu tun. Die Elementarprozesse der Quanten-Fluss-Theorie nehmen sich also selber wahr und sind empfänglich für Abstrahlungen von gleichen oder ähnlichen Regelprozessen, die in der Nähe sind.

Systeme in Eigenresonanz haben ein inneres Kräftegleichgewicht, das ihre Stabilität zum Ausdruck bringt. Das perfekte räumliche Kräftegleichgewicht ist das Vektorengleichgewicht(Verweis). So zeigt sich auch eine Verbindung zur Physik Nassim Harameins — ›The Fractal-Holographic Universe‹ — das auf dem Vektorengleichgewicht beruht.(Verweis)

Eine stehende Welle zwischen zwei Reflektoren erinnert sogleich an das Gedankenexperiment der Lichtuhr, von Albert Einstein. Sein Gedankenexperiment der Lichtuhr, in dem Licht zwischen zwei Spiegeln reflektiert wird und als Modell dazu dient, uns zeitliche Abläufe zu verdeutlichen, diente ihm als Grundlage für seine Relativitätstheorie,. Die Relativitätstheorie enthält aus meiner philosophischen Sicht deshalb ein implizites Teilchenmodell, das den Charakter eines Regelprozesses hat, also im gerade beschriebenen Sinn Bewusstsein besitzt.

Verbundenheit von Elementarprozessen — Verschränkung

Denkbar ist dann auch, dass ähnliche Elementarprozesse und ihre untergeordneten Regelprozesse miteinander verschränkt(Verweis) sein können. Denn über das Vakuum, in dem alle möglichen Schwingungen potenziell realisiert sind, können sie miteinander verbunden sein, befinden sich dann also in Phase miteinander. Die Elementarprozesse — zum Beispiel Elementarteilchen — „erinnern“ sich an ihren Entstehungsprozess und sind dadurch mit den Elementarprozessen verbunden, die mit ihnen gemeinsam entstanden sind. Sie sind miteinander verschränkt.

Bewusstsein bedeutet Veränderung

Die Wahrnehmung des Bewusstseins bedeutet auch, dass der Elementarprozess, das Ding oder Objekt, welches etwas wahr nimmt, sich dabei verändert. Diese Veränderung kann zwei Aspekte haben:

Der Elementarprozess verändert sich so, dass er einen Zyklus durchläuft, nach dem er wieder im gleichen Zustand ist, wie zuvor. Dies entspricht dem Neheh-Aspekt der Bewegung, also einer Kreisbewegung. Oder der Elementarprozess verändert sich so, dass er eine nachhaltige Veränderung erfährt, die nicht wirklich reversibel ist. Dies entspricht seiner äußeren Bewegung oder seiner inneren Alterung.

Die Seele als Ausdruck des Bewusstseins

Hier kommt ein neuer, naturphilosophischer Seelenbegriff ins Spiel: Demnach kommt Seele durch das Verhalten der Dinge zueinander, durch ihre Interaktion, zum Ausdruck. Diese Interaktion ist durch das Bewusstsein der Dinge erzeugt. Denn erst durch das Bewusstsein kommen die Dinge zur Interaktion, indem sie wahrnehmen und wahrgenommen werden.

Aus dieser Perspektive entspringt unsere Seele unserer inneren Interaktion, den Wechselwirkungen unserer Bestandteile. Unser sichtbares Verhalten ist ihr äußerer Ausdruck. Aber unser unsichtbares inneres Verhalten, was wir fühlen und denken, gehört ebenso zu ihr.

Wir erweitern unsere Seele, wenn wir uns zueinander und untereinander verhalten. Damit geben wir unserer Familie, unserer Fußballmannschaft oder unserer Klasse eine Seele, die unsere Persönliche Seele erweitert.

So wird deutlich, wie tief unser Seelenbegriff mit unserem Begriff von Bewusstsein verknüpft ist.

