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Was ist Physik?

Was wir tun, wenn wir Naturwissenschaft betreiben


Wissenschaftsphilosophische, erkenntnistheoretische und naturphilosophische Überlegungen und Hypothesen zur Grundstruktur der realen Dinge führen zu ›Neuer Physik‹


Notizen

(• Elektronen »als permanente Verwirbelungen im Äther« hatte schon Joseph Larmor im Jahr 1900 in seiner wissenschaftlichen Abhandlung "Aether und Matter".
(• Durch die nachfolgenden Überlegungen wird letztendlich festgestellt, dass jedes Ding, jede Existenz, einen einzigen zentralen Regelprozess haben muss, der seine Stabilität und Entwicklung organisiert. Es ergibt sich eine Art von organischer Physik.)
(— Dies führt schnell zu der Frage, ob wir wichtige Regelprozesse übersehen haben. Und das haben wir sicher im Hinblick auf das Leben.)
(— Der zentrale Regelprozess jedes Lebewesens ist der Achtsamkeitsprozess.)
(— Dazu gibt es noch den Regelprozess, der die Mitglieder einer Art zur Fortpflanzung und anderen Interaktionen zusammenbringt. Selbst bei Bakterien gibt es so etwas wie Geburtshilfe.)
(— Das Leben auf der Erde kann in diesem Sinne als Organismus, als Regelprozess, der Lebewesen verstanden werden.)

Um eine ›Neue Physik‹ zu entwickeln, die die gesamte Physik vereinheitlicht und damit die heutigen Probleme der Physik möglichst weitgehend löst, ist es eine gute Vorbereitung, wenn wir uns damit beschäftigen, was Physik betreiben eigentlich bedeutet. Wie wir sehen werden, können wir auf diese Weise Einsichten über die Struktur der realen Dinge gewinnen, die uns als Hypothesen im weiteren Verlauf helfen, wichtige Eigenschaften der von uns beobachteten Welt, der Natur, in diese Struktur zu überführen. Aufgrund der Einsichten können wir Interpretationen für Beobachtungen innerhalb dieser neuen Struktur finden, die zur Lösung wichtiger Probleme der Physik führen und die Struktur damit weiter konkretisieren.

Ich werde nachfolgend hier und da schon einige Bezüge zu den Beobachtungen und dem Wissen der heutigen Physik einfließen lassen, damit die Überlegungen nicht im rein theoretischen Rahmen quasi in der Luft schweben. Ich tue dies in Form von Aufklapptexten, um den Haupttext kürzer und übersichtlicher zu halten.

Hypothese

Notizen

(• Die Vereinfachnung der Bestandteile der Dinge durch die Zerlegung der Dinge zeigt, dass bei der Zerlegung etwas verloren geht, nämlich der Zusammenhang. Deshalb ist das Ding mehr als die Summe seiner Teile.)

Physik ist aus meiner Sicht die Erforschung der Strukturen der realen Dinge, kurz der Dinge, deren Veränderungen und der Wechselwirkungen, die diesen zugrunde liegen. Es ist die wissenschaftliche Erforschung der Naturerscheinungen. Dies bestätigt die Wissenschaftsphilosophie, wie von Michael Esfeld dargelegt:

» Welches System auch immer man erforscht, man sucht dessen Bestandteile auf. Das ist das Erfolgsrezept der Naturwissenschaften, wie es am Augenfälligsten in der Physik realisiert ist. Über mehrere Zwischenstufen haben die Physiker die Natur, die sie vorfinden, in immer kleinere Einheiten zerlegt. Je mehr die Zerlegung fortschreitet, desto mehr verlieren die Objekte an individuellen Eigenschaften. Diese Entwicklung zu Ende gedacht, wäre die Welt als eine sehr große Menge von ausdehnungslosen „Punktteilchen“ zu beschreiben. Dass die Dinge in der Welt Eigenschaften haben und insbesondere verschieden sind, liegt nur daran, dass die Punktteilchen aus denen sie zusammengesetzt sind, in unterschiedlichen räumlichen Beziehungen zueinander stehen. «

Ich möchte noch ergänzen, dass es nicht nur räumliche, sondern auch zeitliche, also dynamische, Beziehungen ihrer Bestandteile sind, die den aus ihnen zusammengesetzten Dingen Eigenschaften verleihen. Dies umfasst zum Beispiel die Bewegung ihrer Bestandteile und deren Änderung, inklusiv deren Rotation. Auch will ich noch anmerken, dass wir im Folgenden theoretisch nicht auf ausdehnungslose „Punktteilchen“ treffen, sondern uns solchen nur immer weiter annähern werden. Das soll bedeuten, in meinen Augen endet diese Zerlegung niemals. Das Aufsuchen der Bestandteile der Bestandteile der Bestandteile und so fort kann so endlos fortgesetzt werden. Nur im praktischen Modell macht es dann schließlich Sinn, und ist es wohl unabdingbar, die kleinsten betrachteten Bestandteile als ausdehnungslose „Punktteilchen“ anzunehmen. Dazu später mehr.