Elementares Bewusstsein

Nach dem oben definierten Bewusstseinsbegriff kann im Rahmen der Quanten-Fluss-Theorie alles was in ihr existiert als mit einem Bewusstsein ausgestattet angesehen werden. Dies kommt, weil in ihr jede Existenz nach dem Existenz-Prinzip aus mindestens einem Regelprozess besteht und es immer einen zentralen Regelprozess gibt, der die Existenz stabilisiert. Jede Existenz hat also einen sie stabilisiereden Elementarprozess.

Allen Elementarteilchen, und damit auch Atomen und einfachen Molekülen, ist damit so etwas wie elementares Bewusstsein zuzuschreiben. Selbst dem Vakuum(Link) unseres Kosmos(Link) wird auf diese Weise wenigstens elementares Bewusstsein zuteil, weil es durch innere Wechselwirkung eines Regelprozesses organisiert ist.,, Da das Vakuum alle Möglichkeiten der Existenz repräsentiert, gibt es gute Gründe darüber nachzudenken, inwiefern es nicht auch rudimentäres Bewusstsein oder gar kognitives Bewusstsein besitzt, zu denen ich nachfolgend komme.

Somit kommen wir zum Ausgangspunkt zurück, alles sei Bewusstsein. Alle Elementarteilchen und auch die Schwarzen Löcher sind ins Vakuum eingebettet und sind daher als Untersysteme des Vakuums, als eigene Existenzen innerhalb der Existenz Vakuum, zu verstehen. Jegliche Existenz in unserem Kosmos ist daher ein Bestandteil des Vakuums unseres Kosmos. Das Vakuum ist auch nach der Quanten-Fluss-Theorie eine in sich verbundene, rückgekoppelte Existenz mit einem zentralen Regelprozess, der es stabilisiert. Es ist daher als echter Regelprozess mit Bewusstsein zu verstehen. Demnach ist tatsächlich alles Bewusstsein und Bewusstsein ist alles.

Der rudimentäre Achtsamkeitsprozess des Lebens
— rudimentäres Bewusstsein, Lernen und Erinnern

Lernen und Erinnern sind hier als sehr allgemein und rudimentär aufzufassen: Es ist nicht das Lernen eines Gehirns/Nervensystems angesprochen, sondern das Lernen als den Aufbau von Erbinformation, durch einen evolutionären Prozess via Try-Success-And-Error, oder das biochemische Lernen eines Immunsystems.

In Bezug auf das Leben, wie wir es kennen, umfasst die Erinnerung sowohl die Gene — DNA —, als auch die Epigenetik — die steuernde Methylierung der DNA —, sowie die Speicherung des Immunsystems in Form von Antikörpern und ähnlicher Moleküle. Vielleicht haben wir noch mehr rudimentäre Lern- und Erinnerungsebenen, als gerade aufgezählt.

Der rudimentäre Achtsamkeitsprozess funktioniert nicht über unser kognitives Lernen und über unser kognitives Gedächtnis. Er ist zum Beispiel in fest „verdrahteten“ Reiz-Reaktions-Schemata angesiedelt oder in anderen „einfachen“ Formen des Memorierens.

Der Achtsamkeitsprozess des Lebens
— kognitives Bewusstsein, Lernen und Erinnern

Hierzu gehören unsere kognitive Wahrnehmung, unser kognitiver Lernprozess und unsere kognitive Erinnerung. Unsere Meme sind gemeint — ein Begriff verstanden als Synonym zu unseren Genen —, unser kognitives Gedächtnis des Girns und Nervensystems allgemein.

Dieser („höhere“) Achtsamkeitsprozess ist mit unseren Wahrnehmungsfiltern, also mit unserer unbewusten und bewussten Steuerung unseres Fokus, unserer Intuition und unserem Denkprozess sowie mit mehreren Reflexionsebenen verbunden.