Würden die Bestandteile nicht zu finden sein oder die aufgefundenen Bestandteile würden nicht einfacher werden, dann würde Naturwissenschaft nicht so funktionieren, wie wir sie betreiben. Denn Bestandteile, die genauso schwer zu verstehen sind, wie die Dinge, die sie bilden, würden keinen Wissenschaftler voranbringen.

Dazu füge ich noch folgende allgemeine Aussage hinzu:

Wenn wir Naturwissenschaft betreiben, so auch in der Physik, beschäftigen wir uns immer mit der Stabilität und (Fort-)Entwicklung der realen Dinge, also realer Systeme, die aus Bestandteilen aufgebaut sind. Wir untersuchen die Strukturen dieser Systeme und deren inneren und äußeren Wechselwirkungen.

Solche Strukturen werden deshalb immer durch Regelprozesse stabilisiert, durch Wechselwirkungen, die die Bestandteile der Systeme einigermaßen in ihrer „Bahn“ halten. Diese Wechselwirkungen müssen daher Anteile in sich tragen, die als Gegenspieler diese „Bahn“ erzeugen. Und diese Regelprozesse laufen offensichtlich niemals ganz perfekt; im Besonderen, wenn von außen auf sie eingewirkt wird, was wohl immer der Fall ist.

Wie wir noch sehen werden, ist aus dieser Perspektive der aus der Quantenphysik bekannte sozusagen in die Wiege der Physik gelegt. Nur, wenn etwas existiert, also einigermaßen stabil ist, macht es Sinn, sich damit zu beschäftigen. Eine sich verändernde Natur, so wie wir sie ja auch beobachten, muss aber auch eine Entwicklung in sich tragen, die so quasi als eine Mischung aus Stabilität und latenter Zerstörung zu verstehen ist.

Das Bild und die Perspektive des stabilisierenden Regelprozesses habe ich aus der Biologie beziehungsweise der Physiologie übernommen, weil der Regelprozess sich dort im Rahmen von selbstorganisierenden Systemen hervorragend bewährt hat. Mir sind diesbezüglich viele Parallelen zwischen den Systemen der Physik und denen der Biologie aufgefallen. Und Regelprozesse sind auch deshalb sinnvoll oder gar notwendig, weil es sich immer um dynamische Bestandteile handeln muss, wie wir gleich sehen werden, und weil diese Bestandteile der Dinge bei fortschreitender Zerlegung immateriell(Verweis) werden.

Warum müssen es dynamische Strukturen sein?

Ohne Dynamik, also Bewegung der Dinge und ihrer Bestandteile, lassen sich keine Wechselwirkungsbeziehungen zwischen den Dingen beobachten: Nur, wenn wir sehen, wer um wen kreist, oder genauer, wer von wem wie Beschleunigt wird, können wir sagen, dass die Bestandteile der Dinge miteinander in Wechselwirkung stehen und die Dinge damit zur Existenz bringen, welches Bestandteil zu welchem Ding gehört. Nur dadurch können wir das eine Ding vom anderen Ding unterscheiden. Wenn alles ruhig ist und sich nichts bewegt, dann gibt es nur eine räumliche Anordnung, in der keine zwingenden Zusammenhänge zu finden sind. Und ohne jegliche Bewegung kann noch nicht einmal die Information der räumlichen Anordnung zu uns gelangen, denn sie muss zu uns übertragen, also bewegt, werden.

Warum werden sich die Bestandteile immer ähnlicher, je weiter man die Dinge zerlegt?

Die oben von Michael Esfeld dargelegte Sicht der Wissenschaftsphilosophie, die Bestandteile würden durch die Zerlegung der Dinge immer einfacher und damit ähnlicher, kommt, weil die Dinge mehr als die Summe ihrer Teile sind:

Das Verhalten der Bestandteile zueinander geht verloren, wenn man die Dinge zerlegt, ihr Zusammenhang. Das, was sie zu mehr macht, als ihre Summe. Das Verhalten der Bestandteile in den Dingen ist aber das, was die Dinge quasi „beseelt“. Also geht ein Teil ihrer „Seele“ verloren, wenn man die inneren Zusammenhänge der Dinge in Teile auflöst.

Wenn durch jede Teilung etwas verloren geht und die Bestandteile dadurch immer „seelenloser“ werden, dann müssen sie sich immer ähnlicher werden, denn Differenzen sind nur möglich, wenn die Möglichkeit vielfältigen Inhalts besteht. Der vielfältige Inhalt geht aufgrund von weniger Kombinationsmöglichkeiten verloren, die ja nur bestehen, wenn man etwas kombiniert, also in Zusammenhang bringt. Damit müssen die Bestandteile der Dinge nach der Zerlegung bei ihrer Einzelbetrachtung weniger Individualität besitzen, als die Dinge, die aus ihnen gebildet werden. Festzustellen ist auch, dass die Bestandteile ähnliche Eigenschaften haben müssen, damit sie in Wechselwirkung treten und die Dinge überhaupt bilden können.

Umgekehrt und ganzheitlich gedacht: Haben wir die Dinge in ihre einfacheren Bestandteile zerlegt und glauben diese verstanden zu haben, dann können wir sie in einem Modell oder einer Simulation wieder zusammensetzen. Dazu müssen wir sie in einen zeitlichen und räumlichen Zusammenhang bringen, wobei wir Annahmen über ihre Interaktion — ihre Wechselwirkung — investieren müssen. Anschließend können wir vergleichen, ob die im Modell kreierten Dinge mit denen in der Realität beobachteten übereinstimmen. Wir versuchen, die größeren Zusammenhänge aus den einfacheren zu verstehen. So wird aus etwas eher kompliziertem etwas eher komplexes(Verweis). Dies ist unter Umständen schwierig, kaum möglich oder gar unmöglich und man hat es mit Emergenz(Verweis) zu tun.

Warum ergeben sich konstante Geschwindigkeiten der Bestandteile der Dinge?

Wir haben ja gerade festgestellt, dass sich die Bestandteile der Zerlegung der Dinge immer ähnlicher werden müssen, je weiter man die Dinge zerlegt. Und wir haben auch schon festgestellt, dass Physik nur mit dynamischen Strukturen, also nur mit bewegten Strukturen, Sinn macht. Bestandteile, die sich immer ähnlicher werden, und doch immer bewegt sein müssen, sollten sich auch in ihrer Geschwindigkeit immer ähnlicher werden. Ihre Geschwindigkeit muss also schließlich größer Null und konstant sein, wenn man die Dinge klein genug zerlegt.

Die Richtung der Geschwindigkeit der Bestandteile kann dabei übrigens nicht ähnlicher werden, weil sonst die nachfolgend geschilderten Aspekte der Zeit nicht funktionieren könnten, damit die Zuordnung der Bestandteile zu den Dingen nicht klar wäre und der Welle-Teilchen-Dualismus nicht zustande käme.

Die Veränderung der Strukturen der Dinge hat zwei zeitliche Aspekte

Notizen

(• Bild einfügen)

Wie wir oben schon festgestellt haben, können wir nur bei bewegter Struktur erkennen, ob die Bestandteile der Struktur zu einem Ding in dieser Struktur gehören oder nicht. Und bei sehr feiner Zerlegung ist diese Bewegung konstant. Die Bewegung der sehr kleinen Bestandteile, die stabil zum selben Ding gehören, ist so im Idealfall eine Rotation in diesem Ding, denn sonst würden die Bestandteile davon fliegen. Mehrere Bestandteile, die stabil durch Wechselwirkung umeinander rotieren, bringen folglich ein Ding zur Existenz. Die Bewegung der sehr kleinen Bestandteile, die nicht zu einem Ding gehören, ist im Idealfall eine geradlinige Bewegung, da diese nicht durch Wechselwirkung gebunden sind.

So gibt es also zwei Bewegungsaspekte in Bezug auf die Veränderung der Strukturen der Dinge: Der eine Aspekt ist die stabile Existenz stiftende Rotation, der Spin der Dinge, deren Veränderung im Prinzip auf eine sich immer gleich wiederholende Veränderung der Dinge hinausläuft. Diese Art der Veränderung ist nicht nachhaltig, da sie immmer wieder am selben Punkt ankommt, eine Schwingung. Der andere Aspekt ist die geradlinige Bewegung, die Zerstörung verheißen kann, wenn sie die Teile der Dinge auseinanderreißt, oder die Entstehung verheißen kann, wenn sie die Teile der Dinge zusammenbringt. Sie trägt auch die Informationen, die Wechselwirkungen, vom einen Ding zum anderen, in die Welt hinaus, und bewirkt so Veränderungen und Umwandlungen. Diese Art der Veränderung ist nachhaltig, denn sie lässt die Dinge altern.

Weil Zeit im Allgemeinen jede Veränderung der Strukturen meint, ergeben sich damit zwei Aspekte der zeitlichen Veränderung der Dinge: Den alten Ägyptern waren diese beiden Aspekte der Zeit bekannt. Die zyklische Zeit der ewigen Wiederkehr des Gleichen, der Ritualle, nannten sie Neheh (sprich »Nechech«). Die historische Zeit, die festgelegte Entwicklung der Welt, das Gewordene, das Vollendete, nannten sie Djet (sprich »Dschet«). Ich interpretiere Djet hier in abgewandelter Form als die ewige Entwicklung der Welt, also als eine zeitliche Veränderung und nicht als Vollendet oder als die gesamte Entwicklung enthaltend.