→   Körperliche und seelische Existenz


Fußnoten

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1. Blackmore, »Bewusstsein — Das Schwierigste Problem«, S. 33.
2. Blackmore, »Bewusstsein — Das Schwierigste Problem«, S. 32.
3. Blackmore, »Bewusstsein — Das Schwierigste Problem«, S. 32—33.
4. Blackmore, »Bewusstsein — Das Schwierigste Problem«, S. 34.
5. Blackmore, »Bewusstsein — Das Schwierigste Problem«, S. 34.
6. Vgl. Blackmore, »Bewusstsein — Das Schwierigste Problem«, S. 34—35.
7. Internet:
Vgl. Wikipedia, Bewusstsein.
8. Vgl. Wikipedia, Spontane Symmetriebrechung.
9. Vgl. Wikipedia, Higgs-Mechanismus.
10. Spezielle Relativitätstheorie:
Vgl. Fließbach, Allgemeine Relativitätstheorie, Teil II Spezielle Relativitätstheorie, S. 7—38.
Vgl. Born, Die Relativitätstheorie Einsteins, Kap. VI. Das spezielle Einsteinsche Relativitätsprinzip, 194—266.
Vgl. Einstein, »Zur Elektrodynamik bewegter Körper«.
Internet:
Vgl. Max Planck Institute for Gravitational Physics, »Spezielle Relativitätstheorie«.
Vgl. Wikipedia, Spezielle Relativitätstheorie.
11. Allgemeine Relativitätstheorie:
Vgl. Fließbach, Allgemeine Relativitätstheorie.
Vgl. Harrison, Kosmologie, Kap. 8 Allgemeine Relativitätstheorie, S. 253—290.
Vgl. Born, Die Relativitätstheorie Einsteins, Kap. VII. Die allgemeine Relativitätstheorie Einsteins, S. 266—324.
Vgl. Einstein, »Die Grundlagen der allgemeinen Relativitätstheorie«.
Internet:
Vgl. Wikipedia, Allgemeine Relativitätstheorie.
12. Erstaunlicherweise ergibt sich in der Quanten-Fluss-Theorie recht elegant, was so etwas wie Seele oder das, was die Dinge beseelt, sein könnte: Abschnitt Warum werden sich die Bestandteile immer ähnlicher, je weiter man die Dinge zerlegt?.
Eine weitere Herleitung, was Seele bedeutet, diesmal aus Perspektive des ›Spannungsspiels des Lebens‹, findet sich auf der Seite Körperliche und seelische Existenz.
Beide Perspektiven verbindet, dass es bei der Seele um den Zusammenhang der Dinge geht. Und Zusammenhang meint hier immer den Neheh-Aspekt von Zeit, die Rotation. Es meint, wie sich die Dinge zueinander verhalten, wie sie miteinander in Wechselwirkung stehen.
13. In der Quanten-Fluss-Theorie handelt es sich um die Graviradiation, die als Ursache der Gravitation zu verstehen ist und die Struktur des Vakuums erzeugt und miteinander verbindet. Hier ist der Kosmos mit dem Vakuum innerhalb eines Schwarzen Lochs gleich zu setzen. Das Vakuum eines Kosmos hat also eine begrenzte Ausdehnung und ist im Vakuum des jenigen Kosmos eingebettet, der strukturell eine Fraktalebene höher angesiedelt ist.
14. Hier gibt es strukturelle Ähnlichkeiten zum ›marked space - unmarked space‹ von George Spencer-Brown:
(Primärliteratur einfügen!!!)
Internet:
Vgl. Wikipedia, Gesetze der Form, Unmarked Space.
Gute Veranschaulichung, obwohl eigentlich nicht zitierfähig:
Vgl. Unbekannt, Gesetze der Form. Was ist ein System?.
15. Das Vakuum kann nicht als Universum aufgefasst werden, sondern nur als einer von vielen verschachtelten Kosmoi! Denn sonst gibt es vermutlich Paradoxien, die dem Paradoxon des Mengenuniversums der Mathematik ähnlich sind.
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Stand 18. Juni 2019, 19:00 CET.