Bezug zum Hinduismus: Djet- und Neheh-Zeit und die drei kosmischen Funktionen des Hinduismus

Im Hinduismus gibt es die drei kosmischen Funktionen der Erschaffung, Erhaltung und Zerstörung oder Umformung, die Trimurti (übersetzt »drei Formen«). Sie werden symbolisiert durch die drei großen Götter Brahma des Schöpfers, Vishnu des Erhalters und Shiva des Zerstörers, Gott der Transzendenz und Transformation.

Im zeitlichen Aspekt Neheh, der Veränderung der Strukturen unserer Welt, wie ich sie eben beschrieben habe, kommt die Erhaltung der Dinge, also Vishnu, zum Ausdruck. Vishnu wird auch mit Gleichgewicht und Licht in Verbindung gebracht, was im weiteren Verlauf von Bedeutung ist. Im zeitlichen Aspekt Djet, der Veränderung der Strukturen unserer Welt, kommt die Erschaffung und die Zerstörung oder Umformung der Dinge zum Ausdruck. Der Zusammenhang von Brahma und Shiva mit der Djet-Zeit macht sichtbar, dass die Schöpfung und die Zerstörung über die Umwandlung, die Transformation der Dinge, und die Transzendenz miteinander verbunden und zwei Seiten der selben Medaille sind.

Der Djet-Neheh-Dualismus und das Existenzprinzip
— der Welle-Teilchen-Dualismus

Die Dinge unserer Welt, wie wir sie beobachten, sind sowohl veränderlich, als auch stabil, beides zumindestens in gewissen Grenzen. In der Hypothese habe ich festgestellt, dass Naturwissenschaft betreiben bedeutet, sich mit der Stabilität und (Fort-)Entwicklung von Systemen zu beschäftigen.

Das bedeutet, alle Dinge tragen sowohl den Neheh-Aspekt der Veränderung in sich, der für ihre Existenz und Stabilität sorgt, als auch den Djet-Aspekt, der den Dingen sowohl eine Bewegung ihrer Struktur durch den Raum als auch eine Transformation, also deren innere Veränderung, ermöglicht. Das Zusammenspiel von Djet und Neheh nenne ich den Djet-Neheh-Dualismus. Wie damit die Existenz der Dinge begründet ist, nenne ich das Existenzprinzip: Jedes Ding, jede Existenz, muss eine Struktur von Bestandteilen besitzen, die durch Neheh stabilisiert und durch Djet innerlich und äußerlich verändert wird. Weil es sich beim Djet-Neheh-Dualismus dementsprechend um eine Kombination einer Rotationsbewegung mit einer geradlinigen Bewegung handelt, hat die kombinierte Bewegung die Form einer Helixspiralbahn, mit sehr konstanter Geschwindigkeit wie oben erläutert.

Bezug zur heutigen Physik: Der Welle-Teilchen-Dualismus

Der aus der Physik bekannte Welle-Teilchen-Dualismus ist nichts anderes als das Erscheinungsbild des Djet-Neheh-Dualismus in mikroskopisch kleinen Größenordnungen, wo das Zusammenspiel des Neheh, der Rotationen der Strukturen der Dinge, und des Djet, der Bewegungen der Strukturen der Dinge durch den Raum, einfach und dadurch deutlich sichtbar wird.

Die Rotation ihrer Struktur, ihr Spin, und ihre Wechselwirkung mit den Bestandteilen des Vakuums verleiht den Elementarteilchen der Quantenphysik ihre Wellennatur. Die recht freie Bewegung der zusammenhängenden Struktur der Elementarteilchen durch den Raum lässt sie als einzelne Dinge erscheinen und verleiht ihnen so ihre Teilchennatur.

Symmetriebrüche, Pole und Wechselwirkungen

Wenn ein Ding dadurch existiert, dass seine Bestandteile in ihm rotieren und deshalb ihren Ort nicht beliebig verlassen können, dann müssen die Bestandteile im Ding recht fest gebunden sein. Dies geht nur, wenn die Bestandteile sich gegenseitig so beeinflussen, dass sie nicht gut weg können. Die Bestandteile des Dings müssen miteinander in Wechselwirkung stehen:

Wechselwirkungen treten in der Natur nur dann auf, wenn es Pole gibt, die irgendeine Form von Ladung tragen. Das bedeutet, bildlich gesprochen, dass etwas getrennt ist, das sich zu etwas Neutralem ergänzt. Die Pole streben nach einem Ausgleich, sie ziehen sich an. Diese Trennungen tragen immer eine Form des Bruchs einer geometrischen Symmetrie in sich, einen Symmetriebruch(Verweis).

Allgemein betrachtet handelt es sich bei Wechselwirkungen, die stabile Dinge als Systeme ständig bewegter Bestandteile bilden, um Wechselwirkungen in Regelprozessen. So, wie ich es in meiner Hypothese schon genannt habe. Solche stabilen Dinge sind also Regelsysteme. All solche Regelsysteme tragen also den Djet-Neheh-Dualismus in sich.

Diese Betrachtungsweise, diese radikale und neue Perspektive auf die Grundlagenphysik, und ihr fundiertes Verständnis sind wichtig, um bisher unerklärbare Phänomene der Physik zu verstehen und verbinden die Grundlagenphysik mit jeder Naturwissenschaft und schließlich sogar mit der Naturphilosophie des Lebens.

Bezug zur heutigen und zur neuen Physik

Bei der elektrischen Ladung beispielsweise wird im Prinzip ein neutrales Ding so in zwei entgegengesetzt geladene Teile — positiver Pol und negativer Pol — aufgeteilt, dass diese sich nach ihrer Trennung anziehen. Eine solche Trennung kann ganz allgemein als Symmetriebruch verstanden werden, der eine Wechselwirkung zur Folge hat. Im Fall der elektrischen Ladung sind charakteristische Teile eines Dings getrennt, die nach dem Existenz bringendem Neheh-Aspekt der Bewegung umeinander kreisen müssen, wenn Stabilität entstehen soll.

Symmetriebrüche können aber ganz unterschiedlich ausfallen, denn bei der Gravitation ist die Symmetrie gebrochen, indem die Masse nicht mehr gleichmäßig im gesamten Raum verteilt ist, sondern sich an bestimmten stellen im Raum konzentriert. Diese Massekonzentrationen wirken dann anziehend auf die Massen ihrer Umgebung. Die quasi negativen Pole der Gravitation entstehen dann dort, wo die Massenkonzentrationen lokal am geringsten sind, also ihr lokales Minimum haben.

Wie wir später noch sehen werden ist eine besondere Form des Symmetriebruchs dann gegeben, wenn die Bewegung der sich konstant bewegenden Bestandteile unserer Elementarteilchen — Wirkungsquanten(Link) genannt — von reiner und freier Djet-Bewegung zur oben beschriebenen Kombination von Djet und Neheh, zu einer Helixspiralbahn, aufgewickelt ist: Die dem zugrundeliegende Wechselwirkung läuft entlang eines rotierenden, geschlossenen Fadens — eines sogenannten Wirkungsquanten-Strings(Link). Diese schwingenden Wirkungsquanten-Strings werden von den Wirkungsquanten in unterschiedlichen Varianten gebildet und stellen unsere Elementarteilchen dar. Die diese Strings bildende Polarisation hat Ähnlichkeit mit den Farbladungen der Wechselwirkung der Quantenchromodynamik.

In der ›Neuen Physik‹ beruhen alle Wechselwirkungen auf geometrischen Symmetriebrüchen.

Das Existenzprinzip ist ein fraktales Prinzip

Wenn jedes Ding aus Bestandteilen besteht, dann müssen diese Bestandteile, weil sie auch Dinge sind, wieder aus noch kleineren Bestandteilen bestehen. Dies nenne ich das fraktale Existenzprinzip. Fraktal deshalb, weil es ein hierarchisches Prinzip ist, deren Hierarchieebenen selbstähnlich sind, also immer wieder dem gleichen Prinzip gehorchen.

Fraktaler Djet-Neheh-Dualismus

Weil jede dieser Strukturebenen, alle Teilchen jeder dieser Ebenen, aus den oben genannten Gründen den Djet-Neheh-Dualismus in sich trägt, ist auch der Djet-Neheh-Dualismus ein fraktales Prinzip. Die fraktale Verschachtelung des Djet-Neheh-Dualismus führt so zu Bewegungen der immer kleiner werdenden Bestandteile auf verschachtelten Helixspiralbahnen. Dadurch sind die sehr kleinen Bestandteile dieser verschachtelten Helixspiralstruktur aber nicht wirklich frei, denn ihre Djet-Bewegung ist immer wieder durch die auf sie zum Größeren hin folgende Neheh-Bewegung in eine Rotation gezwungen. Nur wenn ein Bestandteil in dieser Struktur seinen Platz wechselt, ist es vorübergehend frei.

Bezug zur heutigen und zur neuen Physik

Kommt man in dieser verschachtelten Struktur zum immer größer Werdenden hin, auf die Ebene der uns bekannten Elementarteilchen, dann muss sich ein Wandel vollziehen. Denn auf Ebene unserer Elementarteilchen können alle Teilchen oder die aus ihnen geformten Strukturen, wie die von Atomen und Molekülen, längere Zeit frei existieren. Der Grund hierfür wird im Verlauf der Entwicklung der fraktalen Quanten-Fluss-Theorie einsichtig und steht mit dem Urknall und der Entstehung Schwarzer Löcher, mit der Struktur des Universums und unseres Kosmos, in Zusammenhang.

Auch beobachten wir, dass nur einige unserer Elementarteilchensorten sich mit konstanter Geschwindigkeit bewegen. Wir werden die Ursache hierfür später im mehr oder weniger komplexen Aufbau der Elementarteilchensorten finden, in der Struktur ihrer Wirkungsquanten-Strings.

Physik betreiben heißt, die Dinge nur bis zu einem gewissen Grad zerlegen

Die Fraktalität des Existenzprinzips bringt theoretisch unendlich viele Ebenen dieser selbstähnlichen Struktur hervor, wenn wir die Dinge und ihre Bestandteile immer weiter zerlegen. Das ist ein universales Prinzip der neuen Theorie. Praktisch ist dies nicht beherrschbar, weil wir so unglaublich viele Bestandteile nicht im Detail berechnen können.

In einem konkreten Modell, das wir aus dieser Theorie ableiten, können wir uns aber auf eine tiefste Ebene dieser Struktur festlegen, um die Sache beherrschbarer zu machen, wobei wir dann mehr oder weniger große Einbußen in der Genauigkeit hinnehmen müssen. Die konstante Geschwindigkeit der Fundamentalteilchen dieser festgelegten, untersten Ebene dieser Struktur, ist dann unser Maß für die grundlegende Veränderung dieser Struktur. Es handelt sich dabei um eine festgelegte, grundlegende, absolute Zeit der Struktur, unseres modellierten physikalischen Systems. Sie existiert in dieser Form allerdings nur, weil wir uns im Modell auf eine unterste Ebene dieser Struktur festgelegt haben.

Bezug zur heutigen und zur neuen Physik

Eine solche grundlegende oder absolute Zeit der Struktur der Physik wird heute, begründet durch die Relativitätstheorie, abgelehnt. Doch im Verlauf der weiteren Ausarbeitung der Quanten-Fluss-Theorie zeigt sich, dass die Eigenschaften der oben beschriebenen Struktur aus Sicht eines beliebigen Beobachters in hinreichendem Maße mit den relativistischen Eigenschaften der Allgemeinen Relativitätstheorie übereinstimmen, um die Beobachtungen, die im Zusammenhang mit der Relativitätstheorie gemacht wurden, zu erklären.

Dies ergibt sich unter anderem, weil die strukturellen Ebenen des Fraktals aus Helixspiralbahnen, die oberhalb der festgelegten, untersten Ebene liegen, durch ihre Bewegungen und die damit verbundenen Veränderungen der Gesamtstruktur, eigene zeitliche Aspekte hervorbringen, eigene Zeit-Ebenen. Die Zeit-Ebenen auf Ebene der uns bekannten Elementarteilchen entspricht dabei der Zeit der Allgemeinen Relativitätstheorie.

Diese Einsicht ergibt sich in der Vereinheitlichten Relativitätstheorie, die ich als Teil der hier beschriebenen fraktalen Quanten-Fluss-Theorie auf einer eigenen Themenseite entwickle. Ich begründe die Vereinheitlichte Relativitätstheorie auf Grundlage einer konstruktiven Kritik der Speziellen und Allgemeinen Relativitätstheorie aus der heraus sich die Notwendigkeit ihrer Vereinheitlichung mit der Lorentzschen Äthertheorie ergibt. Notwendigkeit deshalb, um die Vereinheitlichung der Physik zu erreichen. Diese konstruktive Kritik der Speziellen und Allgemeinen Relativitätstheorie stellt so einen weiteren Ansatz zur Entwicklung der fraktalen Quanten-Fluss-Theorie dar. Dann nutze ich die Grundzüge der Quantengravitation der Quanten-Fluss-Theorie, um eine Mediumtheorie der Gravitation als notwendige Ergänzung der Allgemeinen Relativitätstheorie zu formulieren. Die Allgemeine Relativitätstheorie vereinheitliche ich dann mit der Mediumtheorie der Gravitation, indem ich aufzeige, welche Bezüge zwischen beiden bestehen; wie wir von einer Theorie zur anderen Wechseln können. So ergibt sich schließlich die Vereinheitlichte Relativitätstheorie.

Weitreichender Bezug zur heutigen und zur neuen Physik

Abschließend möchte ich noch einen zusammenfassenden Bezug zur heutigen Physik und zur hier entwickelten neuen Physik herstellen, um die Zusammenhänge und die Faszination der Überlegungen und Erkenntnisse zu vermitteln. Dazu kommt auch, dass die Motivation, sich in diese Welt der Strukturen hineinzudenken, entscheidend von deren realen Bezügen abhängt. Dies gilt ganz besonders, wenn sich neue Physik auftut, also die Möglichkeit, bisher unerklärte Phänomene erklärbar zu machen.

Übergang zur heute beobachteten Physik

Auf Ebene der Lichtteilchen und lichtähnlichen Strukturen in den Elementarteilchen bringen sich wie Lichtuhren verhaltende Strukturen im Prinzip die Zeit-Ebene der Relativitätstheorie hervor, deren zeitlichen Aspekt der Veränderung ich Alterung nenne. Die relativistische Perspektive der Speziellen Relativitätstheorie ergibt sich für jeden Beobachter daraus, dass er sich bei seiner Bewegung in der Struktur tatsächlich in seiner Ausdehnung relativ zu dieser Struktur in Bewegungsrichtung verkürzt und seine Alterung langsamer läuft, im Grunde so, wie es die Spezielle Relativitätstheorie aus Sicht jedes Beobachters beschreibt. Der Beobachter nimmt aber nicht seine eigene Veränderung in der Struktur wahr, sondern eine entsprechende Veränderung seiner Umwelt. Wie sich zeigen lässt, ist dies mathematisch äquivalent mit den Formeln der Speziellen Relativitätstheorie.

Die Perspektive der Allgemeinen Relativitätstheorie ergibt sich für die Beobachter dadurch, dass die in der Quanten-Fluss-Theorie erstmals formulierte Quantengravitation durch die „Körnigkeit“ der Feinstruktur der Elementarteilchen, genauer gesagt durch deren Abstrahlungen, hervorgerufen wird. Die Abstrahlungen der Elementarteilchen-Feinstruktur lenken das Licht und die lichtähnlichen Strukturen anderer Elementarteilchen der Umgebung im Grunde so ab, wie es die Allgemeine Relativitätstheorie beschreibt, wie sich zeigen lässt. Für die Elementarteilchen der Umgebung ergibt sich aus der Ablenkung ihrer lichtähnlichen Strukturen die anziehende Wirkung der Gravitation.

Die Quantenphysik finden wir in Form der Spins der Elementarteilchen teilweise direkt in der oben beschriebenen Struktur wieder. Die Spins sind dadurch realisiert, dass die Teilchen der Feinstruktur der Elementarteilchen sich zu schwingenden fadenförmigen Ringen verbinden, ähnlich wie die Strings der Stringtheorie, und doch anders. Die hier Wirkungsquanten-Strings genannten Objekte schwingen zum Beispiel nicht ihn mehreren räumlichen Dimensionen.

Die Leptonen und die Quarks, als grundlegende Elementarteilchen, haben in der aus den oben beschriebenen Prinzipchen im späteren Verlauf konstrukierten, also von mir vermuteten, Struktur noch weitere Spins neben ihrem Hauptspin. Diese könnten zum beobachteten Isospin(s) (was ist mit anderen Spins?) und zur Leptonen-Erhaltungszahl (was ist mit der Quark-Erhaltung?) passen. Die Heisenbergsche Unschärferelation ergibt sich ganz natürlich aus einer Abzählinterpretation der Wirkungsquanten der Feinstruktur der bekannten Elementarteilchen. Aus diesem Grund habe ich die Bestandteile der Elementarteilchen auch Wirkungsquanten getauft.

Das Vakuum besteht demnach im Grunde aus einer großen Menge an einfach strukturierten, nicht elektromagnetisch polarisierten, lichtähnlichen Wirkungsquanten-Strings. Unter bestimmten Umständen können sich diese einfachen Wirkungsquanten-Strings vorübergehend zu komplexeren Strukturen der bekannten Elementarteilchen zusammenfügen. So kommt es zu den Vakuum-Fluktuationen.

Neue Physik

Die oben angedeutete Quantengravitation hat das Potenzial das Phänomen der Dunklen Materie zu erklären: Denn das Vakuum der nachfolgend entwickelten Quanten-Fluss-Theorie besteht aus neuen unpolarisierten Photonen, die sich durch die gravitative Wirkung einer Masse um diese Masse herum etwas verdichten und auch energiereicher werden. Weiter weg von der Masse, genauer zwischen den Massen, kommt es hingegen zu einer geringeren räumlichen Dichte dieser unpolarisierten Photonen, die dann auch etwas geringere Energie tragen. Diese Dichte- und Energieveränderungen gehen mit einer Dichteveränderung der oben beschriebenen Wirkungsquanten im Vakuum einher, die der Energiedichte des Vakuums entspricht. Damit entfaltet die erhöhte Energiedichte das Vakuums, um eine sehr große Masse herum, eine eigene, zusätzliche Gravitationswirkung, die, so vermute ich, das Phänomen der Dunklen Materie erklären kann.

Das sogenannte Confinement der Quantenchromodynamik, die Beobachtung, dass die Quarks und Gluonen in ihren Hadronen quasi gefangen sind, wird in der Quanten-Fluss-Theorie dadurch erklärlich, dass die Quarks „nur“ Windungen, also Schleifen, in den Wirkungsquanten-Strings der Hadronen sind. Wenn man die Quarks ganz aus ihren Wirkungsquanten-Strings herausziehen oder herausschlagen will, dann muss man den String zerreißen. Das ist nur möglich, wenn man den String mit soviel Energie aufläd, also mit Wirkungsquanten auffüllt, dass sich zwei Strings bilden können. Doch dann ist das Quark, welches herausgelöst werden sollte, wieder in einem der Strings gefangen. Die Quarks sind also als Untereinheiten eines Strings quasi immer in einem String gefangen, in ihm gefesselt.

Nach der neuen Theorie leben wir, ist unser Kosmos, in einem Schwarzen Loch: Unser Urknall ist der Moment der Entstehung dieses Schwarzen Lochs. Das Universum ist ein fraktales Gebilde aus verschachtelten Kosmoi oder Schwarzen Löchern, ganz wie wir es nehmen wollen. Damit entfallen viele Probleme, die uns unser Urknall bisher mit seiner physikalischen Beschreibung in der Kosmologie beschert.

Kritische Aspekte der heutigen Physik

Thermodynamik

Die Thermodynamik wird heute als eine der unverrückbaren Grundlagen der Physik betrachtet. Im Lichte meiner Hypothesen und ihrer Widerspiegelung in den Beobachtungen der heutigen Physik, in der Natur, ist die Thermodynamik nicht unreflektiert auf alle Bereiche der Physik anzuwenden:

Die Thermodynamik betrachtet ausschließlich das Verhalten und die Wirkung aneinander nicht gebundener bewegter Teile oder Teilchen, zum Beispiel die Atome in einem Gas, innerhalb einer verbundenen und für erstere undurchlässigen Hülle, zum Beispiel einem Behälter.

Es scheint mir jedoch geboten, die Thermodynamik im Licht der neuen Hypothesen und Schlussfolgerungen zu überprüfen und gegebenenfalls mit Hilfe des Djet-Neheh-Dualismus zu ergänzen. Denn die Dinge stehen generell, und auch kosmisch gesehen, durch den Djet-Neheh-Dualismus in einem etwas anderen Zusammenhang, als vermutet. Es fehlt wahrscheinlich die grundlegende Rotation, der grundlegende Drehimpuls, der die Bestandteile neue Dinge bilden lässt. Ich bin gespannt, was sich in dieser Hinsicht noch ergibt.

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Fußnoten

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1. Heilbron, Die Quantisierung des Atoms.
2. Vgl. Heilbron, Die Quantisierung des Atoms.
3. Esfeld, »Wissenschaft, Erkenntnis und ihre Grenzen«, S. 13.
4. »Neheh, die zyklische Zeit, ist die ewige Wiederkehr des Gleichen […]« Assmann, »Zeit und Geschichte in frühen Kulturen«, 2. Zyklische und lineare Zeit: Die altägyptische Lehre der „zwei Ewigkeiten“, 2.1 Neheh, die ‚Erneuerungszeit‘ der Riten, S. 496—501, hier S. 496.
5. Djet »ist ein heiliger Raum der Dauer, worin das Gewordene, zur Endgestalt Ausgereifte und in diesem Sinne Vollendete unwandelbar fortdauernd aufgehoben ist.« Assmann, »Zeit und Geschichte in frühen Kulturen«, 2. Zyklische und lineare Zeit: Die altägyptische Lehre der „zwei Ewigkeiten“, 2.1 Neheh, die ‚Erneuerungszeit‘ der Riten, S. 496—501, hier S. 496.
6. Vgl. Assmann, »Zeit und Geschichte in frühen Kulturen«, 2. Zyklische und lineare Zeit: Die altägyptische Lehre der „zwei Ewigkeiten“, hier S. 496—507.
Sekundärliteratur:
Vgl. Assmann, »Die zwei Gesichter der Zeit: Neheh und Djet«.
7. Vgl. Wikipedia, Trimurti.
8. (Primärliteratur einfügen!)
Internet:
Vgl. Wikipedia, Quantenchromodynamik.
9. Vgl. Weiß, Altern. to the prinziple of const. speed of light.
Vgl. Selleri, Die Einstein. und lorentz. Interpret. der RT, Kap. 7. Die geometrische und dynamische Interpretation der Speziellen Relativitätstheorie, S. 198—248.
Internet:
Vgl. Wikipedia, Lorentzsche Äthertheorie.
Vgl. Wikipedia, Spezielle Relativitätstheorie, Verhältnis zu anderen Theorien, Äthertheorien.
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Stand 06. Juli 2018, 12:00 CET.